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DCC – Wer gewinnt?

In zunehmenden Masse werben Kartenverarbeiter wie Six, Concardis, B&S, Telecash und andere für Zahlungsterminals die DCC beherschen. DCC heisst Dynamic Currency Conversion und ermöglicht die Verarbeitung von Fremdwährungen auf den elektronischen Zahlungsterminals.

Dies ermöglicht zum Beispiel einem Luzerner Uhrenhändler die Kreditkarte eines deutschen Kunden direkt in Euro zu belasten oder türkischen Duty Free Laden am Flughafen meine Kreditkarte in CHF zu belasten. Nur, die grosse Frage bei diesem System: Wer profitiert eigentlich von DCC?

Das ganze ist nicht wirklich einfach da ja einige Parteien in eine solche ausländische Kreditkartentransaktion involviert sind. Ich habe auf dieser Seite die folgenden 2 Bilder gefunden die relativ gut aufzeigen wie die Transaktionen ohne und mit DCC verarbeitet werden.

Transaktion ohne DCC
Als erstes die traditionelle Variante bei der vom eigenen Kreditkartenherausgeber (normalerweise deine Bank, Cornercard oder Swisscard) die Transaktion von Euro in CHF umgewandelt wird.
non-dcc-transaction1
Wie auf dem Bild zu sehen ist erfolgt die Umwandlung der Währung von $ auf Euro erst bei der herausgebenden Bank. Die zum Interbank Wechselkurs dazugerechneten 3% bekommt der Kreditkartenherausgeber, der Kreditkartenbesitzer bezahlt unter Umständen einen leicht anderen Wechselkurs als dieser am Tag der Transaktion war. Je nach Kartenherausgeber variert der Aufschlag auf die Währungsumrechnung. Die VISA Bonus Card verlangt zum Beispiel nur 2%.

Transaktion mit Dynamic Currency Conversation
Bei der Transaktion mit DCC wird der Kunde direkt beim Einkauf gefragt ob er in der Währung seiner Kreditkarte, Heimwährung bezahlen will. Dabei rechnet das Zahlungsterminal den Betrag mit einem einmal täglich übermittelten Wechselkurs automatisch in die Heimwährung um.
dcc-transaction-flow
Der Aufschlag bei DCC entspricht dabei bei den meisten Anbietern 3%. Also Interbank Wechselkurs +3%. Da die Berechnung automatisch auf dem Terminal erfolgt kann man zumindest davon ausgehen dass der Händler keine Phantasiekurse verlangt. Immerhin ist man ja zumeist beim Bezahlvorgang nicht in der Lage die Umrechnung auf 3% genau und mit dem aktuellen Tageskurs im Kopf zu rechnen.

Die folgenden Verarbeitungsphasen über die verschiedenen Stellen bis zur Rechnungsstellung an den Kreditkarteninhaber erfolgen nun ohne weitere Währungskonversion. Im Falle der VISA Bonus Card bezahlt der Kunde aber insgesamt 1% mehr für die Transaktion, kriegt aber den Beleg in CHF ausgewiesen was teilweise zur Spesenabrechnung einfacher ist.

Die Gewinner bei DCC sind die Händler und die Terminalbetreiber. Der Terminalbetreiber kann die Gebühren für eine um 3% höhere Transaktion vom Händler. Teilweise wird diese 3% aber mit dem Händler geteilt wie dies zum Beispiel ein Kartenverarbeiter in seiner Broschüre schreibt:

Reduzierung ihrer Gebühren durch eine Beteiligung an der DCC Provision

Der Kartenherausgeber ist der Verlierer, da er durch die wegfallende Währungsumrechnung 2-3% weniger Einnahmen an der Transaktion hat. Das heisst, die Terminalbetreiber, Acquirer holen sich diese 3% vom Kartenherausgeber und teilen mit den lokalen Händler diesen zusätzlichen Gewinn.

Der Karteninhaber kann je nach der herausgebenden Bank und deren Konditionen verlieren oder sein Endbetrag bleibt der gleiche.

Weitere Informationen:

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11 Kommentare

  1. Die VISA Bonus Card verlangt zum Beispiel nur 2%.

    Ich nehme an, «nur» ist sarkastisch gemeint?

  2. Na ja, leider gibt es in diesem Bereich keine Firmen die das für Lau machen. Oder kennst du einen Kreditkartenherausgeber in der Schweiz mit weniger Aufschlag auf Fremdwährungstransaktionen?

  3. Oder kennst du einen Kreditkartenherausgeber in der Schweiz mit weniger Aufschlag auf Fremdwährungstransaktionen?

    Ja … die 2 Prozent Zuschlag sind typisch für «kostenlose» Kreditkarten wie die Visa Bonus Card oder die Karten mit dem Branding von Coop und Migros. Bei der Visa Classic Card via Postfinance (und damit via UBS) zahlt man 0,9 Prozent.

    Dein Blogeintrag ist übrigens sehr informativ. Mir fiel in letzter Zeit häufig auf, dass mich Online-Einkaufssites wie Amazon zur Bezahlung in CHF drängen wollten. Ich fragte mich jeweils wieso und ging sogar davon aus, dadurch den Fremdwährungszuschlag sparen zu können. So wie Du es beschreibst, ist dies aber nicht der Fall, ich zahle so oder so einen Zuschlag auf den Kaufpreis, der entsprechende Profit fällt bloss anderswo an.

    Ich hoffe, Du bloggst wieder vermehrt über Themen in diesem Kontexts. Du bist ja vom Fach und hattest früher AFAIK sogar ein spezialisiertes Blog dazu, nicht?

  4. @mds
    Danke für dein Feedback. Ich bin gerade dabei zu überprüfen ob die VISA Bonus Card noch das richtige für mich ist. Ich habe gemerkt dass ich die Gutscheine kaum einzusetzen weiss. Ich überlege mir nun auf ein Bonus System mit Cashback oder zumindest Meilen oder Superpunkte umzusteigen. Halt etwas das ich auch brauchen kann. (Und bei den Meilen hat man den Vorteil dass diese dann auch nicht verfallen)

  5. Flugmeilen, noch so ein Thema … beispielsweise im Bezug auf die Schwierigkeiten beim Einlösen.

    Bei Kreditkarten nutze ich im Inland jene von Coop und Migros – man erhält sie gratis, im Inland fallen keine zusätzlichen Gebühren an, und man kann bei Coop und Migros von Aktionen im Zusammenhang mit der jeweiligen Kundenkarte profitieren.

    Im Ausland nutze ich jeweils eine Kreditkarte mit maximal CHF 50 Jahresgebühr und maximal einem Prozent Zuschlag für Transaktionen in Fremdwährungen. Bis vor kurzem nutze ich eine UBS-Kreditkarte, nun eine von PostFinance (wobei das indirekt wiederum eine UBS-Kreditkarte ist).

    Für Versicherungen und sonstige Leistungen per Kreditkarte interessiere ich mich nicht. Einerseits möchte ich nicht immer per Kreditkarte zahlen müssen, andererseits habe ich diese Leistungen (beispielsweise Reiseversicherung) sowieso schon anderswo eingekauft.

  6. Ich bedanke mich für diesen informativen Beitrag des Spezialisten. Für mich war es immer unklar, ob ich mit DCC nun besser oder schlechter fahre, und habe mich gefragt, ob ich dann Fremdwährung oder CHF wählen soll. Wie sich herausstellt, kann der Karteninhaber im Geschäft kaum Abschätzen, mit welcher Währung, dass er besser fährt.

  7. Sehr interessanter Artikel. Wie sieht’s aus, wenn ich z.B. eine Maestro-Karte auf ein EUR-Konto bei der Bank habe? Ich könnte dann zum (vorteilhafteren) Devisenkurs einen Übertrag vom CHF- aufs EUR-Konto bei meiner Bank veranlassen. Die Zahlung in den Euro-Ländern würde mit der Maestro-Karte dann ja in der Landeswährung geschehen und ich hätte keine weitere Währungsumrechnung mehr. Oder werden auch in diesem Fall Kommissionen erhoben?

  8. @rico
    Natürlich ist eine Mastercard oder VISA in Euro oder Dollar (gibts glaub bei Viseca) das ideale wenn man viel im Euro Raum unterwegs ist und eventuell als Firma auch teilweise in Euro Geschäfte macht oder eben als Banker seine Devisen selber verwaltet. Dann wird natürlich DCC keine Rolle spielen da ja die Transaktionen durchgehend in Euro sind. Kommissionen werden gegenüber dem Konsumenten, Karteninhaber keine erhoben. Der Händler muss aber dem Terminalbetreiber ein Disagio von ca. 1 – 3% abgeben wobei davon dann wieder was als Interchange Gebühren unter den verschiedenen Parteien verteilt wird. (Und bei DCC Transaktionen wird dieses Disagio dann eigentlich quersubventioniert und der Händler spart)

  9. Pingback: Bei Amazon in Landeswährung bezahlen • amazon, banken, dcc, interchange, kreditkarte, währung • leumund.ch

  10. das thema ist sehr interessant und evtl. könntest du es wiedereinmal aufnehmen. habe heute von einem geschäftsmann gehört, dass er überraschenderweise weniger mit einer DCC-zahlung zahlt, als in der lokalwährung mit nachträglichem fremdwährungszuschlag durch seinen kartenherausgeber.

    die kartenherausgeber raten ja von DCC ab, der grund ist ja erkennbar. wie ist die situation heute?. soll man im ausland in CHF zahlen, sofern der verkäufer dies ermöglicht?

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