Die Namics AG lanciert heute um elf Uhr eine neue Website und verabschiedet sich von ihrem bisherigen Logo. Im Gegensatz zu anderen Firmen hat Namics aber kein neues Logo kreiert sondern lanciert die Namics Wortmarke.
Hier die offizielle Beschreibung zu dieser neuen Art von Markenidentität von @sufranke:
Es ist soweit. Ab morgen hat Namics kein Logo und spezifische Unternehmensfarbe mehr.
Im Sinne der Social Media Kultur, setzen wir auf eine dynamische Wortmarke. Alle Mitarbeiter laden diese nach Tagesform und -thema inhaltlich auf. Das Ergebnis ist eine sich ständig wandelnde Wortmarke, die zu einer aktuellen Situation, einer Konferenz und vorallem zu einer oder mehreren Personen passt. Inhaltlich und farblich. Der Mensch steht im Mittelpunkt. Wir vertrauen allen Namicslern unsere Marke an. So generiert sie sich auf der Website beispielsweise aus Flickr-Bild-Bezeichungen, Blog-Posts, internen Posts, aktiven Worteingaben etc.
Ein sehr spannendes Experiment, das für Präsentationen natürlich prädestiniert ist und mir als Typomenschen sehr gut gefällt.
Die Website als solches ist neu sehr aufgeräumt und verfügt über grosszügige Weissräume. Mich erinnert die Website natürlich sofort an das Thesis Theme.
(Ich könnte mir sogar vorstellen den Header von diesem Blog ein wenig ähnlich zu gestalten wie Namics. Nur dass ich dann irgendwelche Random Tags vor den LeuMund stellen würde die auch klickbar sind. Aber damit warte ich jetzt ein paar Wochen)
Die Navigation rechts ist mit Taten / Wissen / Menschen supersimpel und gezielt. Am besten gefällt mir die Abteilung Menschen, wo man die Namics Mitarbeiter nach Standort, Kompetenz und Nachname ansehen kann. Man setzt voll auf den Mensch und die Mitarbeiter.
Schon seit langem befasst sich Namics sehr intensiv mit den neuen Medien und hat auch schon immer die Blogszene und auch Twitter in ihre Aktionen einbezogen. Für mich ist es sehr interessant zu sehen wie sich Firmen ein Image über diese Tools und Kommunikationskanäle geben und es dann auch schaffen ein solches Image in Ihren Auftritt umzusetzen.
Das einzige was bei Namics noch fehlt ist ein @nicoleblum Account auf Twitter. Aber irgendjemand muss wohl auch bei Namics arbeiten.
Die neue Site wird heute ab 11h00 unter namics.com zugänglich sein.


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interessante, hybrid
Naja, die Idee kein Logo zu haben klingt zwar innovativ, ist aber aus meiner Sicht ein Fehler. Und zwar der Gleiche, wie ihn viele Architekten z.B. machen: “…wir haben kein Logo, wir schreiben einfach unser Name mit Helvetica Neue in Türkis…”. Tja, ist eben trotzdem ein Logo. Oder eine Logotype. Oder wie ihr dem sagen wollt. Ohne Logo verliert ihr das optische Gesicht und an Eigenständigkeit. Meine Meinung.
@dworni
Das interessante ist ja dass Namics das ganze experimentell macht. Wenn man merkt es ist ein Fehler sich ohne richtiges Logo zu präsentieren kann man in ein paar Monaten das ganze wieder überdenken. Das macht ja für mich auch die Innovation in der ganzen Sache aus. Man wird 2.0, man bewegt sich, man versucht etwas und wenns nicht klappt kann man sich weiterbewegen. Das entspricht der heutigen Zeit. Mir wurde auch gesagt dass das Redesign nur für 20% der Website fertig ist:
Insofern sicher kein Fehler, die jetztige Website abzulösen :-)
Auf ein klassisches Logo zu verzichten finde ich ein spannender Ansatz und genau die Dinge, die von “der Branche” als Fehler dargestellt werden, sind doch die Dinge, mit denen man sich von der Masse abhebt.
In diesem Sinn, wiedermal: unfollow @therules. Gut, namics.
@leumund: “Man wird 2.0, man bewegt sich, man versucht etwas und wenns nicht klappt kann man sich weiterbewegen.” Wenn dass nicht nur leere Worthülsen bleiben, weche hübsch bei der Sitzung mit der GL klangen, bin ich gespannt.
@Sam: ja, man hebt sich auch von der Masse ab, indem man alles klein schreibt. Oder bei den Headlines immer ein _Undeline-Zeichen zu Beginn verwendet. Man Curier benutzt und auf wirre Flash-Filmli statt Usability setzt, Websites zu 20% fertig launcht, Beta draufschreibt… Ich übertreibe jetzt extra etwas. Ich bin halt eher konservativ in gewissen Ansichten. Und habe ein wachsames Auge, auf Dinge, welche “Aus der Not eine Tugend” zu machen scheinen (nicht dass ich das jetzt Namics unterstelle). Z.B. http://www.galileodesign.de/ haben ein Symbol im Logo welches den einen Planeten zeigt um den wiederum kleinere Planeten (?) kreisen. Es gibt nun viele verschiedene Logos mit verschiedenen Zuständen dieses Symbols. Wurde in Grafikzeitschriften als super innovativ herumgereicht. Meine Meinung dazu: lustige Idee vom Grafiker, aufwändigere Handhabung, Message beim Endbenutzer = ?
“Aber irgendjemand muss wohl auch bei Namics arbeiten.” Kommunikation ist auch Arbeit. Oder so. Namics. ;)
Freue mich auf die neue Website!
Genau so soll es sein: Die Diskussion ist bereichernd und nicht (nur) die Idee und deren Umsetzung.
Ganz am Anfang steht natürlich, dass wir kein Massenprodukt sind/haben, welches am Kiosk den potentiellen Käufer zuverlässig anschreien muss. Für uns ist es wichtiger, dass Menschen die an Namics interessiert sind, ein ehrliches Bild erhalten. Und keines, welches in der Malerei vorbereitet wurde. Denn spätestens wenn wir Lösungsvorschläge präsentieren oder unsere Leistung erbringen dürfen, geht es um Menschen. Weshalb am Anfang die Menschen (und nicht die CD-Polizei)?
Interessant an der entstehenden Diskussion ist die Aussage, dass wir kein Logo mehr haben. Das stimmt nicht. Wir haben kein *einziges* Logo mehr, aber eines, welches sich aus realen Inhalte zusammensetzt. Die Aussagen/Worte stammen ausschliesslich von Mitarbeitern. Oder in anderen Worten: Namics ist nur Inhalt. Herausfordend die die Wandelbarkeit des Logos, aber auch eine grosse Chance.
Ich freue mich auf die Menschen die unsere Marke aufladen (dürfen) und auf die Erfahrungen/Erkenntnisse.
Vorab, find’s mutig von namics, so ganz ohne Logo daher zu kommen.
Bin gespannt wie’s ankommt aber das würde man dann wohl nur von namics selber erfahren. Denn für uns als Branchenkenner, und das sind hier alle, wird’s keinen Unterschied machen, namics bleibt namics. Interessant wäre zu hören, was Leute meinen, die namics nicht kennen.
@leumund das mit dem Zurückwechseln sehe ich als nicht so einfach. Ich hatte das bei The Post Office erlebt. Man hat auf Consignia gerebrandet und ging ein paar Monate später wieder retour auf The Post Office. Das kam nicht sehr gut an, allerdings war allen klar, dass Consignia ein Flop war und darum war auch keiner böse als es dann wieder The Post Office hiess.
@philiip sauber
Man wechselt ja nicht den Namen sondern nur das Erscheinungsbild. Daher denke ich dass sich das ganze auch entwickeln kann.
Ich habe übrigens im Namics Fotopool noch Bilder über die internen Massnahmen zur neuen Marke entdeckt. So ein Notizbuch wär schon was tolles. :-)
@leumund Welche Farbe? Kannst Du gerne bei uns in Zürich abholen!
Web 2.0 ist in aller Munde, nur irgendwie getraut sich keine Unternehmung so richtig Web 2.0 zu sein, oder sie wissen nicht wie. Nicht nur die Geschichte mit dem Logo, sondern die ganze Veränderung ist ein Schritt, der für mich sehr innovativ ist und den Andere vermutlich nie tun werden (die bleiben dann bei Web 1.75).
Ich finde das Ganze wirklich mutig und interessant. Mich beeindruckt auch der “Mut zum (potentiellen) Fehler” und auch der Fokus auf die Mitarbeiter/Menschen. Als Person, welche eigentlich nicht mit namics am Hut hat, strahlt der Auftritt für mich Kompetenz. Vertrauen in die Mitarbeiter. und Innovation. aus, das gefällt mir sehr und ist sehr sympatisch. (Jetzt ganz auf der emotionalen Ebene gesprochen.)
(Ausserdem finde ich es gerade etwas befremdlich wie sehr mich die Visitenkarten, Notizbücher und Shirts begeistern. Es fühlt sich an, als wäre da gerade ein neues Gadget herausgekommen, welches man umbedingt haben möchte.)
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