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Moderne Märchen: Janzz und Joiz.

Die Anzeichen für eine bald platzende Web 2.0 Blase sind eindeutig gegeben, wenn auf einmal in der Schweiz Crossmediale Fernsehsender mit Nischenprogramm oder die Suche/Biete Sektion von Xing als Businessportal mit horrenden Eintrittskosten und unglaublich erklärungsbedürftigen Abläufen Millionen erhalten. Ehrlich gesagt, ich glaube weder an Joiz noch an Janzz, lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.

23 Kommentare

  1. Pingback: yves maeder

  2. Pingback: yves maeder

  3. Ich denke bei Joiz könnte es durchaus klappen.
    Mich überzeugt das Konzept (bis auf die Sache mit der Übertragungstechnik) viel mehr als z.B. 3+.

    Das ist aber nur ein Bauchgefühl.
    Ich denke, dass eben FB auch für “Nicht Geeks” ganz normal ist und über dieses Element wird man wohl viele Zuschauer erreichen. Die schauen dann vielleicht sogar via Stream.
    Hier fragt sich aber: Kann man damit Geld verdienen?

  4. Mitmach-Formate sind sicherlich die Zukunft, ob es jetzt bei joiz klappt,ich môchte es ihnen gönnen,glaube aber,das es noch ca. 1-2 Jahre zu früh ist…
    Freue mich aber auf jedenfall schon sehr auf den Start und werde es genau beobachten.

  5. @digichris
    Ok, ich habe ja nicht mal einen Fernseher, wie soll ich das beurteilen. Und wie gesagt, ich möchte gerne vom Gegenteil überzeugt werden. Ansonsten bin ich der Meinung, dass sich Social Media und Fernsehen selber seinen Weg sucht. Siehe Schlag den Raab oder Wetten dass. Das ist interaktion, aber User generated.

    @Martin
    Ju, Mitmach Formate sind spannend, aber wenn man da schon mal eine Sendung die funktioniert hinkriegt wärs ein Erfolg. Ein ganzer Sender, mit Fokus auf eine Zielgruppe die auf Youtube Musik hört und sich auch Facebook dauerunterhaltet?

    P.S. geschrieben auf einem iPad???

  6. Pingback: Tobias Frommenwiler

  7. Pingback: Philipp Sauber

  8. Also mit meinem Medienverhalten kann ich leider fast nicht deiner Meinung sein. Bei mir läuft meistens der Fernseher, während ich deine Tweets begutachte, mit Kollegen auf Facebook chatte und meine grooveshark-playlist runterspiele. Das Fernsehen gibt mir dabei z.T. auch Kaufinpulse, aufgrund derer ich meine Kreditkarte zücke und mir im Internet kurz etwas kaufe. Auch beim Online-Radio hören verhält es sich ähnlich, da habe ich mir schon öfter schnell eine CD gekauft, von der ich grad einen Song gut fand.

  9. Gerade das Mitmachformat zwingt die Macher dazu, mindestens 12 Stunden, wenn nicht mehr, live zu gehen. Mit Aufzeichnungen und Wiederholungen gibts keine Interaktivität. Dies muss natürlich auch finanziert werden und erfordert vermutlich am Anfang einen langen, finanziellen Schnauf.
    Ich würde Joiz den Erfolg ja gönnen, glaube aber nicht wirklich daran.

  10. Also bei JOIZ muss man erst den Start abwarten um richtig beurteilen zu können, ob eine crossmediale Plattform Chancen hat. Mir persönlich gefällt das Konzept und die ‘Verpackung’ – melde mich dann im Februar wieder mit einer dedizierten Meinung.

    Bei JANZZ fehlt mir aber echt der ultimative Grund dafür, warum jetzt die Welt auf diese Plattform gewartet hat? Und wo will sich JANZZ nun genau platzieren? Job-Plattform vermischt mit XING? Ich glaube kaum, dass JANZZ in eine erfolgreiche Lücke springen wird. Keine Chance von mir aus gesehen …. (kann mich aber auch irren … schliesslich habe ich im Jahre 1995 zum Internet gesagt, dass kein Mensch dieses WWW-Zeug brauchen wird *duckundwech*) :)

  11. Pingback: Roger Basler

  12. Joiz hat mich in der Tat überzeugt. Ich habe schon recht viel vom Konzept der ganzen Sache gesehen und es sieht (im Vergleich zu anderen Sendern) einmal nach einem durchdachten Projekt aus.
    Viele Leute, die mich vor wenigen Jahren noch angelächelt haben, weil ich praktisch immer mit einem Smartphone online waren, sind jetzt sogar selber online – und natürlich vor allem auch auf Facebook.
    Da liegt es nahe, diese Dinge irgendwie zu vernetzen und für einen modernen Fernsehsender zu verwenden. Wird es geschickt gemacht, was ich sehr hoffe, kann dies durchaus klappen. Ich habe selber auch keinen Fernseher und Joiz wird auch als Stream vorhanden sein.

  13. Pingback: Michael Wendt

  14. Ich denke nicht, dass sich eine dieser beiden Dienstleistungen durchsetzen wird. Aber die Zeichen für eine neue Internet Blase scheinen tatsächlich gegeben. Wenn man dann noch die Bewertungen für Facebook, Groupon & Co. dazunimmt, dann runzelt sich die Stirn wie damals beim Crash im Jahre 2000/2001.

    Ich gebe der Chose noch 2 Jahre, dann ist die Luft ein weiteres Mal draussen – für exorbitante Bewertungen. Das Internet wird natürlich weiterwachsen und auch zahlreiche erfolgreiche Unternehmen 3.0 hervorbringen.

  15. Pingback: StartupMoney

  16. Jup zusammen.

    Möchte auch noch mein Brei dazugeben. Habe gerade von meinem Kollegen erfahren, dass er etwas über eine revolutionäre Page im TV gehört hat. Also er hat die Werbung gesehen. Kurzerhand habe ich mir die Seite mal angeschaut. Kurzum: Aufwändiges GUI, viel Werbung (TV etc.), viele involvierte Firmen (design, coding, presse?, etc.), technologisch aber (ganz entgegen der selbstverherrlichung im spot) nichts neues.

    Nun trotzdem aber denke ich dass die Seite so wie sie gestartet ist durchaus hohe Chancen hat sich einen Namen zu machen und die Geschäftsidee aufgehen wird. Warum? Wie es scheint hat da jemand einfach VIEL ZU VIEL Geld in der Tasche. Wenn die Jungs nur genug Werbung machen (Geld haben die ja genug wie es scheint) werden tonnenweise Menschen sich an der Plattform beteiligen denn; der Auftritt ist oberflächlich makellos.

    UND: Wenn diese Firma 4uGroupAG so tolle WEB-revolutionäre Ideen haben, warum werden dann die codes dafür von externen Firmen geschrieben? Das passt doch nicht..

    Wenn ich gmein wie ich bin mal raten darf tippe ich auf: 26, HSG Abschluss, scheiss reicher papi.

    Furz, Chris

  17. Hallo Chris
    Glück gehabt wurde dein Gruss nicht als Spam identifiziert. Ich denke einfach dass dieses Janzz so komplex aufgebaut ist, dass es auch mit extrem viel Werbung nicht funktionieren wird. Dazu kommt, dass in unseren Breitengraden der fixe Job immer noch das normale ist. Nur ein kleiner Teil bietet sein Wissen so an, dass mehrere Firmen davon profitieren könnten. Sucht er also eine neue Herausforderung, sucht er einen neuen Job. Dass das Konzept nicht aufgeht scheint sich auf jeden Fall zu bestätigen, in den 3 Wochen seitdem ich über die Site geschrieben habe ist die Userzahl lediglich von ca. 500 beim Start auf 960 heute gestiegen. Wenn dies zahlende User wären ein Erfolg, ich glaube aber, dass Janzz sehr viele Gratisaccounts verschenkt. Lustigerweise auch über Joiz.

  18. Hallo zusammen

    Ich betreibe die beiden Portale http://www.stellenspiegel.ch und www. bewerberspiegel.ch. Daher bin ich eine “kleine” Konkurrenz zu janzz. Allerdings sind unsere Bewerbunbsplattformen ganz einfach gestalttet und vor allem für Karriere- und Stellensuchende absolut kostenlos.

    Chris:
    Hinter janzz und auch joiz stehen nicht irgendwelche jungen HSG-Absolventen, sondern sehr potente Investoren. Bei janzz z.B. Peter Ohnemus und bei joiz Creathor Venture (eine Venture Capital Gesellschaft).

    Ob sich die beiden durchsetzen kann ich nicht einschätzen. Grundsätzlich wünsche ich allen Unternehmer Glück. Wenn janzz überleben will, muss diese vor allem dem Brachenleader jobs.ch Kunden abjagen.

  19. Ich denke, man muss die Sache ganz anders betrachten. Mir ist bisweilen kein Unternehmen bekannt, welches ein besseres Produkt anbietet als JANZZ. Die Plattform jobs.ch ist kein Vergleich. Es ist längst bekannt, dass unter anderem auch Suchmaschinen ein Auslaufmodell sein werden. Suchmaschinen waren eigentlich nie ein Teil der Vision, welche seiner Zeit Tim Berners-Lee hatte. Er wollte das Wissen der ganzen Menschheit in einem weltweiten Netzwerk abbilden. Tim Berners-Lee hat verstanden, worin der Unterschied zwischen Daten, Informationen und Wissen besteht.

    Web 3.0 ist sofern keine absolut neue Idee, es passt eher zur ursprünglichen Vision von Tim Berners-Lee. JANZZ ist hierbei womöglich die einzige Plattform im Arbeitsmarkt, welche es diesbezüglich gibt. Und die Zeit scheint allmählich reif zu sein, in der Tat neue Wege zu gehen. Dieser Meinung ist vermutlich auch die PubliGroupe, sie hat sich gemäss Medienmitteilung am 1. Juni 2011 am Projekt beteiligt.

  20. Zu Janzz: Ich finde die grundlegende Idee an sich eigentlich gut.

    In erster Linie ist aber hier klar zu erkennen das es der extrem starke Finanzielle Background ist der das Projekt antreibt,nicht die gepriesene Web 3.0 Technologie. Die halte ich in diesem Fall wirklich für ein Märchen.
    Web 3.0 würde ein semantisches Web voraussetzen, oder zumindest eine semantische Suche ermöglichen, was wiederum bedeuten würde: Information anhand ihrer Bedeutung zu verknüpfen. Die Suchfunktion würde ich hier als eines der grundlegenden Elemente für den Benutzer betrachten.

    Von dieser Semantik kann ich leider z.B im Fall der Suche auf Janzz gar nichts erkennen, Ich würde das eher als ein “matchmaking” im herkömmlichen Sinne wie es auf tausenden anderen Plattformen mal gut mal besser verwendet wird.

    Beispiel: Suche nach Tätigkeit: verkaufen. Was meiner Meinung nach alles was mit dieser Tätigkeit im Zusammenhang steht auch finden sollte. Es wird aber rein gar nichts gefunden, nicht einmal die vorhandenen Angebote für Verkäufer.
    Das ist meiner Meinung nach noch nicht mal eine Annäherung an Semantik.
    An diesem Konzept der Künstlichen Intelligenz beissen sich ganz andere Grössen schon seit Jahren die Zähne aus.

  21. Tim Berners-Lee hat das semantische Web als Komponenten vom Web 3.0 bezeichnet. Er sagte zudem im Jahr 2006:

    “People keep asking what Web 3.0 is. I think maybe when you’ve got an overlay of scalable vector graphics – everything rippling and folding and looking misty — on Web 2.0 and access to a semantic Web integrated across a huge space of data, you’ll have access to an unbelievable data resource…”

    Ich persönlich verstehe zurzeit den Begriff Web 3.0 gewissermassen als eine Epoche im World Wide Web.

    Man muss den Begriff Daten und den Begriff Informationen streng trennen. Ich denke, der Begriff Datenbank ist unterdessen geläufig. Es gibt Datenbankentwickler/-innen. Hinter JANZZ steckt nichts Anderes als eine Ontologie. Eine Ontologie ist womöglich eine andere Form von einer Datenbank, sie wird im Lehrbuch Fundamentals of Database Systems von Ramez Elmasri und Shamkant B. Navathe ansatzweise beschrieben.

    JANZZ ist genial, ich habe mehrmals eine Präsentation gesehen. Die Ontologie wird entwickelt, indem die bisweilen dem System noch nicht bekannten Begriffe nach einer sorgfältigen Evaluation eingeordnet werden. Man kann es aktuell auch mit einem 4jährigen Kind vergleichen, das System “kennt” noch längst nicht alle Begriffe. Es lernt täglich hinzu.

    Das Beispiel mit der Tätigkeit verkaufen kann ich nicht nachvollziehen, denn das System liefert einige Treffer: Detailhandelsfachmann/-frau, Verkäufer/-in etc. Probieren Sie in diesem Zusammenhang doch auch einmal den Begriff Management.

    Eines ist klar: JANZZ ist den konventionellen Inseraten haushoch überlegen. Ich erinnere mich im Zusammenhang mit Data Mining an ein berühmtes Zitat aus der amerikanischen Zeitschrift Byte, welches im Oktober 1995 publiziert wurde: “There ist gold in your data, but you can’t see it.”

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