Postfinance ID zu kompliziert?

21. Juli 2007 · 15 Kommentare · Allerlei

Das vor einem Jahr angekündete neue sichere System Postfinance ID für das online Banking Yellownet der Postfinance scheint bei den Benutzern nicht sehr gut anzukommen.

Einerseits basierend auf einer neuen Postfinance Karte die eine ID Funktion mitbringt und dem portablen Kartenleser soll das System die Sicherheit beim Postfinance online Banking erhöhen. Das neue System bei der Post im Detail als PDF Anleitung. Aus den 5 Schritten in der Anleitung werden dann beim Praxistest bei p-age.ch deren 10:

  1. Im Browser www.yellotnet.ch eingeben
  2. Benutzernummer eingeben
  3. Passwort eingeben
  4. Es erscheint ein Pfeil eine Nummer, die ist wichtig.
  5. Lesegerät hervorholen
  6. Kontokarte hervorholen und in Lesegerät stecken
  7. Die Nummer, die unter4. erschien, im Lesegerät eingeben
  8. PIN-Code (von der Karte) im Lesegerät eingeben
  9. Es erscheint ein 7- bis 9-stelliger Code
  10. Den Code, der unter 9. erschien, im Webbrowser eingeben. OK klicken.

Leider fehlt mir die entsprechende Ausrüstung um das selber zu verifizieren. Die Bemerkungen derjenigen die das neue System schon nutzen sind aber teilweise durchzogen:

Paddy:

Ich bin irgendwie kein Fan von Lösungen, die nur deswegen bestehen, weil dumme User auf Phishing reinfallen. Echt nicht.

Mit diesem tollen Gadget dauert’s aber etwa dreimal so lange, sich einzuloggen. Da muss ich mich also dreimal länger überwinden, mich von meinem Geld zu trennen.

Bloggingtom:

Hätte mir auch gewünscht, dass PostFinance das weniger komplizierte SecureID nutzen würde. Aber nach ein paar Tage üben habe ich auch das neue Yellownet-Login-Prozedere im Griff

Gerry:

Diese Postfinance lösung finde ich auch extrem nervend, inakzeptabel. Mann, habe ich geflucht, als ich das erste Mal den Mist eingeben musste. Wahrscheinlich werde ich mein Postkonto wegen diesem Prozedere auflösen…

Welche Erfahrungen haben Sie mit dem neuen System gemacht? Praktisch? Kompliziert? Schreiben Sie es hier in die Kommentare.

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1 Renato 21. Juli 2007 um 13:12

Ich finde es jetzt nicht sooo kompliziert und umständlich! Ich denke es gibt andere Token mit wesentlich kleineren Tasten. Bei der CS mit der SecurID ist es ja mittlerweilen auch so, dass man beim einloggen den Code eingeben muss UND bei der ersten Zahlung. Ist auch umständlich. Aber, wenn es der Sicherheit dient, warum nicht!

2 Dominik 21. Juli 2007 um 13:51

Kompliziert ist es nicht aber wie schon Paddy angesprochen muss ich mich wegen ein paar deppen jedesmal ziemlich mühsam einloggen.
Schlussendlich ist es für mich fraglich ob es wirklich mehr Sicherheit bringt. Naja, die Post muss es wissen.

3 wurzelkind 21. Juli 2007 um 23:29

Wie so oft, wenn es etwas Neues gibt, wird mal wieder sinnlos rumgemotzt. Klar dauert es ein paar Sekunden länger sich einzuloggen, aber wenn man das System einmal erlickt hat, kommt man doch sehr zügig voran.

4 Andreas Moser 27. Juli 2007 um 11:08

Seit der Einführung dieses Systems ist einer der Vorteile des E-Bankings verloren gegangen: Man kann sich nicht mehr von überall her einloggen, denn wer hat schon immer diesen gelben Micky Maus Rechner dabei?

Nützlicher wäre es, wenn man beim E-Banking Limiten setzen könnte, per SMS benachrichtigt würde bei Abbuchungen oder einen readonly Modus setzen könnte (nur Abfragen möglich).

5 Markus 27. Juli 2007 um 13:29

Gleicher Meinung wie Andreas. Der Mobilitätsverlust ist ärgerlich. Das bisherige System bot mir ausreichend Sicherheit.

6 Tom 27. Juli 2007 um 13:34

Im Grossen und Ganzen finde ich das “neue” System gar nicht mal sooo verkehrt, fand ich diese kleinen pfrimelkärtli mit den Codes die man nur all zu leicht verliert doch schon ziemlich mühsam.

Dagegen lobe ich mir nun dieses grosse klobige gelbe Mickimaus Teil … das kann man nicht verlegen…

aber das Prozedere an und für sich finde ich nicht schlimm…

7 Werner 8. August 2007 um 15:24

Naja, eigentlich hab ich mir das etwas anders vorgestellt. Ich dachte, ich bekomm da was für den PC und hab nach dem Kabel gesucht, bis ich gemerkt hab, dass ich damit keineswegs einfach mal schnell die Karte einstecken und den PIN eingeben kann und “Schwups schon is man drin”.

Etwas umständlich, dafür verlier ich die Access Card wohl nicht mehr.

Nur, dass ich mich jetzt nur noch Zuhause einloggen kann (denn auch ich schlepp den “Taschenrechner” nicht mit mir rum), das nervt.

8 Christian Leu 8. August 2007 um 15:51

Für unterwegs gibts ja den Pocketreader. Eventuell etwas für dich?

9 Hans 31. Dezember 2007 um 02:51

Also ein solches Gejammer habe ich noch nie gelesen. Was bitte schön ist an der Prozedur so schwierig und soviel mehr Zeit benötigt es auch nicht. Deswegen sein Postkonto zu kündigen, ist doch sehr “strange”. Na ja, ich möchte ja nicht das Gejammer erleben, welche solche Leute verschreien, wenn ihr Geld weg ist, nur weil die Sicherheitsstufe zu tief war und das Eingabeprozedere ganz wenig Zeit nahm. Oder einen anderen Vorschlag: Räumt das Geld vom Postkonto und legt es unter Euer Schlafkissen…so ist es auch ganz ganz ganz sicher und frisst keine Zeit mmmhhmmm.

Ich für meinen Teil bin sehr zufrieden damit und bin froh, dass die Post dies einführte, so dass meine Sicherheit gewahrt bleibt und meine Millionen unangetastet.

10 Hartmut 8. Juni 2008 um 23:25

Verstehe das Gejammer auch nicht. Habe das System schon seit 7 Jahren auf meinem niederländischen Konto im Einsatz. Hab jetzt eben einen gelben und einen grünen kartenleser in der Laptoptasche….
Ich brauche jedenfalls immer ca. 5-10 Sekunden, dann bin ich drin…

11 Roger Schneller 18. Oktober 2009 um 14:55

Roger

Ich bin sehr glücklich über diese Einrichtung. Diese vielleicht etwas umständlichere Eingabetätigkeit wird wohl nicht wirklich aus Spass kreiert und sollte ja unserer berechtigter Sorge um die Sicherheit dienen.
Diese Karte habe ich auch oft unterwegs dabei und bin auch in wenigen sekunden im System drin. Ich schätze diese Unabhängigkeit sehr für die selbständige Überwachung meines Kontos. Mich erstaunt eigentlich umso mehr, wieviele Karten so die Leute in den Läden den umstehenden Leuten so offenbaren, sozusagen wie Trophäensammlungen und dazu noch all diese Kummuluskarten – oder?…

12 Thomas Huonker 9. Februar 2010 um 13:51

Das Loginverfahren bei E-Finance ist entsetzlich kompliziert.
Ob es sicherer st als andere Verfahren, kann ich nicht wissen.
Aber komplizierter ist es.
Diese die Mobilität verunmöglichenden Kästchen haben unterdessen
leider auch andere eingeführt.
Faktisch werden die Vereinfachungen durchs Internet so aufgehoben.
Schade.
Thomas Huonker

13 Chiaki 24. Februar 2010 um 10:32

Das Login mit Karte und Lesegerät, ist ja nun wirklich nicht kompliziert. Und für unterwegs kann man Saldo, letze Buchungen, sowie kleinere Zahlungen auch per SMS erledigen. Für den kleinen Endverbraucher ist das Loginverfahren und seine erweiterten Möglichkeiten völlig ausreichend, und die Millionen-verwaltenden Geschäftsmänner haben eh immer eine gefüllte Aktentasche dabei – da ist sicher Platz für einen extra Taschenrechner :-)

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