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2009 ist 1984

Das neuste Spielzeug für die Mitglieder der Piratenpartei ist endlich da. Google Latitude wurde gestern für das iPhone freigegeben. Nicht als App, sondern als Mobile Website für Safari. Genial, dass es nun auch möglich ist in Webapplikationen Informationen über den Standort zu erhalten. Damit wird nämlich mein Lösungsvorschlag vom letzten Jahr komplett überflüssig.

Mit dem iPhone funktioniert Google Latitude indem man in Safari google.com/latitude ansurft. Dabei wird zuerst von Safari gefragt ob die Applikation GPS und Positionsdaten benutzen darf, danach muss man erneut google.com erlauben die Position zu benutzen. Man gibt also die eigenen Positionsdaten selektiv frei.

Dasselbe geschieht dann sobald man Freunde hinzufügt. Man kann wählen zwischen keiner Freigabe der Standortinformation, grober Freigabe der Standortinformation und genauer Freigabe der Standortinformationen.

Im Endeffekt wird uns Google Latitude in den nächsten Jahren sicher mehr zu denken geben als alles zuvor. Die bestehenden Standortdienste wie Brightkite werden Mühe haben sich gegen die Google Variante durchzusetzen. Falls Google dazu auch noch ein API anbieten wird können sich wiederum interessante Applikationen und Mashups bilden.

Im Moment scheint man vorallem deswegen auf Safari zu setzen um die Wünsche nach always on Standortinformationen zu blockieren. Denn aktuell wird Google meinen Standort nur weitererzählen wenn ich es erlaube. Sollte irgendwann mal die Applikation im Hintergrund auf meinem Telefon laufen wird es unkontrollierbar.

Gerade bei Kontrollfreaks läuft dann Gefahr dass sie damit Missbrauch treiben um die geliebte Ehefrau zu überwachen. Wir sind gespannt was in einigen Wochen die Datenschützer dazu sagen werden.

Ach und ja, wer mir seine Position mitteilen will: christian.leu (at) gmail.com

Update 25.2009
Hier mal eine Ansicht aus dem Google Latitude Gadget von heute:
demo-latitude

5 Kommentare

  1. Vorhin noch in Gurwolf und jetzt schon in Polen??

    mal schauen wie sich das entwickelt, die Idee ist Interessant. Ein Nachteil könnte es sein das es nichts bringt, weil man ja nicht alle 30min die Website aufruft, somit bringts auch für Kollegen nichts weil der Standort nie aktuell ist. Einen effektiven Nutzen sehe ich noch nicht.

    Man könnte es vielleicht nutzen wenn man z.B. in einer Stadt ist, und den Kollegen den Standort mitteilen möchte damit man sich findet. Nur ist der Standort nie ganz genau, sondern bei mir bis jetzt um jeweils einige hundert Meter verschoben.

    Der chm nutzt auch Latitude? Komisch, wenn ich meine Kontakte durchsuche wird bei seinem nicht angezeigt das er es nutzt…

  2. Naja, ich finde es einen Nachteil, dass die Applikation nicht im Hintergrund läuft. Richtig nützlich wird die Sache doch erst, wenn der AKTUELLE Standort angezeigt wird und nicht der vom letzten Login. Google würde aus eigenem Interesse dazu schauen, dass das ganze für den Benutzer nicht unkontrollierbar wird.
    Ach ja: thierry.hinder@g…

  3. Ich finde solche Services sehr faszinierend. Plazes hatte uns ja schon früh angefixt, aber die haben es irgendwie nicht mit der nötigen Ernsthaftigkeit betrieben. Brightkite war zwar ein grosser Schritt vorwärts, aber das Ding kann irgendwie zuviel. Da gefällt mir Latitude bis jetzt am besten.

  4. Pingback: Google Latitude: Auch ich bin dabei! | tippsblog.ch

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