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2011, das Social Dating Jahr!

Schon seit längerer Zeit mache ich mir Gedanken über die Möglichkeiten von Social Media im Bereich Dating. Interessanterweise ist ja eines des für jeden Menschen wichtigsten Themen, die Partnersuche zwar mittlerweile im Internet etabliert, aber die Trends die Facebook und co. mitgebracht haben sind dort noch vollkommen unsichtbar.

Die Partnersuche findet im Internet auf geschlossenen Plattformen statt. Die verschiedenen Anbieter bieten sich als anonyme Tummelplätze an, auf denen alles gegen Geld zu haben wird. Gemäss einem Artikel in der NZZ vom letzten Sonntag erzielen die verschiedenen Partnervermittler im Internet mittlerweile einen Umsatz von ca. 30 Millionen Franken im Jahr, über 700’000 Schweizer und Schweizerinnen suchen auf diesen Plattformen Ihr Glück.

Ein Riesenbusiness, in dem niemand Gefallen daran finden würde wenn die Social Media Kanäle auf einmal das Thema Dating in die Öffentlichkeit und die offenen Netze bringen würde:

  1. Wenn auf Facebook Singles von Ihren Freunden in der Timeline vorgestellt würden, würde man echte Empfehlungen im Freundeskreis machen.
  2. Wenn Twitter weniger verklemmt wäre und bekennende Singles mehr retweetet und empfohlen würden.

Die Entabuisierung des Datings im Netz ist notwendig und wir haben die Tools in der Hand. Mehr als 2 Millionen Menschen benutzen Facebook in der Schweiz, unsere Freunde sind mit einem Klick erreichbar aber wir verstecken uns hinter Pseudonymen wie CHDVRCVP.

Aber wie ich auf Twitter sehen kann, kaum twittert man über Parship und co. wird es bedenklich still, niemand reagiert auf solche Tweets, auch wenn 10% der Gesellschaft sich auf diesen Plattformen rumtummelt.

2011 wird das Jahr in dem Social Dating seinen Durchbruch hat und die Anbieter der geschlossenen Systeme schlussendlich den kürzeren ziehen! Welche Konzepte sind es, die morgen den Durchbruch haben werden?

21 Kommentare

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  6. Intressante These. Was die Sache mit dem Umsatz betrifft, muss ich sagen, schon klar machen die so viel Umsatz. Bei so horrenden Preisen die die verlangen kein Wunder.

    Jetzt fehlen nur die Plattformen für einen Austausch. Oder zumindest die Mittel, denn ich glaube kaum das Facebook in absehbarer Zeit ein Tool direkt integrieren wird welches einem einen Partnervorschlag aus den eigenen Freunden machen kann. Bei Twitter ist das wohl etwas anderes… ;)

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  10. wollen wir wirklich von unseren „Freunden“ auf Facebook Beziehungen vermittelt bekommen?

    Falls es denn mal klappt super, aber in den meisten Fällen wirds das nicht. Dann müssen die Freunde der Freunde mit Dingen wie Ablehnung und Zurückweisung leben.

    Aber die Idee der Open-Single-Pools hat sicher was. Ich würd aber vielleicht die Möglichkeit der Initiative bei der Kontaktaufnahme mal auf die Frauen begrenzen.

  11. Wenn Social Media einfach nur die Online-Variante des Offline-Lebens ist, dann wollen vielleicht viele sich einfach dort tummeln, wo andere sich tummeln – ob nun single oder suchend oder nicht… somit stimme ich zu: dedizierte Dating-Plattformen werden an Gewicht verlieren (wie Single-Parties doch auch (?)). (Ausser vielleicht im Bereich Ü40/Ü50 – da spielt das Geld keine Rolle, man zahlt doch lieber für die Diskretion/Anonymität.)

    But then again: bin da nicht so sehr vom Fach :-) #single

    Was ich aber finde: Facebook ist kein Netzwerk, um neue Leute kennen zu lernen (man addet ja „Freunde“ nur, wenn man einen Bezug hat) – und das ist ein Schwachpunkt. Twitter ist gänzlich unbedeutend (keine Verbreitung). Xing/Linkedin sind deutlich geschäftlich. Es gibt nichts (??!).

    Wenn man nun ein „Facebook“ mit dem Motto: Gleichgesinnte kennen lernen (also zB Konzertfreunde, Geocaching-Freunde, Spaghetti-Koch-Freunde, Squash-Partner etc) kreieren könnte, in der Leute mit echtem Namen unterwegs sind – aber mit der Offenheit, neue Leute kennen zu lernen, könnte das Erfolg haben.

    Das wäre auch etwas für Nicht-Singles – quasi Vereinsleben ohne Feuerwehr und Hosenträger – und wäre eben: ein Tummelplatz ob nun suchend oder nicht. Würde doch gerne Leute kennen lernen, die auch gerne kleine Klubkonzerte besuchen ;-)

    (Then again: vielleicht wollen sich nicht alle „Online-Vereine“ auf EINER Plattform treffen, dafür gäbe es verstreute, separate BuddyPress-Installationen und Ning-Communities – hilft aber nicht für die Sichtbarkeit)

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  13. @spot
    Wir wollen das in etwa genauso wie dass uns Freunde mit deren Freundinnen verkuppeln wollen. Eigentlich gar nicht. Dennoch werden viele Beziehungen aufgrund gemeinsamer Freunde geschlossen. Ein Prinzip, das auch in Facebook funktionieren kann. Dies ohne gross viel zu tun.

    @sam
    Ich denke du bringst es auf den Punkt, die 20 jährigen werden wohl nie bezahlende Kunden eines solchen Dienstes. Die wachsen mit den Social Networks auf und sind bestens vernetzt. Eh, ich denke heute ist es für die Jungen viel einfacher aufeinander zuzugehen und sich abzuchecken. Die sind ja dauerverbunden über diese Dienste. Daher ist sicher im Moment auch die Blütezeit der Online Partnervermittlungen. Die Zielgruppe wird ja im Artikel klar auf die Restposten, 35 – 50 jährigen angegeben.

    Im Endeffekt denke ich einfach, dass die Datingbranche hier sich mehr zu den Social Media Plattformen öffnen könnte. Vielleicht durch einen Tweet this oder Share Button. Bisserl offenheit und transparenz schadet niemanden, und nutzen müsste das ja niemand. Muss mal mit Swissflirt.ch sprechen.

  14. Diese Offenheit wird erst von einer Dating-Plattform kommen, die von jüngeren betrieben wird. Ich behaupte mal, da denkst du „jünger“ als die Betreiber solcher Plattformen. Die bestehenden Plattformen scheinen nach deinem Beschrieb „old-school“ zu sein.

    Auch in anderen Themen, die für ältere Semester eher privat bis tabu sind – zB Glauben (ein Thema, an dem ich dran bin) – besteht in jüngeren Generationen ein offener, unverklemmter Dialog. Das verstehen viele der Leitenden in relevanten Organisationen leider noch nicht.

    Wir müssen wohl selber Dinge in die Hand nehmen – oder den Weg für Jüngere bahnen. Und ständig im Dialog bleiben. Das kann pickelhart sein, leider. Nehme jetzt aber nicht an, dass dies in diesem Dating-Portal-Fall zutrifft ;-)

    (Müssten solche Plattformen nicht in Facebook integriert sein via Facebook-Applikationen und Nachrichten wie „Christian asked Christina out to the cinema via DateVille“ und „Christian bought a bunch of roses in DateVille“ in die Timeline senden? Gäbe sicher einiges an Stoff für „Likes“ und lustigen Diskussionen)

  15. Ich konnte meine beste Freundin erfolgreich nach 11 Jahren Single-Dasein via parship.ch verkuppeln. Sie ist „eigentlich“ eine Offline-Persönlichkeit und fand die Idee der Traummann suche im Internet gar nicht prickelnd.. denn, auf kostenlosen Flirt-Seiten ist das Problem, dass sich dort auch viele schlechte Leute tummeln. Parship ist meiner Meinung nach „eigentlich“ viel zu teuer – doch wem die liebe etwas wert ist, gibt auch Geld dafür aus. soll heissen: wer sich wirklich verlieben will, der bezahlt auch gerne was dafür und sind wir ehrlich: das Konzept geht auf! (Schon alleine durch diesen Psychotest) :D

    *Tip hier: Registrieren und ca 4 – 6 Wochen warten, dann kommen dann die 3 für 2 oder 50% Angebote geflogen :D*

    Doch meine Meinung steht: Alles was kostenlos ist, zieht auch die falschen Leute an. Und wer in der Liebe zu viel enttäuscht wurde, wird lieber etwas dafür bezahlen :D

    Gruss Mona

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  17. Mit einer schlauen Facebook App könnte man ziemlich viele Daten matchen und so mögliche Singles in der Region und den entsprechenden Interessen anzeigen lassen. Das wär doch mal eine hilfreiche App, oder nicht?

  18. Pingback: Kuerschi

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  20. Pingback: Friendadvisor, oder wann wird Dating endlich richtig Social? • Der LeuMund.ch

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