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Blogmagazin der Schweiz

Nachdem bekannt wurde dass Slug.ch zu kaufen ist wurde sehr schnell offensichtlich dass die Anzahl Besucher auf der Domain Slug.ch mit durchschnittlich 500 besucher am Tag relativ gering ist. Auf jeden Fall geringer als viele angenommen haben.

Das heisst aber auch, dass eine Marke die unter den Bloggern sehr bekannt ist, ausserhalb der Szene aber total unbekannt sein kann. Auch wenn ich heute nicht wirklich an neuen Projekten interessiert bin sehe ich dennoch ein grosses Potential in einer moderierten Aggregatorenseite.

Eine Site die wie ein Newsportal (20min, Bluewin) im Magazinstyle aufgebaut ist und in verschiedenen Rubriken Artikel einbindet. Mit der Möglichkeit auch Kommentare einzubinden könnte dies eine Art alternatives Newsportal werden. Voraussetzung wäre die Einwilligung der Blogger dass der Content weiterverwendet wird und ein Vermarktungskonzept in dem die einzelnen Blogger an der kommerziellen Vermarktung Ihrer Beiträge beteiligt sind.

Da Slug.ch bisher keine solchen Mechanismen kennt wird es auch schwierig sein basierend auf Slug.ch ein neues Modell aufzubauen. In Anbetracht dieser Tatsache und der kleinen Bekanntheit ausserhalb der Blogszene sollte sich eine Investition in ein komplett neues Kundenorientiertes Blogmagazin eigentlich besser auszahlen als die Übernahme von Slug.ch.

Technisch kann heute ein Aggregator sehr einfach auf Basis und mittels der Google Reader Technologie aufgebaut werden. Inklusive der Möglichkeit über Tags den Content in Kategorien aufzuteilen. Ein Beispiel wie basierend auf der Google Technik News aggregiert werden bietet Feedly.

69 Kommentare

  1. so eine art gegenstück zu facts.ch? aber nur mit blog-content? interessante idee.

  2. count me in … ;-)

    Also ich wäre daran interessiert einerseits als Zulieferer zu fungieren und andererseits bei der Seite zu helfen…

    Je nach dem finanziellen Aufwand den die Übernahme von slug.ch bedeuten würde, wäre die Integration oder langsame Migration schon interessant.
    Schliesslich ist Slug.ch halt doch schon ziemlich bekannt unter den Bloggern und 500 Besucher am Tag sind ein guter Anfang für so ein Projekt.

  3. @chliitierchnübler
    danke für den Hinweis. Wie immer plane ich Projekte ohne mich um das Interesse von irgendjemandem zu kümmern. :-) So wie die Tagesanzeige…

  4. Yo, Sir Loi hat es richtig gesehen, finde ich. slug.ch ist eine reine Inzest-Plattform, die „Nichtbloggende“ kaum interessieren dürfte. Aber daran krankt meiner Meinung nach die ganze Szene. Deswegen wäre Sir Loi’s Idee einen Schritt in die richtige Richtung.

  5. Genau!

    Was an slug fehlt, um publikumsanziehend zu wirken, ist eine Aufbereitung der Inhalte – nicht zuletzt in Kategorien und mit Bildern etc…

    Sonst bleibt sowas streng eine Plattform für ein paar Blogger – ohne Wirkung.

    Das ist im Prinzip die Lösung zur fehlenden Vernetzung der Blogger im Vergleich zur Vernetzung von Journis in einem Redaktionsteam.

  6. @prinz Rupi
    Es ginge nicht darum neuen Content zu produzieren sondern Inhalte aus Blogs in ein Massenfreundliches Gerüst zu stellen.

  7. Man sehe sich mal was an wie http://www.20min.ch – die saugen sich (fast) alle Inhalte von AP & Co, bauen etliche Schreibfehler ein und kategorisieren. Fertig.

    Wenn man nun hier nicht unter dem Druck steht, möglist viele Fehler einzubauen, dann ist es noch einfacher: Inhalte kommen aus Blogwelt, entsprechende Blogger müssen passende Bilder dazu liefern (zB mit einem entsprechenen WP-Plugin). Gewürzt mit Kategorisierung und Kommentierfunktion wäre es dann eine sehr interessante Alternative zu http://www.20min.ch

    (just my thoughts)

  8. Noch eine Ergänzung: es wäre nicht nur eine Alternative zu 20min.ch – sondern, weil alle anderen auch einfach AP-Meldungen abschreiben, wäre es eine wirklich unabhängige News(?)plattform – sofern die Blogger wirklich was zu sagen haben [Zweifel hier berechtigt].

  9. wichtig bei einem solchen projekt wäre halt schon eine art „qualitätssicherung“. d.h. nur „geeignete“ beiträge kommen ins magazin. technisch sollte das doch ohne grösseren aufwand möglich sein, oder? so, dass ich zum beispiel angeben kann, welche meiner beiträge ich drinnen haben will oder welche nicht.

  10. Pingback: tou.ch » Blog Archive » Leumund mit öffentlichem Brainstorming zu Schweizer Blogmagazin

  11. Hey Leu. Die Idee ist gut. Besonders gut finde ich, wenn die Kommentare auch wieder zur Quelle zurückfliessen nud nciht nur im Magazin bleiben. Das wäre genau er entscheidene Vorteil gegenüber FACTS! Auf die technische Realisation bin ich gespannt… =)

    P.S.: Als Content-Lieferant kannst Du auf mich zählen.

  12. Eine verlockende Idee! Es gibt ja auch einige schöne magazinartige WordPress-Themes (etwa dieses hier), mit denen sich so etwas umsetzen liesse. Allerdings denke ich, dass der redaktionelle Aufwand für die Auswahl und Aufbereitung der Blog Posts schon relativ gross sein wird… Aber einen Versuch ist’s auf jeden Fall wert!

  13. @renato
    Danke für das Feedback. Ich werde wohl die Finger davon lassen. Will mir kein neues Projekt aufhalsen. Oder dann nur zusammen mit ein paar anderen um die Verantwortung dafür zu verteilen.

  14. Leu: die unabhängige Crew kann nur die Leserschaft selbst sein. (man will ja kein Team aufstellen, das wäre ja ein weiterer Furz [ups])

    Und genau darin liegt ja die Stärke. Der Blogger selbst kann entscheiden (zB mit einem Tag im Beitrag), ob er den gerade geschriebenen Beitrag hinsenden will (erster Filter). Die Leser entscheiden dann auf der Plattform, wie prominent der Beitrag angezeigt wird – was dann (aber nicht zu 100%) auch Auswirkungen auf weitere Beiträge dieses Autors hat.

    Klar, es wird immer wieder mal etwas Müll durchgehen, aber dafür lebt das Ganze dann dynamisch…

  15. Nur weil es dann „schöner“ daherkommt und Bildli hat, soll es dann weniger inzestuös als slug.ch sein?
    Ich bin unsicher – aber die Idee ist dennoch nicht schlecht.
    Vielleicht sollte man dem Zombie -sbp- durch sowas wieder einen Sinn geben. Ich bin dafür! :-)

  16. @all:
    Ich möchte auch noch eine Kurzfassung abgeben:
    Die Idee ist brilliant. Die Umsetzung eher etwas schwieriger. Aber so würde mein Ablauf aussehen:
    Es bräuchte auf alle Fälle ein WP-Plugin, in der man ein Bild und auch Parameter mitgeben kann. (Ob der Beitrag aufgenommen werden soll, oder nicht; ….)
    Das mit den Kommentaren ist eine gute Idee, dass diese auch auf den Blog, woher der Beitrag kommt, gesendet werden…

    Ich werde, wenn ich es nicht vergesse mal an unserem Blogger-Treffen am 30.06.08 ansprechen.

  17. Ich wollte eigentlich nur interessiert mitlesen… Da ich ein paar eigene Erfahrungen habe, und Interesse, in diese Richtung zu unterstützen, an dieser Stelle einmal so viel: Wie Leu sage auch ich: Eine redaktionelle bzw. steuernde Begleitung braucht es, will man nicht beliebig sein (das Portal funktioniert nicht von Anfang an mit der gewünschten Schnittmenge valabler Blogs).
    Nur muss die Entwicklung und Arbeit am Projekt und die Überlegungen und Kriterien dahinter kommuniziert werden. DARAN scheitern andere ähnliche Projekte in erster Linie. Und an der unterschätzten Arbeit, die dazu gehört…

  18. wie man sieht gibt es hunderte Ideen. Vielleicht nimmt ja jemand ein paar auf und entwickelt was. Denn Thinkabout hat sicher recht, dass es einen enormen Aufwand bedeutet. Ich gehe sogar soweit dass es in einer Startphase reicht wenn man jeden Tag einige interessante Beiträge promotet. Ich glaub ich bau mal den Prototypen und verlang dann 50 CHF pro Monat für Contentlieferanten. Dieses Gratisnetz ist mir so zuwieder!

  19. Eure erlauchte Leuheit könnte damit anfangen für wegweisende Beiträge wie diesen eine kommentier Gebühr zu verlangen.

  20. Die Magazinidee klingt äusserst interessant. Allerdings wage ich eine kritische Frage einzubringen: Braucht die Welt noch ein News-Portal? Neuigkeiten sind schön, schlussendlich aber eben doch nur Neuigkeiten. Hintergründiges, Kategorisiertes, und vor allem in Kontexte Eingebettetes wäre m. E. viel interessanter, mit einem Aggregator aber wohl kaum durchzuführen.

  21. @claudio
    ich sehe das auch so. wenn ich news will gehe ich zu google news oder 20min. das blogmagazin sollte mehr gute massentaugliche blogartikel verbreiten…

  22. Bin gleicher Meinung wie Claudio: Aggregatoren-Portale gibt es genug bzw. können leicht neu erstellt werden.
    Gesucht sind Magazinformen, die Arbeit voraussetzen – weil redaktionelle Beträuung. Was das Blogumfeld bieten kann: Die Leser sind gleichzeitig die „Scouts“, die neue Inhalte weiterleiten, Artikel empfehlen können.
    Aus dem Nähkästchen geplaudert: In hoffentlich nicht so langer Zeit werde ich mit einem lieben Freund ein ähnliches Format versuchen (wir sind in der Gestaltungsphase, nachdem das Konzept steht) – allerdings nur zu einem beschränkten Themenbereich.
    Genau letzteres ist der Kern an Claudios Notiz: Es braucht für ein allgemeines Blogmagazin Kategorisierung, Evaluation, Redaktion und Lektorat. Und, unter uns gesagt: Die Fülle der Blogs ist enorm, aber sobald man es auf einen Newsgehalt eines Magazins runterbrechen will, wird die Suppe sehr viel dünner.
    So gesehen kann sich jeder Initiant nur wünschen, dass sich die Leser auch begeistern lassen und Content nicht nur selbst liefern sondern auch vermitteln, werben etc.

  23. Da sind ja richtig viele gute Ideen unterwegs, ganz schön! Da kann man sich schon auf den Zeitpunkt freuen, wenn die Projekte das Licht der Welt erblicken.

    Habe ich schon erwähnt, dass ich dünne Suppen liebe?

  24. Ich habe mir auch schon überlegt ein Online Magazin nach dem Muster von Citizen Journalism Projekten aufzubauen. Einen passenden Domain-Namen wie „dailyinfo.ch“ hätte ich auch schon.

    Doch so ein Projekt benötigt die Mithilfe unzähliger Blogger, die bereit sind am Redaktionellen und im Recherchebereich mitzuwirken.

    Man könnte sogar SDA-Nachrichten abonnieren und einmal mit Keystone bezüglich Fotos verhandeln aber das würde etwas kosten und sich nur lohnen wenn viele mitmachen und es der Seite auch gelingt genügend leser zu finden.

  25. Falls so ein Projekt wirklich umgesetzt werden sollte, bin ich auch der Meinung, dass dann mindestens 5 oder mehr daran beteiligt sein müssen. Da sonst der Aufwand zuuuu GROSS würde…
    Ein weiteres Kriterium ist, dass sich diese 5 (oder mehr) sehr gut kennen müssen und nicht weit voneinander entfernt wohnen sollten. Denn man muss bei einem solchen Projekt doch viel darüber diskutieren und das geht am einfachsten von Angesicht zu Angesicht….

  26. Hervorragende Ideen. Ich versuche ja schon seit geraumer Zeit, Leute für ein solches Projekt zu begeistern, zum Beispiel hier:
    http://upload-magazin.de/?p=193

    Ich habe es mir als einen Verbund thematisch passender Blogs vorgestellt, die sich eine gemeinsame, magazinige Seite geben und wechselseitig betreuen und mit ihren eigenen Inhalten bestreiten. Ich denke, dass Blogs vor allem eine Chance haben, wenn sie sich zu einem klar umrissenen Thema positionieren. Als Allerwelts-Sammelsurium wie eine normale News-Seite kann ich sie mir hingegen weniger vorstellen.

    Wie auch immer: Interessantes Projekt, hoffentlich höre ich noch viel davon :-)

  27. @Dirk
    Ja ich denke das würde am besten funktionieren… ein paar Blogger, die sich zusammen tun um dann gemeinsam einen weiteren Blog zu füllen… (mit den wichtigsten News)

    Allerdings ist es vermutlich schwierig Blogger zu finden, die da mitmachen, denn jeder möchte die Besucher auf seinem eigenen Blog …. :-)
    Aber ich denke sowas ist am leichtesten umzusetzen…

  28. Ich habe meine Ideen weiterverfolgt und nach dem Kommentar von Jan muss ich sagen dass es unter Umständen gar keine technische Plattform braucht. Der Aufwand minimiert sich dadurch.

    Viel mehr braucht es Offenheit der Blogger Ihre Artikel weiterzugeben. Ich kann mir diesbezüglich auch vorstellen ein Angebotsformular zu erstellen auf dem Blogger Ihre Beiträge anbieten können. Der Magazinherausgeber kann dann selber entscheiden zu welchem Preis er den Beitrag übernimmt. Möglichkeiten dazu gibt es viele.

    Bei interessanten Artikeln kann der Herausgeber des Magazins auch auf den Ersteller des Artikels zugehen wie auch unter umständen vereinbarungen für komplette Übernahmen der Feeds gemacht werden können. (Zum Beispiel eine Kooperation für den Gadgetchannel des Magazins mit Neuerdings.com)

  29. Wer interesse hat als Ressortleiter beim ersten Schweizer Blogmagazin mitzumachen soll sich doch per E-Mail melden. Vielleicht gibts auch eine kleine preview und eine Mailingliste über das weitere Vorgehen.http://muno.ch/

  30. „Das habe ich schon öfter gehört. Was genau ist _die Chance_ eines Blogs?“

    Hi Dirk, ich habe „eine Chance“ geschrieben. Was _die Chance_ ist, kann ich Dir also nicht beantworten.

  31. @rniederer
    Eigentlich gehe ich davon aus dass die werten Leser entweder über die Kommentarbenachrichtung, andere Kontakte oder durch Lesen der Seite Info an meine E-Mail Adresse kommen. Ist aber auch eine interessante Selektion. :-)

  32. Pingback: blog.claudioschwarz.com » Blog Archiv » Bedenken beim Blogmagazin

  33. Hallo Dirk,

    vielleicht verstehe ich Dich immer noch nicht (soll ja vorkommen), denn das habe ich ja oben geschrieben: „Ich denke, dass Blogs vor allem eine Chance haben, wenn sie sich zu einem klar umrissenen Thema positionieren. Als Allerwelts-Sammelsurium wie eine normale News-Seite kann ich sie mir hingegen weniger vorstellen.“

    Und vielleicht etwas weiter ausgeholt: Blogs und andere Mittel des digitalen Publizierens geben rein theoretisch betrachtet jedem die Möglichkeit, jeden anderen zu erreichen – und das mit minimalem technischen Aufwand und auch mit nur vergleichsweise geringen Kenntnissen über die technischen Grundlagen. Das unterscheidet die heutige Situation grundlegend von der, die wir noch vor wenigen Jahren hatten. Vor nicht allzu langer Zeit war es undenkbar, ein Magazin oder einen TV- oder Radiosender zu gründen, der überregional empfangbar ist und gleichzeitig praktisch nichts kostet. Heute geht das. Blogs sind ein Teil dieser Entwicklung. Ich finde das sehr spannend und verfolge das entsprechend seit einigen Jahren.

    Insofern gibt es eine Chance, dass mit diesen Mitteln neue Medienangebote außerhalb großer Verlage und eingefahrener Vertriebswege entstehen. Wir werden sehen, was in fünf, zehn oder zwanzig Jahren daraus wird.

    Eines der Modelle, die mir persönlich Erfolg versprechend erscheinen, habe ich oben angerissen: Ein Verbund thematisch passender Blogs mit einer gemeinsam gestalteten Seite, auf der die neuesten und besten Artikel gesammelt/verlinkt werden etc. Ich gebe zu: Es gibt viele Themen, zu denen ich mir eine solche Seite wünschen würde, damit ich nicht mehr selbst alle entsprechenden Blogs abgrasen muss ;-) Und ich könnte mir vorstellen, dass ich damit nicht allein bin. Es gibt bergeweise fachlich korrekte, einmalige und spannende Informationen in Blogs. Sie sind aber leider teilweise nur mit großer Mühe zu finden…

    Ähem. Ganz schön lang geworden…

  34. Mir geht es um ein alternatives Medien-Angebot neben den in den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten gewachsenen Strukturen. Ich denke, dass die Möglichkeiten dafür heute und in den kommenden Jahren so groß sind wie nie zuvor. Und ich freue mich, wenn dadurch erstens eingefahrene Denk- und Arbeitsweisen aufgebrochen werden, zweitens wir als Leser, Nutzer und Konsumenten eine größere Auswahl haben und drittens wir als Macher (Blogger, Podcaster…) davon vielleicht sogar einen Teil unseres Lebensunterhalts bestreiten können.

    Wenn Du das auf „Besucherzahlen“ reduzieren möchtest… meinetwegen ;-)

  35. Das liest sich für Blogger alles sehr gut. Allerdings sehe ich auch, dass wir relativ inzestiös sind. Und, wenn ich ehrlich bin, vermute ich, dass sich das nicht durch ein irgendwie geartetes Blogmagazin ändern wird.

    Meiner Meinung nach besucht ein „Otto-Normal-User“ zwei oder drei verschiedene Webseiten wie beispielsweise „Spiegel Online“ oder sein „Haus und Hof“-Forum regelmässig und nutzt darüber hinaus Google, um seine Informationen zu finden.

    Aber, das ist nur meine bescheidene Meinung, die ich mir mit Hilfe von blogfernen Menschen gebildet habe.

  36. Ja, aber genau das meine ich ja. Ein Otto-Normal-User surft eben keine 10, 15 Blogs zu seinem Thema (Beruf, Hobby…) ab, sondern möchte die Informationen frei Haus geliefert bekommen. Genau das wäre ja ein Blog-Magazin, wenn es gut gemacht ist. Themen gäbe es genug.

  37. Da bin ich auch der Meinung… ein Normaler User möchte auf einer Seite über alles wichtige informiert werden… Wenn sich jetzt 5-8 Blogger zusammen tun, die über das gleiche Thema schreiben und Geld zusammen legen für Werbung kann das schon ein Erfolg werden… klar niemals so gut wie 20min.ch oder Spiegel Online… aber immerhin…

  38. Da kommen doch schon eine ganze Menge Dinge zusammen, die geteilt werden können:
    1) Den Inzest der Blogosphäre aufbrechen
    2) Themen bedienen, ohne den Blogger zu beschränken (er bloggt daneben auch über ganz anderes, wenn er mag)
    3) Dem Leser das Surfen für die Vorauswahl abnehmen und darin glaubhaft werden
    4) Menschen fürs Bloglesen gewinnen
    5) Menschen fürs Bloggen interessieren
    6) Blogs mehrheitsfähiger machen
    7) Mut zu redaktionellem Urteil
    8) Herausforderung, dabei Respekt zu zeigen (auch im Nein)

    Mein Rat: An die Idee glauben, einfach mal machen, Beta heisst schliesslich Beta, Input sammeln, Idee entwickeln, die Dynamik des Web 2.0 für Feedback nützen,
    Idee offen halten für neue sich ergebende Themen-Schwerpunkte

    Und zum Schluss: Nicht versuchen, mit einem Blogportal das zu machen, was Newsportale immer besser können werden: Vollständig zu sein.
    Originalität, zusätzliche Sichtweisen, Freiwilligkeit der Informationsleistung etc. beibehalten. Daher: Idealismus zuerst. Werbung (fürs Portal und auf dem Portal) kommt später. Erst das Produkt machen.
    Wänn’s verhebet, dann cha mer aafange puuupe.

  39. Pingback: RNIEDERER [CH] » Blog Archive » Netz im Netzwerk?

  40. Pingback: Ξ Linktipp: Ideen zu einem automatisierten Blog-Magazin Ξ UPLOAD - Magazin für digitales Publizieren Ξ

  41. Vielen Dank nochmal an Jan, dass er mich auf diese Diskussion aufmerksam gemacht hat, sehr lustig, dass hier parallel ganz ähnlich Ideen (siehe unter http://trendschau.twoday.net) entstanden sind. Dazu ein paar Gedanken:
    1. Ich bin völlig einer Meinung mit Jan, dass es um die Sammlung thematisch verwandter Blogs gehen muss. Blogs haben den Vorteil der Authenzität, und genau da sollte man seine Lücken und Nischen suchen. Ich hatte z.B. ein Writers-Magazine im Sinn: ein Magazin von „Textarbeitern“ für „Textarbeiter“ (Journalisten, Autoren, Texter, Lektoren), also mal alles aus der Perspektive der Produzenten. Damit würde man sich klar von Verlags- oder Buchmagazinen absetzen. Weitere Möglichkeiten gibt es viele: man könnte z.B. auch ganz klassisch Fortsetzungsromane integrieren und featuren, also die Blook-Szene mit integrieren.
    2. VORGEMACHT wird so eine Zusammenführung – wenn auch mit unschöner Optik – z.B. vom Spektrum-Verlag, der entsprechend seiner Programmausrichtung in seinem Scilog-Projekt wissenschaftliche Blogs versammelt http://www.scilogs.de/
    3. Technisch ging meine Idee in Richtung Automatisierung, sodass für alle Beteiligten der Mehraufwand so weit wie möglich entfällt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich Blogger dann sehr viel leichter begeistern lassen. Auch der Gewinn sollte m.E. an die beteiligten Blogger mit ausgeschüttet werden, als Anreiz, Qualität zu liefern. Technisch könnte das ganze, wie in meinem Blog kurz angerissen, über Codewörter (z.B. rubrik:reportage) funktionieren, mit denen die Beiträge in Yahoo Pipes nach Rubriken sortiert und als RSS wieder ausgegeben werden. Wenn die Blogger selbst die Kontrolle haben und sich um die Rubrikzuordnung kümmern müssen, sollte m.E. auch die Identifikation mit dem Magazin stärker und die gelieferte Qualität höher sein.

    Ich bin gespannt was aus den ganzen Ideen wird…

  42. Seit sechs Monaten publiziert Krusenstern (zugegeben zu einem Special Interest-Thema) seine Beiträge im Magazin-Layout, illustriert diese mit professionellen Fotos, arbeitet mit einem Dutzend Co-Autoren zusammen…

    … und freut sich an einer laufend steigenden Wertschätzung ausserhalb der Blogosphäre.

    Die Leser von Krusenstern sind höchstens zu 5 Prozent Blogger. Alle anderen Leser sind einzig und alleine am Thema interessiert – und wissen wahrscheinlich nicht einmal, dass sie ein Weblog lesen. Mir soll es recht sein!

  43. @Krusenstern:
    Jörg, Du weisst, wie sehr ich Deine Blog-Arbeit schätze. Aber Dein Beispiel ist halt ein bisschen aus der Art schlagend: Du bist dort, wo aus dem Stegreif nicht so leicht hinzu kommen ist, indem die Papier-zu-TV-zuWeb-Propaganda schon längst läuft, Dein Blog also schon absolut etabliert ist. Wir reden hier praktisch von Deinen Anfängen, einem Versuch, genau dahin zu kommen: An den Punkt, wo sich niemand mehr fragt, welche Art Info-Kanal er nützt, sondern nur noch registriert, in welcher Art diese Infos besonders sind.

  44. Danke für die Blumen! Aber Krusenstern ist einfach nur ein Versuch für ein alternatives Newsportal zu einem speziellen Thema.

    Im Unterschied zu den meisten hier angedachten Systemen benutzt es Weblogs (sprich WordPress) bewusst nur als technische Plattform und die Autoren sind nicht ausschliesslich Blogger, sondern Fachleute zum Thema. Dafür nutzt es Flickr, Youtube und andere Web 2.0-Tools wie zum Beispiel die RSS-Meldungen der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti respektive von Radio Ukraine.

    Ich habe in den letzten Monaten in vielen Gesprächen und E-Mail-Kontakten festgestellt, dass wir Blogger oft von völlig falschen Voraussetzungen ausgehen: Die meisten Internet-Nutzer haben keine Ahnung von Weblogs und Web 2.0, reagieren eher verstört auf „dieses komische Ding“.

    Krusenstern nutzen sie aber (das Interesse am Thema Russland vorausgesetzt) völlig selbstverständlich. Und das muss doch das Ziel sein.

    Jürg

  45. Priviet gospodin krusenstern,
    genau das war aber, soweit ich verstanden habe, auch der Gedanke vieler Diskutanten hier: es geht darum, über ein Themenmagazin die „inzestöse“ Blogosphäre aufzubrechen und „echte“ Lesergruppen mit einem Themenmagazin zu erreichen. Also nicht mehr einer, der übers Bloggen bloggt, sondern viele, die über ein Thema von allgemeinem Interesse bloggen (z.B. wie halte ich mich als Textarbeiter am besten über Wasser).

    Mich interessiert noch ihr technischer Ansatz: Ist Krusenstern ein Gemeineinschaftsblog, werden die Beiträge manuell eingespeist oder funktioniert alles automatisiert?

  46. Hallo Sebastian,

    Krusenstern funktioniert aus zwei Gründen nicht automatisiert:

    1. Weil ausser mir keiner der Co-Autoren Blogger ist.

    2. Weil ich zum Grausen vieler Blogger überzeugt bin, dass eben irgendwann doch ein Gatekeeper die Informationen auswählen muss, damit der Leser nicht in der Informationsflut ertrinkt.

    Krusenstern ist in diesem Sinne ein Gemeinschaftsblog, dessen Beiträge manuell eingespeist werden. Um genau zu sein, hat sich der Weblog Krusenstern im trial and error-Verfahren zum Internet Magazin mit einer wachsenden Zahl Co-Autoren entwickelt.

    Ich frage einen Autor nach dem andern an, ob er (notabene ohne Honorar) seine Beiträge regelmässig zur Verfügung stellt. Naturgemäss wurden manche Beiträge vorher für ein gutes Honorar zum Beispiel in der „Neuen Zürcher Zeitung“ publiziert, was mich und die Krusenstern-Leser aber nicht stört. Schliesslich müssen die Autoren ihre Familien ernähren – und in Nowosibirsk gibt es die NZZ noch weniger am Kiosk zu kaufen, als in Wanne-Eickel.

    Aus demselben Grund – in umgekehrter Richtung – machen auch die per RSS aufgeschalteten Meldungen der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti und von Ukraine Radio Sinn. Welcher „normale“ Leser (also nicht WordPress-RSS-Youtube-Twitter-Freak) findet diese schon auf Anhieb im Internet?

    Zusammengefasst: Immer mehr Slawisten und Journalisten sehen Krusenstern als willkommene Möglichkeit, mehr Leser zu erreichen. Umgekehrt finden immer mehr Leser in Krusenstern die gesuchten Informationen über Russland an einem Ort.

    Und sie entdecken dabei Web 2.0, ohne es zu wissen, wenn sie zum Beispiel von der Filmkritik (www.krusenstern.ch/?p=1647) zum Trailer geführt werden, der via Youtube in Krusenstern eingebunden ist. Und von dort aus via iCalendar zur nächsten Premiere eines russischen Films…

    Jürg

  47. Hallo Jürg,
    als ehemaliger Slawist bin ich froh, ihren Blog jetzt entdeckt zu haben :-) Ein Freund hatte übrigens mal bei einem ähnlichen Projekt zu Weißrussland mitgewirkt (www.belarusnews.de)…

    Ihr System gefällt mir vor allem, weil Sie von Normalusern als Zielgruppe ausgehen, die
    1. sich inhaltlich nicht für so überflüssige Themen wie das „Bloggen“ interessieren und
    2. weder Zeit noch Lust haben, die letzten Winkel im Netz nach irgendwelchen News oder Originalveröffentlichungen (wie RIA Novosti) zu durchforsten.

    Nur würde ich die Funktion des Gatekeepers reduzieren (ohne sie ganz zu löschen): Die Magazinoberfläche ist für mich das Medium, die einzelnen Blogs das Redaktionssystem, der Gatekeeper wählt nur einmalig die Autoren aus und gibt acht, dass das Mag thematisch nicht völlig aus dem Ruder läuft. Vielleicht mutet man der Kooperative da allerdings auch zu viel zu, das kann nur ein (geplanter) Selbstversuch zeigen…

  48. @Trendschau: Das mit der unnützen Diskussion/Schreibe über das Bloggen hat gesessen…

    Die redaktionelle Arbeit herunterfahren – das würde ich an Krusensterns Stelle gerade NICHT tun. Dass da eine Person im Zentrum gerade steht, ist zwar ein Blogger-Albtraum, aber für normale Web-User gerade ein Pluspunkt: Die wollen nämlich wissen, wer hinter einem Projekt steht und es ein Stück weit auch verantwortet. Das wirkt vertrauensbildend. Wenn sich Blogs und Blogger aus der Inzestsphäre verabschieden wollen, dann müssen sie sich vom Glauben an Selbstläufer verabschieden – und Formen finden, um Selektion ausüben zu können, ohne als elitäerer Snob zu erscheinen.

  49. @ thinkabout

    ich blogge ja auch z.T. übers bloggen, aber Otto-Normal-User interessiert das nun einmal nicht. Krusenstern würde ich das auch niemals vorschlagen, denn sein System funktioniert ja offensichtlich hervorragend. Nur als Redakteur so etwas komplett aus eigener Kraft neu aufzubauen, ist halt schwer. Nach außen hin kann ja einer der Verantwortliche sein und faktisch auch eine Kontrollfunktion übernehmen, aber jeden Tag stunden lang Themen recherchieren, akquirieren oder redigieren? Warum sollen die Autoren das nicht selbst machen, wenn sie dafür auch am Erfolg beteiligt werden?

  50. „… aber jeden Tag stunden lang Themen recherchieren, akquirieren oder redigieren? Warum sollen die Autoren das nicht selbst machen, wenn sie dafür auch am Erfolg beteiligt werden?“

    Richtig. Krusenstern erzielt aber keine Einnahmen und wird in absehbarer Zeit auch keine erzielen.

    Denn Krusenstern ist (noch) kein Blog-Magazin, wie es Leu und andere hier angedacht haben. Kann es (noch) gar nicht sein, weil die Werbeagenturen und deren Agenturen (noch) nicht entdeckt haben, dass sie in einem monothematischen Blog-Magazin ohne Streuverlust die perfekte Zielgruppe für ihre Produkte oder Dienstleistungen finden.

    Die Autoren stellen mir deshalb freundlicherweise ihre Beiträge kostenlos zur Verfügung. Da sie allesamt erfahrene Journalisten oder Slawisten sind, muss ich ihnen das Recherchieren und Redigieren auch nicht erst beibringen (Schmunzeln). Meine Arbeit besteht deshalb „nur“ darin, diese Beiträge auszusuchen und mit den Rechteinhabern zu verhandeln, dass ich diese Texte verwenden darf.

    Daneben recherchiere und schreibe ich selbst mit Leidenschaft meine eigenen Beiträge. In welchem Medium hat man denn schon die Chance, innert wenigen Tagen zwei der grössten russischen Oligarchen, den russischen Ex-Premierminister, die legendäre Dostojewski-Übersetzerin und weitere spannende Persönlichkeiten kennen zu lernen ?!? Das ist eigentlich unbezahlbar!

    Um zum Thema zurück zu kommen: Ich gebe einem Blog-Magazin alle Chancen dieser Welt. Wenn es monothematisch bleibt und nicht den Newsportalen der Mainstream-Medien Konkurrenz machen will – und genau so wichtig – wenn es nicht in der Blogosphäre im eigenen Saft schmort. Deshalb habe ich Krusenstern auch mit einem Magazin-Layout etc. „geöffnet“ und bezeichne es als Internet-Magazin (weil die meisten User immer noch nicht wissen, was ein Blog ist).

    Jürg

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