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Das Blogwerk Social Media Kit

Heute morgen durfte ich an der Präsentation des Social Media Kits von Blogwerk teilnehmen. Blogwerk hat eine elegante technische Plattform zusammengestellt mit der es auch kleinen Firmen möglich wird auf allen Kanälen im Social Media präsent zu sein.

Zentrales Element des Social Media Kit ist eine aufgepimpte WordPress Edition die von Blogwerk ab CHF 500.- monatlich als Software as Service angeboten wird.

Aus meiner Sicht gesehen ein Super Tool das Firmen die Arbeit mit Social Media extrem erleichtern wird. Leider gibt es hiervon keine freie Blogger Version, aber ich hoffe dennoch noch auf einen Testaccount um mir das ganze mal noch ein wenig näher anzusehen.

Im Zusammenhang mit dem Social Media Kit wird nun aber auch klar warum Blogwerk fast mit dem ganzen Team an die Re:publica fahren wird. Immerhin eine gute Gelegenheit um den deutschen Markt zu erobern. Ich bin auch überzeugt dass sich Blogwerk für die Plattform nach ersten Erfahrungen mit Partnern und Wiederverkäufern zusammentun sollte. Das ganze hat Potential! Gratuliere!

42 Kommentare

  1. Die Idee ist gut. Jedoch hätte es weit mehr Potential, wenn nicht die abschreckenden Setupkosten ab CHF 10’000 wären… Gerade kleine Unternehmen könnten von Social Media profitieren. Nach meiner Erfahrung hat kaum ein kleines Unternehmen genug Marketing Budget um sich das auf die Schnelle zu leisten. Für mittlere Unternehmen hingegen ist die Lösung perfekt. Schade gibt es keine Lösung, welche man beim bestehenden Provider einsetzen kann. Neben den „hohen“ Initialkosten gibt es so auch eine Abhängigkeit/Klumpenrisiko…

  2. @renato
    Der Peter hat diesbezüglich einen guten Vergleich mit diesen Tramhängern gemacht. Die machen sich nämlich auch kleine Geschäfte und auch dort müssen sie mal ne Agentur oder einen Grafiker bezahlen der das ganze mal aufsetzt und danach gehen locker 500.- CHF im Monat für die laufenden Kosten und Inserate und und und drauf. Von dem her gesehen bin ich vollkommen einverstanden.

    Schade ist, dass Blogwerk nicht ein Blogwerk Social Media Kit Plugin veröffentlicht. Vielleicht ein vereinfachtes aber damit auch etwas an die Community geht.

  3. @Leu: ich sehe das Problem eher in den Initialkosten als in den Abo-Gebühren. Die könnten schnell ein Stolperstein sein. Wenn es ein abgespecktes WP Plugin gibt, wie von Dir vorgeschlagen, dann könnte man die KMU’s, vielleicht sogar Privatpersonen, so anfixen… =)

    Und wie gesagt gibt es halt eine Abhängigkeit. Mit einem Plugin könnte man die Dienstleistungen von Blogwerk beziehen, aber auch von einer anderen spezialisierten Agentur.

    Aber warten wir mal ab. Chancen hat das Social Media Kit allemal!

  4. Die Preise erscheinen mir persönlich auch zu hoch.

    Amüsant finde ich jedoch, daß sich zig SEOs Gedanken über Dublicate-Content machen und wie sie das möglichst vermeiden und hierbei wird genau das absichtlich gemacht…

  5. Nee, Duplicate Content machen wir nicht.

    Der Content in der Regel einmal im Blog gepostet; alle Social-Media-Dienste verweisen darauf.

    Was die Preise angeht: Ich finde CHF 6.90 für eine Tall Hot Chocolate bei Starbucks auch zu teuer…

    Wir nennen es Marktwirtschaft. Wer es nicht kaufen will, muss nicht. Ich glaube, es gibt sehr viele Firmen, die ein Kommunikationsbudget von rund CHF 10’000 im Jahr haben und damit im Moment deutlich zu wenig erreichen.

  6. PS.

    Im Zusammenhang mit dem Social Media Kit wird nun aber auch klar warum Blogwerk fast mit dem ganzen Team an die Re:publica fahren wird. Immerhin eine gute Gelegenheit um den deutschen Markt zu erobern.

    Hehe, ach so. Die re:publica sehe ich fast nur als Klassentreffen an, ich habe bisher keinen einzigen Sales-Termin gemacht. Unser Zielmarkt für das BSMK ist derzeit vor allem die Schweiz.

  7. @Peter: Ich wünsche Euch natürlich den Erfolg, den Ihr Euch auch wünscht. Und ich drücke auch dick die Daumen.
    Ich bin nur der Meinung, das es erst für Unternehmen ab einer bestimmten Größe bezahlbar ist. Vermutlich beginnt genau da erst Euer Zielpublikum, aber dann ist das für Euch ja auch absolut in Ordnung.

    Mir als Entwickler wäre das eben zu viel Geld, weil ich denke, daß ich das (für mich) günstiger hinbekomme. Was ja auch logisch ist.

    Die Idee ist jedenfalls mal sehr gut. Und wenn es angenommen wird, ist es ja noch besser.

    Was den DC betrifft: wenn Ihr z.B. auf Facebook die Artikel nahezu 1:1 veröffentlicht, dann ist das IMHO sehr wohl DC. Ebenso die Pics, wenn diese im Blog und auch auf flickr sind. Ob und in wie weit dies überhaupt das Ranking einer Webseite beeinflusst, ist natürlich diskussionswürdig und jedem selbst überlassen. Und die SEOs sind sich da eh noch nicht so ganz einig… ;-)

  8. Was ich bis jetzt vom socialmediakit gelesen habe, überzeugt mich. Tatsächlich sind die Setup-Kosten AB ca. (=mindestens?) CHF 10’000 wie auch die monatliche Gebühr von mind. CHF 500 keine unbedeutenden Beträge. Ein Kommunikationsbudget von 10’000 pro Jahr würde dann im ersten Jahr auf jeden Fall nicht reichen. Wenn man nur noch halb so oft im Gemeindeblatt inseriert, kann man das aber vermutlich wieder ausgleichen.
    „So einfach geht’s: Sie erstellen den Artikel und fügen ein Bild oder ein Video ein.“ Darin, glaube ich, liegt die grösste Herausforderung für die Gärtnerei Grüne Wiese und ähnliche K!MU. Einmal ein Inserat kreieren und regelmässig im Gemeindeblatt inserieren erfordert keinen zusätzlichen Schreib-/ Kreativaufwand. Ich sehe mich als Gärtner (der Gärtnerei Grüne Wiese) demzufolge mit neuem Zeitaufwand und Kreativaufwand konfrontiert – das ist dann interessant, wenn ich Zeit habe und gerne schreibe/ fotografiere / „videöle“, bzw. mir das leicht fällt. Wenn nicht, muss ich das auch outsourcen, womit die Kosten weiter steigen.

    Aber ja, das ist Marktwirtschaft, es wird ja keiner gezwungen.

    Trotz meiner Bedenken finde ich es ein interessantes Angebot und werde es im Hinterkopf behalten.
    Viel Erfolg!

  9. Zunächst mal bin ich der Ansicht, daß der Preis geradezu lachhaft überzogen ist. Herr Hogenkamp sieht dies als Wesensmerkmal der Marktwirtschaft, ich betrachte es eher als Intelligenztest für Mittelständler.
    Wenn ich es richtig sehe, was das Präsentationsvideo erkennen lässt, handelt es sich im wesentlichen um ein Interface für Funktionalitäten, die es weitgehend ohnehin als freie Plug-Ins für WordPress bereits gibt.
    Distributiert wird das ganze System offenbar als von Blogwerk gehostete und modifizierte WordPressinstallation. WordPress selbst steht unter der GNU-Lizens für freie Software. Kommerzielle Nutzung von GNU lizensierter Software ist also durchaus erlaubt, ebenfalls auch die Modifikation und kommerzielle Redistribution von Software unter besagter Lizens.
    Entscheidend ist aber, daß der ursprüngliche Quellcode der Software mitverbreitet werden muss, und von Käufern ebenfalls modifiziert und ggf. ebenfalls kommerziell weiterverbreitet werden darf – so quelloffen.
    Wie es mir scheint, trifft dies aber für „Social Media Kit“ nicht zu. Oder? Bei mir entsteht der Verdacht, daß es sich zumindest moralisch um einen Angriff auf das soziale Prinzip freier Software handelt, indem einst freie Informationen aus pekuniären Interessen zurückgehalten werden. Möglicherweise handelt es sich aber sogar um einen Vorgang von justiziabler Tragweite. Ich vermisse in diesem Zusammenhang AGBs die ein Mindestmaß an Transparenz schaffen könnten.

  10. Die Preisdiskussion generell könnte man endlos führen. Es gibt verschiedene Welten da draussen mit sehr verschiedenen Preisdimensionen. Es gibt Leute, und Blogger gehören oft dazu, weil sie sich halt gut auskennen, die sich in Web 2.0-Zeiten an das Pricetag „4,95 pro Monat“ gewöhnt haben. Ich gebe selbst zu, dass ich auch den Listenpreis von 150 Euro pro Monat und User (wir haben vier), den wir für die Enterprise Edition von Salesforce.com zahlen (bzw. wir haben natürlich verhandelt und zahlen etwas weniger), immer mal wieder etwas heftig finde.

    Und am anderen Ende der Skala gibt es Unternehmen, die finden, unter einem mittleren sechsstelligen Betrag, also in so einer Dimension, in der sich SAP, Oracle & Co. und so bewegen, kann eigentlich nichts vernünftiges rauskommen.

    Und dazwischen gibt es eine sehr breite Mitte. Und die Intransparenz ist riesig. Ich kenne KMUs, die 150.- pro Monat für simples Unix-Hosting zahlen, vielleicht, weil sie nicht wissen, dass es das bei Cyon auch für 9.95 gibt, vielleicht aber auch, weil sie alle drei Monate mal bei der Webagentur bzw. dem Hoster anrufen, weil sie eine Frage haben, und der hilft ihnen dann schnell, und das ist ihnen die Differenz wert.

    Ich glaube, die „10’000“ als Zahl hätten wir vorgestern lieber weglassen sollten, denn die sind jetzt sehr sticky. Wir haben sogar nicht mal nur „10’000“ gesagt, sondern „ab 10’000“. Und zwar, indem wir einfach die Umsetzung machen, wenn einer eine Website haben will, mit normalen IT-Agentur-Tagessätzen, wie sie auch namics, Unic und Co. verrechnen (wir sind noch etwas günstiger). Wenn dagegen jemand kommt und nur das Social Media Kit will, und zwar „embedded“, wie wir das nennen, in seine Website, also das Kit bespielt nur den Bereich „News“, und der Rest kommt aus einem anderen CMS (so gelöst zum Beispiel bei C36, wo „www“ aus einem anderen CMS kommt als die Dubdomain „news“), dann kostet der Setup deutlich weniger als 10’000. Wir haben noch keine Erfahrungswerte, denn wenn ich „ab 3000“ gesagt hätte, wäre das wieder sticky gewesen. Aber generell ist ja gerade das die Idee: Wir haben eine Standardsoftware gemacht, damit der Setup billiger wird, weil man nicht alles direkt in den Plugins hardcoden muss, sondern in einem Admin-Interface parameterisieren kann.

    Was man nicht vergessen sollte, ist, was sonst noch alles im Paket ist: Hosting, Support, Schulungen, allgemeine Beratung zum Thema Social Media Marketing/Online-PR. Der Kunde kauft bei uns eine Gesamtlösung.

    Natürlich wird es immer billiger sein, sich die Sachen selbst zusammenzubasteln. Philip Hetjens, unser CTO, wird an der Swiss IT Academy, der ehemaligen Orbit/iEX-Konferenz, einen Vortrag halten Social Media zum Nulltarif. Dieser gehört jetzt schon zu den Top 3 bei den Anmeldungen. Philip wird dort zeigen, wie man etwa die Hälfte der Funktionalität des Social Media Kits auch gratis hinbekommt. Ich habe in meiner Standardpräsentation zu Social Media Marketing eine Folie, die lautet: „Sie brauchen eigentlich keine Agentur – wenn sie genug Zeit haben.“ Dieser Tradeoff Zeit vs. Budget ist es letztlich, der allen Beratern, Agenturen etc. den Umsatz bringt. Nicht jeder hat endlos Zeit, Sachen herauzufinden.

    Damit sind wir wieder bei Salesforce. Ich weiss natürlich, dass es auch Open-Source-CRM wie SugarCRM oder vTiger gibt. Ich habe sogar Sugar mal selbst installiert und einige Tage ausprobiert. Ich bin allerdings nicht vorwärts gekommen. Keine Start-Konfiguration, kein Support etc. Seitdem geben wir wie oben gesagt viel Geld für Salesforce aus, weil wir denken, dass wir uns besser auf unser Kerngeschäftkonzentrieren als darauf, ein CRM zu betreiben.

    Genug gesagt. Die ersten beiden Bestellungen, die wir schon haben, deuten nicht darauf hin, dass wir irgendwo völlig daneben liegen.

  11. hightatras: Die GPL trifft hier sicher nicht zu. Der ausführbare Teil der Applikation (eigentlich das Binary, bei Scriptsprachen ist das aber ein bisserl anders halt) wird ja nicht weitergegeben, der bleibt auf dem Server von Blogwerk, also greift auch die Klausel nicht, dass man den Code weitergeben muss.

    Dieses „Loophole“ passt natürlich Richard Stallmann und Konsorten nicht wirklich, den das „Problem“ gibt’s bei allen gehosteten Services und wird mit SaaS nicht abnehmen. Darum gibt’s inzwischen die AGPL, die das verhindern will (siehe auch http://www.gnu.org/licenses/why-affero-gpl.html ). Aber die benutzt WordPress meines Wissens nicht und darum ist Blogwerk (und alle anderen, die ähnliches tun) um superlegalen Bereich hier.

    (Natürlich ist’s nett und löblich, wenn man Code der Community zurückgibt, aber das ist jedem selber überlassen)

  12. (Natürlich ist’s nett und löblich, wenn man Code der Community zurückgibt, aber das ist jedem selber überlassen)

    Ich würde es für fahrlässig und kontraproduktiv halten, heute irgendwas freizugeben, das noch in so wenigen Projekten getestet wurde. Mal sehen, was in einem Jahr ist. Kann mir das im Sinne meiner o.g. Argumentation durchaus vorstellen. Finde zum Beispiel sympathisch, wie phpeppershop es macht, eine ältere Version freizugeben: http://www.phpeppershop.com/download.php

  13. Peter: Nur damit wir uns nicht falsch verstehen. Ich wollte keineswegs damit aussagen, dass Blogwerk nun ihren Code releasen soll, das war eine allgemeine Bemerkung auf die Open Source Verwendung im Generellen. Ich hätte wohl noch hinzufügen sollen:
    und es gibt aber auch viele (verständliche) Gründe, es eben nicht zu tun.

  14. Ich finde: Für gute Software zahle ich auch gerne den Preis dafür. Und wenn ich damit noch Zeit sparen kann, ist dies gut investiertes Geld. Das Problem ist mehr diese „Ich möchte alles haben, aber am liebsten Gratis“-Mentalität. Und wenn, dann noch am liebsten ohner Werbung. Wenn das Kit gut ist, und ich bin überzeugt das ist es, dann wird es auch seine zahlenden Nutzer finden. (Die ja nicht nur das Kit bekommen, sondern das ganze Blogwerk Knowhow mit dazu)

  15. Mir scheint ja, daß dieses ganze umständliche Konstrukt WordPress mit Plug-Ins zu verquicken und auf eigenem Server zu hosten, nur dazu zu dient, qua Intransparenz einen scheinbaren Geldwert vorzugaukeln. Wie man weiß, ist WordPress frei und in fünf Minuten installiert, die entsprechenden, auch freien Plug-Ins ebenfalls in wenigen Minuten. Es handelt sich hierbei nicht um Raketenwissenschaft und auch nicht um den heiligen Gral.
    Wie auch jeder weiß, werden in dieser Branche die offenen Enden von Kalkulationen immer mit Consulting gestopft.
    Der Preis stellt nicht geleistete Stunden mal Stundensatz dar, sondern die Überlegung ist immer, wieviel wäre der Kunde bereit maximal zu bezahlen. Wenn noch x-tausend Euro offen sind, ist es immer Beratung. Skepsis wird stets mit dem Hinweis begegnet, daß ja auch reichlich Beratung angeboten werden müsse, da das Metier so schwierig und fragenreich sei. Daher musste ich ein wenig schmunzeln, als Herr Hogekamp den Preis u.a. mit Beratung zu erklären versuchte in seinem Kommentar.
    Aber auch das ermöglicht die Marktwirtschaft, vor allem jedoch der Markt der digitalen Dienste: Preise müssen nicht notwendigerweise eine Leistung abbilden, so denn der Markt durch einen Hype befeuert wird. Mir soll das Recht sein.
    Was mir allerdings eindeutig missfällt, ist der Umgang mit dem Prinzip der freien Software, wie es Blogwerk betreibt. Die Offenheit freier Software liegt in der Überlegung begründet, daß eine Gemeinschaft Software weiterentwickelt zum Wohle der Gemeinschaft. Ein gutes und modernes Prinzip jenseits rein marktwirtschaftlichen Denkens. Wer den Kasten zumacht, einst freie Information auf eigenem Server einbunkert und Phantasiepreise dafür verlangt, handelt meines Erachtens grob asozial, mehr noch als die klassische Verwertungsindustrie, die die Schöpfer ihrer Informationen immerhin entlohnt.

  16. Hm… Herr Hogenkamp ich glaub es ist noch nicht alles gesagt:
    Ich fände es toll für Blogwerk wenn ihr 10k Setup und 500 CHF im Monat damit verdienen könntet. Allerdings muss ich mich schon sehr am Kopf kratzen was a) die Leute daran so cool finden und b) wer sich darauf einlässt. Denn die PlugIns wie z.B. Facebook und Twitter Autopost gibt es für WP kostenlos (z.B. hier http://bit.ly/SogfB und hier http://bit.ly/2ZPve1) und für PlugIns die es noch nicht gibt, braucht es einen mittelmässigen PHP Programmierer für 20 min der ein script anpassen kann wie z.B. dieses Python Script auto uploader für Flickr http://bit.ly/aejt1z. Das gleiche hat man ratz fatz für alle anderen accounts wie youtube, vimeo, tumblr und was auch immer man sich wünscht gemacht.
    Wofür man also derart astronomische Preise für Dinge zahlen soll, die es entweder kostenlos gibt oder allesamt in max einem Tag von einem PHP Freelancer programmieren lassen kann ist mir absolut schleierhaft.

  17. Naja Leu, nen PlugIn installieren kriegt doch wirklich jeder hin. Und jemand fragen der einem nen script integrieren kann, was kost das? Selbst nen echter Crack hat vielleicht nen Tagessatz von 1,5k … Das hat ja wenig mit Webseiten selber machen zu tun. Einfach mit Funktionen hinzufügen (lassen) die es kostenlos gibt, hm… da erschliesst sich mir das Business Modell nicht so ganz.

  18. Daß es schwierig ist, Plug-Ins direkt zu monetarisieren ohne die GPL zu verletzen ist ja bekannt. Nur deswegen gibt es dieses Hostingmodell, die Intransparenz, was eigentlich konkret die geldwerte Leistung ist und die Verkopplung mit Beratungsleistungen: um einen monatlichen Revenue von 500Sfr zu generieren und um die GPL zu umgehen. Plug-Ins sind schließlich abhängiger Teil einer Hostapplikation. Die Software müsste sonst quelloffen sein und dem Kunden müsste das Recht zu eigenen Modifikationen und zu eigener, ggf auch kommerzieller Verbreitung eingeräumt werden.

  19. Sag mal hightatras, hast du schon je mal was der Open Source Community zurückgegeben? Irgendwie beschleicht mich da so ein Gedanke, aber ich lass mich gerne eines Besseren belehren.

  20. Bei mir hat die INM AG grad massiv an Sympathie verloren. Am Blogwerk Social Media Kit gibt’s meinerseits nichts auszusetzen. So manche Internet-Firma wird sich grade fragen, warum man selber nicht auf diese (im Nachhinein: simple) Idee gekommen ist.

  21. Sicher kann man seine Bloglösung und auch seine Website von einem Freelancer oder jemandem machen den man kennt. Auch ein Lehrling wäre eine günstige Variante. Aber die Erfahrung zeigt, dass diese Leute plötzlich weg sind und dann steht man da und weiss nicht was gemacht wurde und wie man das jetzt aktualisiert. Und wenn diese Leute weg sind, ist auch das Wissen weg.
    Darum übergeben Firmen gerne solche Aufgaben an einen Profi wie Blogwerk. In den Leistungen sind dann nicht nur der Programmierer enthalten sondern auch Ansprechpartner und eine gewisse Sicherheit, dass auch in Zukunft jemand für die Lösung da ist.
    Nur die von Peter Hogenkamp erwähnten Kosten auf den Programmierer abzuwälzen, geht nicht auf und ist schlichtweg falsch. Die Prozesse und Abläufe sind etwas komplexer. Darum hat man eine solche Lösung auch nicht in 20 Minuten realisiert. In einem professionellen Umfeld wird beispielsweise auch eine Dokumentation erstellt. Auch ein Test-und Entwicklungssystem muss betrieben und unterhalten werden. All diese Dinge, werden beim Einsatz von Freelancern, Studenten und Hobbyprogrammieren meist vergessen.

    Die Idee des Social Media Kits finde ich super. Wer sagt er kann das auch und noch billiger, hat vielleicht recht.
    Ich frage mich dann nur wieso er dies nicht umgesetzt hat.

  22. Es ist immer wieder interessant zu sehen wie oft wir uns auf die eine Zahl fixieren, anstatt die Frage der Kosten etwas umfassender zu betrachten.

    Der Preis für ein Produkt oder Service erscheint zwar absolut, ist aber relativ. Relativ zum Kontext in welchem das Produkt oder der Service eingesetzt wird.

    Die persönliche bzw. kontextabhängige Bewertung eines Angebotes ist dabei einzig und alleine in Relation zu den Alternativen die zur Verfügung stehen zu stellen.

    Für den einen mag die Alternative „selber Basteln“ richtig sein, für jemanden anderen nicht. Für den einen mag es reichen, mit WordPress, OneRiot, bit.ly und Hootsuite zu arbeiten, für andere nicht.

    Blogwerk hat ein interessantes Produkt vorgestellt, und was mich besonders freut, dieses Produkt ist ein Service. Ein Service, den es so bisher noch nicht gibt. Wenn es dafür Nachfrage gibt, dann wird der Wettbewerb dafür sorgen, dass Blogwerk diesen Service kontinuierlich verbessert und/oder vergünstigt.

    It’s as simple as this. Ich wünsche Euch viel Erfolg damit!

  23. @von Gunten: solche services sind schon eine weile auf dem markt, man muss nur mal über den tellerrand schauen. in US gibt es firmen die sowas anbieten PLUS social media monitoring aller channels. zu einem bruchteil der kosten. als SaaS modell. erstaunlich dass so viele hier denken es sei der launch einer idee auf die noch keiner gekommen ist, respektive umgesetzt hat. und wenn ich die entscheidung zwischen sympathie und die wahrheit sagen habe, dann bin ich lieber authentisch als beliebt.

  24. @dirk
    Auch wenn es diese Dienstleistungen schon länger auf dem Markt sind, hat Blogwerk eine Lösung präsentiert, die für etliche schweizer Firmen interessant sein kann.
    Ausssagen, dass ein mittelmässiger Programmierer oder Freelancer dies in 20 Minuten erledigen kann und das die Lösung nur das Zusammenklicken von Plugins und Funktionen ist, machen den Eindruck von Neid.
    Es macht keine Sinn hier über den Preis zu diskutieren. Wer den Preis für den Service nicht bezahlen will, muss nicht bestellen oder heuert einen Freelancer an.

  25. Wer eine günstige Variante mit Autoposting hin an verschiedene Orte wünscht, kann auch posterous ausprobieren. Deren Autopost-Funktion unterstützt eine Masse von Diensten. Die elegante Möglichkeit die Reaktionen auch direkt vor Ort zu sehen, bietet posterous aber (noch?) nicht.

  26. Ich habe den Eindruck, dass der Leistungsumfang zu wenig klar definiert ist um eine sachliche Diskussion über Preise zu führen…

  27. @Roland Studer
    Kennst du eine Möglichkeit wie ich mit Posterous meine in WordPress geschriebenen Beiträge automatisch verteilen kann? Ich mag dieses Post per E-Mail nicht. Habe mir überlegt ein Plugin zu installieren das die neuen Beiträge an Posterous mailt. Oder gibts da etwas anderes?

  28. @Christian Leu
    Ich finde Posterous super-praktisch, aber in Sachen SEO und Monetarisierung ist es leider noch nicht so weit. Auch hat es weit weniger Features als WordPress, dafür ist es natürlich viel einfacher zu bedienen.

    Kürzlich haben sie eine Finanzierungsrunde erhalten, sie werden also noch schön ausbauen…
    http://blog.schaerers.info

  29. @Walter
    Ja, danke für den Link aufs Video, das wollte ich auch noch mal posten. Sehr cool gemacht. Ich habe testweise jetzt mit dem Posterize Plugin für WordPress mein D.I.Y. SMK aufgesetzt. Mal schauen wie das funktioniert und dann wird darüber gebloggt. Aber eben, es handelt sich beim BSMK ja um eine Dienstleistung. Aber spannend ist es trotzdem zu schauen wie das Crossposting mit Bordmitteln und Web 2.0 Services gelöst werden kann.

  30. Zur Lizenzfrage – im Bezug auf WordPress und die GPL:

    In conclusion, the WordPress themes supplied contain elements that are derivative of WordPress’s copyrighted code. These themes, being collections of distinct works (images, CSS files, PHP files), need not be GPL-licensed as a whole. Rather, the PHP files are subject to the requirements of the GPL while the images and CSS are not. Third-party developers of such themes may apply restrictive copyrights to these elements if they wish.

    http://wordpress.org/development/2009/07/themes-are-gpl-too/

    Zur «Preisfrage» – Peter Hogenkamp hat das Wichtigste korrekt beschrieben:

    Wir nennen es Marktwirtschaft. Wer es nicht kaufen will, muss nicht. Ich glaube, es gibt sehr viele Firmen, die ein Kommunikationsbudget von rund CHF 10′000 im Jahr haben und damit im Moment deutlich zu wenig erreichen selbst zusammenzubasteln. […] Natürlich wird es immer billiger sein, sich die Sachen selbst zusammenzubasteln. […] Ich habe in meiner Standardpräsentation zu Social Media Marketing eine Folie, die lautet: “Sie brauchen eigentlich keine Agentur – wenn sie genug Zeit haben.” Dieser Tradeoff Zeit vs. Budget ist es letztlich, der allen Beratern, Agenturen etc. den Umsatz bringt. Nicht jeder hat endlos Zeit, Sachen herauzufinden.

    Fachpersonen erscheinen auf den ersten Blick häufig teuer zu arbeiten, im Vergleich zu den eigenen Kosten für das gleiche Ergebnis ändert sich das Bild dann üblicherweise … sollte Blogwerk zu teuer anbieten und die Umsetzung des «Social Media Kit» wirklich so einfach sein wie oben teilweise zu lesen ist, dürfte sich schnell Konkurrenz am Markt zeigen.

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  32. Hanspeter Reissmann 28. Juni 2010 um 15:44

    Wenn Blogwerk an der bisherigen sozialen Einstellung festhält, dann legt es den Code offen. Sonst ist das nicht mehr als reine Abzocke unter sozialen Deckmantel.

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