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Und das ist mobile Banking. Numbrs.

Dank einem Tweet von Daniel Rei bin ich diese Woche auf Numbrs gestossen. Eine iPhone App aus der Schweiz, mit der man deutsche Bankkonten zu mobilen Bankkonten machen kann. Aber seht selber:

Natürlich habe ich die kostenlose App sofort installiert und mein Stadtsparkasse Konto eingerichtet und getestet. Es scheint, als gäbe es im deutschen Bankmarkt eine schon länger existierende API mit der Fremdprogramme auf die kompletten Kontodaten zugreifen können. Anders kann ich mir die grosse Anzahl an unterstützten Banken nicht erklären. Einmaliges einloggen mit meinen eBanking Angaben genügt, danach kann ich die App mit einem Sicherheitsmuster öffnen.

Sofort habe ich eine schöne Übersicht aller Transaktionen auf meinem Konto, eine Aufschlüsselung nach Verbrauchsart und die Möglichkeit ganz schnell eine Zahlung zu machen. Dabei werden alle bisherigen Zahlungsempfänger gespeichert und so kann man auch wiederkehrende Zahlungen ganz einfach machen. Wie beim eBanking der Stadtsparkasse üblich, wird jede einzelne Transaktion mit einer SMS-TAN bestätigt.

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Nachdem ProSiebenSAT.1 8 in die Firma investiert hat, wird diese auch intensiv auf den Sendern der Mediengruppe beworben und bekommt nicht nur gute Bewertungen. Gerade die Tatsache, dass zwei der drei Sicherheitselemente von Numbrs auf eigenen Servern gespeichert werden wird kritisch angeschaut.

Wenn ich mir den mühsamen Prozess anschaue, damit ich meine Postfinance Konten mit Qontis.ch, dem Personal Finance Manager der NZZ Gruppe verbinden kann, wird es für eine universelle Banking-App in der Schweiz noch ein wenig Zeit brauchen.

6 Kommentare

  1. Ja in Deutschland gibt es einen Standard für den Datenaustausch bei Banken. Der fehlt leider in der Schweiz. Deshalb hat Numbrs Deutschland gewählt. Mir fehlt etwas deine kritische Sicht auf das Businessmodel.

    Kannst du mal Avuba oder Numbers26 testen?

  2. Christian Leu 30. Mai 2014 um 21:23

    @blogstone
    Hab mich mal bei Avuba in die Warteliste eingetragen. Mit Numbers26 kann ich nichts finden? Ansonsten bin ich relativ unkritisch, da ich ja quasi nur ein Testkonto hier in Deutschland habe. Scheinbar haben die Macher aber relativ stark nachgerüstet um die Datenrechte zu erklären.

    @Habi
    Stimmt, in Deutschland gab es glaub schon ewigs irgendwelche Apps. Eventuell sind daher die Online Banking Systeme noch schlimmer anzusehen wie bei uns.

    @George
    Go for it!

  3. Christian Leu 31. Mai 2014 um 15:00

    @blogstone
    Danke. Bei den beiden scheint es sich aber um vollständige Konten mit mobile App zu handeln?

    Ich hab jetzt übrigens schon einige Zahlungen mit Numbrs gemacht. Funktioniert eigentlich sehr einfach und ist praktisch, da man das iPhone auch gleich dabei hat.

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