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Die Geschichte mit dem Strom

Langjährige Leser wissen, auch ich habe mich schon mit dem Thema Energie auseinandergesetzt. Zum Beispiel meinem Lebensziel, ein Flusskraftwerk zu besitzen und zu betreiben, oder indem ich angefangen habe den unmittelbaren Stromverbrauch im Haushalt zu Messen und überwachen, darauf hingewiesen habe, dass Google mit Powermeter eine interessante Plattform zu diesem Thema bieten würde und per Zufall auch von einem Anti-Atom-Marsch von Genf nach Brüssel berichten konnte.

Jetzt haben wir den Schlamassel, der Anti-Atom-Marsch nach Brüssel hat nichts gebracht, die Warnungen wurden in den Wind geschlagen und vielleicht bringt uns der Wind schon bald eine erhöhte Strahlenbelastung in die Schweiz. Hoffen wir aber, dass es nicht zum Einsatz von Biobotern kommen muss und dass die Regierung in Japan solche Meldungen nicht einfach aus notpolitischen Gründen herausgibt.

Tönt nach einem Wunder?

Seit Beginn dieser Katastrophe mache ich mir Gedanken wie denn die ganze Energie, die heute durch Atomkraftwerke produziert wird, kompensiert werden kann. Es bringt ja nichts, wenn wir in der Schweiz die Atomkraftwerke abstellen und dafür dann in Frankreich neue gebaut werden. Oder in Tschechien.

Bewundernswert übrigens die Geschichte aus Österreich, wo in Zwentendorf schon ein ganzes Atomkraftwerk gebaut war und dann das Volk 1978 noch Nein zur Atomenergie gesagt hatte. Was zur Folge hatte, dass Zwentendorf niemals ans Netz ging und man in Österreich nie ein Kernkraftwerk hatte.

Wie schränken wir uns ein?

Solange es keinen hier sichtbaren GAU gibt, wird leider Gottes niemand persönliche Einschnitte machen. Jeder hat ja dann im Endeffekt das Gefühl sein Beitrag sei ja eh zu klein. Also müsste man über den Strompreis den Verbrauch Steuern. Intelligente Stromzähler, die zum Beispiel mit der DigitalStom Technologie (die scheinbar nicht zum laufen kommt) bis auf Geräteebene die Verbräuche messen wären sicher ein Weg. Eine Stadt, die zumindest schon auf intelligente Stromzähler umgestiegen ist, ist Arbon. Im Bericht in der heutigen Sonntags-Zeitung wird erklärt, wie diese Technologie zumindest den unmittelbaren Verbrauch aufzeigen kann.

Im Endeffekt sehe ich folgende drei Massnahmen als kurzfristige Möglichkeit unseren Stromverbrauch einzudämmen:

  1. Einführung verschiedener Aufschläge für Klimaanlagen, Geschirrspüler und weitere nur dem Komfort dienliche Verbraucher.
  2. Kontigentierung von Strom auf die Anzahl Bewohner eines Haushalts und massiv erhöhte Preise für Mehrkonsum.
  3. Grundsätzliche Preiserhöhung bei allen Energieprodukten, auch Treibstoffen.

Nicht unbedingt eine schöne Vorstellung, aber solange wir den Energiebedarf nicht mit natürlichen Quellen decken können, müssen wir uns doch überlegen uns einzuschränken. Der Bau von Kohle- und Gaskraftwerken als Alternative ist ja auch nicht unbedingt das richtige.

Sonnenkollektor zur Warmwasseraufbereitung

Zusätzlich zweifle ich zum heutigen Zeitpunkt immer noch an der Effizienz von Solarzellen, für deren Herstellung schon sehr viel Energie verwendet wird. Dies obwohl ich einen Teil meines eigenen Stromverbrauchs mit reinem Solarstrom decke. Als effizienter sehe ich den Einsatz von Sonnenkollektoren zur Warmwasseraufbereitung auf Einfamilienhäusern an, etwas das in Osteuropa schon viel zu sehen ist.

Was können wir tun?

  • Wir können sofort auf ein Atomstromfreies Produkt umsteigen.
  • Wir sensibilisieren unseren Arbeitgeber! (Ich habe mal von einem Hotelier gehört, dass die Energiekosten in einem grossen Betrieb gerade mal 3% der Gesamtkosten ausmachen. Eventuell könnte ein Umstieg auf Biostrom gut für’s Karma und den Betrieb sein und der Gewinn ist immer noch da!)
  • Wir informieren Bekannte und Freunde über die obengenannten Möglichkeiten.
  • Wir überlegen uns, welche Geräte wirklich dauerhaft laufen müssen und ersetzen alte, stromfressende Geräte durch neue, effizientere.

Das Thema Stom ist ja nicht einfach und deshalb ist es wichtig Wissen weiterzugeben. Zum Beispiel gibt es keinen Atomstromfilter wie hier angepriesen, dafür kann man Strom aus nachhaltiger Produktion kaufen ohne dass die Steckdose zuhause umgebaut wird.

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