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Die Post. Für die dümmsten Kunden der Welt

Aktuelle Werbekampagne auf der Homepage der Schweizerischen Post

Soeben bin ich schriftlich von der Post informiert worden dass mein nach Italien versendetes iPhone definitiv verloren ist. Im gleichen Schreiben informiert die Post, dass für die gemäss Internetseite und Werbung versicherte Priority Sendung kein Haftungsanspruch gegenüber der Post besteht. Es wird auf die beliegenden AGB Postdienstleistungen verwiesen.

Im Detail, die Beschreibung auf der Website:

Und ein Auszug aus den Allgemeinen Geschäftsbedingungen mit Ausnahmen von der Haftpflicht:

Im Moment frage ich mich nur, wieso mich die Dame am Schalter trotz meiner Fragen zur Versicherung der Ware und ihrer Kenntnis des Inhalts meiner Sendung nicht auf diesen Umstand hingewiesen hat. Aber mein erster Eindruck nach Studium der AGB ist, dass uns die Post für dumm verkauft. t.b.c.

49 Kommentare

  1. Pingback: Malte Polzin

  2. Pingback: Daniel Wyss

  3. Pingback: Michael Schmid

  4. die ehrlichen werden wieder mal bestraft. Hättest du angegeben es sei ein Markenteddy mit Wert 999.- CHF wäre es wohl nie ein Problem gewesen dieses Geld zu bekommen.

    Liebe Post, kommt doch bitte im 2010 an! Es ist zwar schon bald 2011, aber 2010 reicht auch…

  5. Pingback: Adrian Senn

  6. Pingback: Gabriele Bryant

  7. jetzt muss man schon die agb studieren, bevor man ein paket aufgibt?
    und für was soll dann noch die versicherung sein, für die beigelegte postkarte? agb: … röntgenbilder sind zur beweisnachführung der schadensanzeige beizufügen …

  8. Pingback: Anna

  9. Recht peinlich. AGB sollte man eigentlich verbieten, da man eh nie die Chance hat sie zu lesen geschweige denn vollständig zu verstehen.

    Was sagt deine Rechtsschutzversicherung?

  10. Pingback: Ulrich Meier

  11. @mike
    Rechtsschutz? Hmm, da war doch mal was…
    Ansonsten wäre ich ja nur schon froh gewesen auf meine explizite Nachfrage nach Versicherung eine Antwort zu erhalten was ausgeschlossen ist. Zum Beispiel Mobiltelefone.

  12. Da hat sich wohl der Silvio selbst bereichert. So was ist echt nicht okey, vorallem da unsere Post sowieso schon krass dahinserbelt.

    Vor ein paar Wochen war ich in einer Postfinance Filiale (PF finde ich die Beste „Bank“ in der Schweiz), die Kundenberaterin ist mir fast auf die Beine gesessen also sie hörte, dass ich ein SBB Depositokonto bei der PF habe. Die Post gibt ihren Mitarbeitern die schlechteren Konditionen wie den SBB angestellten. Kein Wunder sind die Leute nicht zufrieden.

  13. Wenn auf der Website nirgends klar erkennbar ist, dass es Ausnahmen gibt, und Du am Schalter und von der Versicherung auch nicht darauf hingewiesen wurdest, hast Du sehr gute Chancen, dass die AGB in diesem Fall für Dich gar nicht gelten. Die Gerichte sind in Sachen AGB generell sehr kundenfreundlich!

  14. Aus der Hüfte geschossen, behaupte ich als Jurist, dass dir die Post die Versicherungsdeckung schuldet, sofern es sich genauso zugetragen hat, wie du es schilderst: Du hast die AGBs „global“ übernommen, musstest nicht damit rechnen, dass deine Sendung nicht versichert ist, zumal du dich extra nach dem Versicherungsschutz erkundigt hast. Das Problem: Es wird schwierig zu beweisen, dass es sich so zugetragen hat. Aber vielleicht musst du ja keine geschlossene Beweiskette vorlegen, bis die Post ein Einsehen hat…

    PS: So AGBs sind immer wieder lustig: Ich habe bei Orange ein Abo gelöst, das unter anderem damit promoted wird, dass „Anrufe nach Europa“ in der Flatrate eingeschlossen sind. Nun, Quizfrage: Wo liegt St. Petersburg? In Afrika? Gemäss Orange-Kleingedrucktem jedenfalls nicht in Europa…

  15. Die Post mal wieder. Ich versuch ja wo es geht den Laden zu meiden. Aber das ist ja wirklich ziemlich heavy, sorry.

  16. Eigentlich ist mein Problem gar nicht mein Problem, da ich den Versand zuerst verweigert habe, und erst dann das Packet geschickt habe wie der Empfänger schriftlich die Haftung übernommen hat. Leider hat der eBay Käuferschutz dies bis jetzt nicht akzeptiert und ich bin meine Kohle los. Ich brauche keine Rechtschutzversicherung, ich brauche eine Kanzlei. Gopf. So dumm hab ich nun selten mal Geld verloren.

  17. Pingback: Jean-Claude Frick 

  18. Pingback: vinschger

  19. Ist ja schon dicke Post. Ich glaube, Rechtsschutz hilft da nicht weiter.
    Schon eher wird sich die Post einsichtig zeigen, da es sich bei der geschädigten Person um einen opinion leading blogger handelt.
    Die AGB’s sind zwar „gemein“ aber klar.
    Ich frage mich nur, mit welcher Begründung Handys, Computer und Computerbestandteile von der Versicherung ausgeschlossen sind. Schmuck und Uhren sind ja auch versichert.

  20. Pingback: Mirko Ganarin

  21. Du hast wirklich Pech gehabt, die Post hat KEINE AHNUNG was Service ist. Aber: Ich hätte NIE ein Paket nach Italien mit der normalen Post geschickt, da muss fast damit gerechnet werden das es nie ankommt. Ich hätte das mit DHL oder UPS geschickt. Die Kosten müsste eh der Käufer tragen.
    Aber hinterher ist man immer schlauer.

  22. Das ist mal echt übel. Leider. Ich hääte dir auch DHL oder UPS geraten, aber im Nachhinein ist man – wie Jean-Claude bereits sagte – schlauer.

  23. Pingback: Oliver Buerge

  24. Pingback: König Kunde

  25. Das ist schon eine Frechheit und hat mit kundenfreundlichem Service nichts zu tun, ehr mit dem Muff eines (Immer noch-) Monopolisten. Dass ein Paketversender nicht unendlich und für alles haftet ist nachvollziehbar, aber zum einen ist der Ausschluss von Mobiltelefonen nicht wirklich nachvollziehbar und zum anderen kann man das auch kundenfreundlicher kommunizieren, wenn es schon sein muss. Ein Beispiel ist der private Paketversender Hermes in D, den ich schon öfter in Anspruch genommen habe für innerdeutsche Paketpost. Dort sind die AGB (1) als übersichtliche und ohne Lupe lesbare Webseite (inkl. Links) verfügbar und (2) einfach lesbarer auch was die Formulierungen angeht. Unter 4.2. ist klar nachvollziehbar beschrieben, was erst gar nicht zur Beförderung angenommen wird (u.a. kein Tabak oder Alkohol in die Schweiz :-) ).

  26. So ich hab mir die AGB auch mal durchgelesen und nur zur Info für all diejenigen die gerade verunsichert sind:

    Der Auszug den Leumund oben gepostet hat gilt nur für Sendungen ins Ausland. Heisst im Inland sind eletronische Geräte versichert.

    Zwar immer noch komisch, dass die Sendungen ins Ausland so definiert sind, aber dafür im Inland kein Problem, wo warscheinlich die meisten von uns hin versenden.

  27. Pingback: Rene Melzer

  28. Naja, es wird wohl nur fürs Ausland gelten, weil da die Sendungen durch mehr Hände gehen, sprich Stellen, die die Schweizer Post nicht kontrollieren kann… So oder so die AGB’s sind eine Frechheit, vor allem wenn man am Schalter nachfragt und einem gesagt wird, dass alles kein Problem ist.

  29. @boumi
    Leider ist der Käuferschutz verschissen wenn man der Verkäufer ist.

    @zorra
    Ich hab mir das auch überlegt, die Post mag wohl einfach nicht Ziegelsteine versichern die als iPhone’s nach Italien geschickt werden. Dennoch, muss mich mal auf die Suche nach meinen Versicherungsunterlagen machen.

  30. Pingback: Daniel Wyss

  31. @Christian Leu:

    Genau im eBay- und auch PayPal-Käuferschutz liegt wie von Dir erwähnt das eigentliche Problem – grundsätzlich trägt ja immer der Empfänger das Risiko für den Versand, sofern man als Absender den erfolgten Versand beweisen kann.

    Seit einer eigenen negativen Erfahrung verkaufe ich nicht mehr via eBay und PayPal sowie ins Ausland. Gerade ausländische Empfänger neigen dazu, Probleme zu verursachen, allein schon wegen den Zollgebühren, die für Sendungen aus der Schweiz üblicherweise anfallen.

  32. @Martin
    PayPal hat aber dem Käufer recht gegeben. Dies noch bevor ich Bescheid von der Post erhalten habe. Ich habe ja einen Beweis für den Versand, zusätzlich hat der Käufer sogar schriftlich bestätigt er übernehme die Haftung ab dem Zeitpunkt wo ich ihm die Trackingnummer übersende. Ich habe jetzt bei PayPal den Entscheid angefochten und werde morgen dann das Schreiben von der Post nochmals einreichen. Im Moment ist die Kohle aber von meinem PayPal Konto weg. Hast du hier etwa noch eine Information zu dieser Haftungsfrage?

  33. PayPal hat aber dem Käufer recht gegeben.

    Eben … aus diesem Grund verwende ich eBay und PayPal nicht mehr. Für die zur Diskussion stehende Beträge lohnt es sich jeweils nicht, gegen eBay und/oder PayPal vorzugehen, da der Aufwand in Verbindung mit ausländischen Rechtsordnungen viel zu gross wäre. Ich verkaufe deshalb nur noch an Schweizer Käufer gegen Vorauszahlung.

    Hast du hier etwa noch eine Information zu dieser Haftungsfrage?

    Für die Schweiz sind grundsätzlich Art. 185 Abs. 1 und 2 OR einschlägig, für Käufer im Ausland muss das anwendbare Recht jeweils im Einzelfall bestimmt werden – bei einem Kaufvertrag im beschrieben Rahmen lohnt sich der Aufwand dafür typischerweise nicht.

  34. @Martin
    Ju, bei einer Schadensumme von 800.- CHF lohnt es sich ja keinen Anwalt zu beauftragen. Ich nerv mich am meisten weil ich sofort gesagt hatte, nach Italien liefere ich nicht und mich dann vom Käufer umstimmen lies. Hmpf. Man sollte IMMER auf sein Bauchgefühl hören.

  35. Mir ging es ähnlich mit einem Käufer in Spanien – wobei dort nicht einmal das Tracking der Post funktionierte. Immerhin konnte ich mich mit diesem Käufer dann auf eine Teilrückerstattung einigen … aber spätestens seither widerstehe ich erfolgreich der Versuchung, via eBay und PayPal zu verkaufen.

  36. Nur so als Info, die Schweizerische Post hat sich schon per E-Mail gemeldet und nachgefragt ob mein Artikel auf der Facebook Page verlinkt werden darf, bzw. hat den Artikel schon verlinkt. In der Zwischenzeit habe ich eine Antwort auf den Bescheid verfasst und werde diese morgen an die entsprechenden Stellen schicken.

  37. Pingback: Sam Steiner ✔

  38. Und der Käufer verhält sich stur? Wenn er die Situation verstehen würde und etwas Sozialkompetenz hätte, könntet ihr wenigstens die Kosten 50/50 teilen, nicht? Wäre jedenfalls eine Anfrage wert. Immerhin hat er dich in diesen Sumpf reingeritten.

    (oder glaubt er nicht, dass du die Ware versandt hast?)

  39. Da bastelt ihr so lange rum, bis ihr Opfer seit :-)

    Aufgabe einer Sendung ist gleich Vertragsabschluss mit der Post! Euch sind die AGB also bei Vertr

  40. Pingback: PayPal entscheidet gegen eigene Käuferschutzrichtlinien • ebay, käuferschutz, paypal, recht, schweiz • leumund.ch

  41. Pingback: ymotux©

  42. Pingback: Ende gut alles gut. • ebay, fehler, paypal, post • leumund.ch

  43. Die Post hat am 9. November (2010) auf der Facebook Page geschrieben „Genau – die richtigen Fragen. Wir klären ab und melden uns wieder.“

    Hat die Post sich wieder gemeldet?

  44. Pingback: Ralph Gloor

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