Permalink

21

Embedded Blogger ausgeladen

Wie ich heute morgen telefonisch erfahren habe wurde ich vom Pressevent für den Eurofighter wieder ausgeladen.

Dies weil ich das ganze als journalistischer Selbstversuch deklariert habe.

Dadurch wurde den Verantwortlichen bei Armasuisse wohl bewusst dass es sich um einen Blog handelt und nicht um eine Zeitung. Dabei habe ich am Montag ja telefonisch genau deklariert was ich mit meinem Blog so tue.

Tja, scheinbar war ich da mit meinem Geschreibsel ein wenig zu vorlaut. Ich hab mir das ja schon auch noch überlegt aber gerade die Freiheit zu schreiben was man will macht ja so einen Blog aus.

Ich suche jetzt mal den Kontakt zum Hersteller der Flüsterjets Saab Grippen und lass mich nach Schweden einladen.

21 Kommentare

  1. Nur ist es doch das grosse Problem von Blogs: alle schreiben nur, was sie wollen. Niemand tut wirklich etwas. In diesem Sinne wäre ein solche Bericht vor Ort interessant gewesen. Jänu. Es macht uns Blogger halt aus, dass wir’s jeweils verspielen :-) Blabla halt.

  2. hmm. ju, verspielt hab ich es, du hast ja recht. Indem ich das ganze in meinem Beitrag zu wenig ernst genommen habe wurde ich wieder ausgeladen. Eigentlich doof von mir.

  3. haha, sehr lustige geschichte. aber klar, die armee hat ja gerade im moment schlaueres zu tun, als auch noch auf den leu aufzupassen, der den holzschurnis womöglich noch die show stiehlt.

    nächstes mal einfach wallraffiger anleiern: anmelden, schnauze halten und dann die fötelis von den rostflecken am jet posten. so geht das. mit dem embedded blogger bist du einfach noch eine generation zu früh. wie so oft ;-)

    würde mich nicht wundern, wenn dir die einladung nach schweden noch gelingen würde, hüstel …

  4. Weil das auch ein lustiger Medienrummel ist und du dort ebenfalls interessante Einsichten in das Funktionieren der Holzmedien erhälst. Und weil wir dann einen Kaffee trinken könnten.

  5. @dominik
    Also den Stress hatte ich schon mal mit der Kulturministerwahl und überhaupt wird ja erst wieder ein Sitz für die Blogger frei wenn Moritz Leuenberger zurücktritt.

  6. Wie in den Kommentaren schon erwähnt: Das Problem war nicht, dass dein Medium ein Blog ist. Das wussten die doch schon von Anfang an, jetzt mal ehrlich. Die schauen doch, wer sie da anruft.

    Nee, das Problem war wohl ein anderes. Die Verantwortlichen gingen davon aus, dass du dich genau so steuern und beeinflussen lassen würdest, wie alle die anderen Journis. Und nachdem du ganz deutlich (zu deutlich?) sagtest, dass dies nicht der Fall sein wird, luden sie dich halt wieder aus…

  7. Stimme Andreas zu. Die haben doch einfach Angst. Was ich aber bei Dir irgendwie nicht verstehe. Keiner nimmt sich die Zeit da hinzugehen und dann nur Schrott zu schreiben. Da muss man sich schon dafür interessieren.

  8. Mich hätte es erstaunt, wenn du nach dem Beitrag nicht ausgeladen worden wärst. :-) Aber mich hat es vorher schon erstaunt, dass du überhaupt eingeladen worden bist. Infsofern erstaunt’s mich nun im doppelten Sinne überhaupt nicht, dass du ausgeladen wurdest und somit im Status eines Nichteingeladenen bist. Ziemlich… verladen, dieser Kommentar.

  9. Hm, schade eigentlich. Na du hast ja was draus gelernt und beim nächsten mal stellste dich dann schlauer an :)

  10. @andreas
    die offizielle Einladung und die offizielle Ausladung erfolgten mündlich. Die heutige Begründung war dass ich aufgrund der Formulierung journalistisches Selbstexperiment beweise dass ich gar nicht journalistisch tätig sei. Was ich am Montag auch telefonisch schon erklärt hatte.

  11. Ob journalistisches Selbstexperiment oder nicht kann der armasuisse eigentlich Wurscht sein. Ich sag’s nun, auch wenn’s abgedroschen klingt: Wir, Steuerzahlen, haben ein Recht darauf, mehr über dieses Miliarden-Anschaffung zu erfahren – auch ungefiltert.

    Doch armasuisse will offensichtlich noch immer wie seit den 1960er Jahren alle Informationen gezielt und kontrolliert absetzen. Denn – pssst – streng geheim! ;-)

    Mach‘ Dein journalistisches Selbstexperiment trotzdem weiter und wende Dich an den Mann, den ich hinter meinem Namen verlinkt habe. Als Präsident der sicherheitspolitischen Kommission (und als Grüner) kann er Dir vielleicht einen ECHTEN Grund nennen, weshalb man Dir den Zugang verweigert – oder aber er kann Dir den Zugang verschaffen (Nationalräte sind unsere Volksvertreter, die dürfen wir ungeniert angehen).

    Übrigens: Chapeau für Deine Initiative!

  12. Pingback: Werbung für die Viagra-Mafia | der leumund.

  13. Pingback: twenty9 » Blog Archiv » Blogger am Autosalon in Genf

  14. Pingback: Erstaunlich naiv, diese Journalisten? • bestechung, journalismus, medien, pr, unabhängigkeit, zickenkrieg • Der LeuMund.ch

Jetzt kommentieren: