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Entwicklungshilfe mit Mikrokrediten

Kiva - loans that change lives

Für mich ist die Entwicklungshilfe mittels Mikrokrediten die beste und effizienteste Art um Menschen zu helfen sich zu entwickeln. Kiva.org ist eine Plattform die zusammen mit Organisationen vor Ort hilft dass eben diese Menschen Mittel zur Verfügung gestellt kriegen mit denen sie ihr Geschäft ausbauen und erweitern können. Ray hat einen detaillierten Artikel dazu geschrieben, hier seine Erklärung von Kiva.org:

Kiva hat auf der ganzen Welt verstreut Partner und Partnerorganisationen, die vor Ort Wirtschaftsförderung betreiben, Kleinstunternehmer beraten und unterstützen, sie und ihre Unternehmen auch als Kreditrisiken einschätzen. Findet der Partner ein unterstützenswertes Projekt – eine Näherin braucht verschiedenfarbige Garne, eine neue Nähmaschine und Schnittmuster, z.B. – wir der Kredit bei Kiva beantragt. Verbunden damit, hat die Unternehmerin einen rudimentären Businessplan zu unterbreiten, aus dem ersichtlich ist, wofür und wieviel Geld eingesetzt werden und wann und wie es wieder zurückkommen soll.

Und da es uns auch in der heutigen Zeit noch sehr gut geht möchte ich meine Leser bitten auch bei Kiva.org mitzumachen!!! Entweder individuell oder zusammen mit uns Twittern und Bloggern in der Swisstweets Gruppe. Die Erfahrungen sind durchwegs positiv:

Ich habe seit Dezember 2007 auf dieser Plattform schon 50 Kredite vergeben – KEINES davon (24 bisher voll zurückbezahlt) ging aus finanzieller Sicht in die Hose (und wenn schon, wäre das ja nicht schlimm). Ich kann es also nur empfehlen! Sam

Das Geld kriegt man übrigens wieder zurückbezahlt, kann es aber auch wieder investieren. Also statt a fonds perdue irgendwelchen Hilfsorganisationen zu spenden kann man hier seinen Einsatz auch immer wieder dem guten Zweck zuführen.

Also, MELDE DICH JETZT AN und investiere doch mal 25$ in ein Projekt das dich interessiert!

15 Kommentare

  1. Wichtig für Schweizer:

    Viele Darlehen, die via Kiva vermittelt werden, werden leider zu Wucherzinsen gewährt (15 und mehr Prozent). Als Schweizer sollte man sich aufgrund der hiesigen Rechtslage von solchen Darlehen fernhalten.

  2. @mds

    Tatsächlich werden die Darlehen mit um die 15% Zins gewährt. Dieser wird nicht an die Darlehensgeber ausgezahlt sondern dient der Kostendeckung der Finanzinstitutionen vor Ort, die auch nötig ist. Das Geschäft ist, gerade unter Berücksichgtigung der Verhältnisse und Infrastruktur vor Ort, aufwändig.

    Nicht an kiva.org angeschlossene Finanzinstitute gewähren ihre Darlehen zu Zinssätzen von 30 bis 40%, eben weil sie nicht auf diese zinslosen Einlagen zugreifen können, sondern auf herkömmliche Weise wirtschaften müssen.

    Nun kann man sich unter Umständen zu Recht Gedanken machen, ob man den übrigen Banken vor Ort mit der Unterstützung von kiva.org schadet und welche Auswirkungen das hat, das sehe ich durchaus ein. Aber Wucherzinsen kann man der Organisation und ihren Partnern nun wirklich nicht vorwerfen. kiva-Darlehen sind in aller Regel die bei weitem günstigste Möglichkeit für die Menschen in den betreffenden Ländern, zu einem Kredit zu kommen und in ihr Geschäft zu investieren.

  3. Ich finde das Konzept fantastisch. Das einzige was mich stört ist, dass man sich als „Geldgeber“ exponiert und die Kreditnehmer fast wie Facebook-Freunde auf einem Profil aufgeführt kriegt unter: http://www.kiva.org/lender/USERNAME.

    Das ist jetzt ein Bereich, der für mich zuviel Social Media ist. Mitmachen ja, sich damit im Web brüsten: Nein.

    Vielleicht habe ich gerade eine altmodische Seite an mir entdeckt.

  4. subprime-Kredite waren auch gut gemeint. Amerikanern der unteren Einkommensschichten wurde auf diese Weise zu einem Eigenheim geholfen. Deswegen waren sie auch politisch sehr erwünscht als eine Art Sozialförderung. Das Ganze wurde dann verbrieft und weitergereicht mti den bekannten Folgend.
    Die Parallelität zu Mikrofinanzierungen ist geradezu frappierend. Auch hier werden Arme mit Krediten versorgt zu horrendenden Zinssätzen (in der Regel um die 20% p.a.). Auch hier werden die Kredite weitergereicht, diesmal in Form von Mikrofinanzierungsfonds. Auch hier durfte man (zumindest) anfangs ein gutes Gewissen haben.
    Geht die Sache schief, dann werden sie die Vorzeichen ändern. Dann werden diejenigen, die ihr Geld in Mikorfinanz-Fonds gegeben haben als gierig, dumm, sozial unverantwortlich dargestellt werden. Ich hoffe, dass das im Falle der Mikrofinanzierungen nicht passieren wird. Aber, wie gesagt, Mikrofinanzierungen über die Maßen zu loben, halte ich für direkt naiv (Entschuldigung).
    Gruß Peterrein. http://www.tinyurl.com/xgpeterreins

  5. Habe ich mir auch schon überlegt das mit Kiva. Wie siehts eigentlich aus bezüglich Sauberkeit? Woher weiss ich, dass ich damit keine Kriminellen unterstütze oder das Geld, wie mds sagt zu Wucherzinsen ausgeliehen wird?

  6. ich denke durch die lokalen partnerinstitutionen ist gewährleistet, dass keine kriminellen machenschaften von dir geld erhalten. und von mir aus gesehen leihe ich lieber einem kleinkriminellen 100$ als dass ich einer grossbank 1000$ in den arsch schiebe.

  7. Danke für die Promotion! Wie ich gesehen habe, haben wir nun $1000 beisammen – cool!

    Lustig, wie man immer wieder Gründe findet, solche Dinge nicht zu unterstützen. Die Zinssätze sind für Mikrokredit-Systeme normal. Diese Partner vor Ort vergeben Kredite mit einem anderen Level an Risiko, müssen in diesen Kulturen oft sehr viel Controlling-Arbeit machen.

    Natürlich wäre es auch gut, mehr Feedback zu kriegen direkt aus dem Leben der Geldbeantrager. Und selbstverständlich darf man bei diesen Geldmengen nicht davon ausgehen, dass alles 100% sauber läuft. Da muss Kiva permanent dran sein und die Ratings der Partner überprüfen. Deswegen eine Grundskepsis aufzubauen (wie man oft so gerne tut, wenn's ums Portemonnaie geht), finde ich etwas schwach.

  8. Lustig, wie man immer wieder Gründe findet, solche Dinge nicht zu unterstützen. Die Zinssätze sind für Mikrokredit-Systeme normal. Diese Partner vor Ort vergeben Kredite mit einem anderen Level an Risiko, müssen in diesen Kulturen oft sehr viel Controlling-Arbeit machen.

    Wucherer finden immer eine Begründung … wer Darlehen nur zu Wucherzinsen vergeben kann, muss darauf verzichten – als Schweizer allein schon deshalb, weil man sich damit dem Risiko einer Strafverfolgung aussetzt.

  9. Pingback: Entwicklungshilfe mit Mikrokrediten | Finanzen und Kredite in Deutschland

  10. das darlehen an kiva.org erfolgt zinslos. mich würde interessieren, welche rechtlichen probleme du da siehst.
    zudem: was ist deine alternative zur selbsthilfe?

  11. Ich bin seit bald drei Jahren dabei und bin begeistert, da man ja nicht nur einmal spendet, sondern langfristig helfen kann, da ja die Darlehen wieder zurückbezahlt werden und der Betrag neu vergeben werden kann.

  12. Pingback: Mit Kiva im Internet Unternehmern via Mikrokredit helfen « EyeIT

  13. Pingback: Und der Kultpulli ist weg… » BloggingTom

  14. Ich finde kiva.org eine der effizientesten Möglichkeiten, sinnvolle Projekte zu unterstützen. In der lokalen Situation betrachtet sind 20% Zins kein Wucher, sondern verglichen mit den üblichen 30-40% Zins sehr günstig. Da ich mein Geld zinslos zur Verfügung stelle, geht dieser Zins an die Organisationen vor >Ort, die das geld ausleihen. Diese stellen auch sicher, dass es glaubwürdige, sinnvolle Projekte sind. Details dazu findet man immer bei kiva.org. Und bis jetzt habe ich auch alles was ich investiert habe, zurückerhalten. Und warum nicht einfach mal ausprobieren? Vielleicht kommt man auf den Geschmack. Viel Vergnügen

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