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eRevolution

Sicher ist: Eine mächtige Allianz der größten Industrien Europas will die neuen Elektromaschinen durchsetzen. „Ob wir eines Tages elektrisch betriebene Autos fahren werden, ist längst nicht mehr die Frage – sondern nur noch wann“, sagte E.on-Chef Wulf H. Bernotat auf der Strategiekonferenz zur Elektromobilität.


Diese Informationen sollte man sich merken. Denn scheinbar gehts in den nächsten Jahren mit Elektroautos richtig los. In Berlin kümmern sich sowohl RWE zusammen mit Daimler und Vattenfall mit BMW um die umfassende Installation von Elektrotankstellen. Damit soll der Mini-E und der Smart Electric Drive überall zu Strom kommen und schon das Pilotprojekt erfolgreich werden.

Interessant ist das ganze auch in Hinblick auf die Fahrkosten. So soll man mit umgerechnet 1 Franken 20 um die hundert Kilometer weit fahren können. Doch beachtlich, wenn man ansonsten um die 8 – 10 Franken bezahlt.

Dass die grossen Autokonzerne die Auto’s nicht wie bisher verkaufen sondern in Pilotprojekten zeitlich beschränkt im Leasing an Testkunden abgeben ist ein weiteres Zeichen für die Ernsthaftigkeit dieses Projektes. Damit will man wohl Klagen über Mängel die bei dieser ersten Serie von Fahrzeugen auftauchen können vermeiden und eventuell auch das Material nach einer gewissen Zeit überprüfen. So werden in Berlin, London, Paris und in Amerika verschiedene Pilotprojekte durchgeführt.

Die Zeichen stehen gut, denn es scheint nun aus der Industrie genug Interesse vorhanden zu sein diese Technologie zu verbreiten. Gerade im urbanen Umfeld sind Auto’s mit 250km Reichweite mehr als ausreichend und gerade in der Schweiz könnte solche Technologie sehr schnell im Car Sharing von Mobility eingesetzt werden.

Auch in der Schweiz ist man aktiv, so hat vor einigen Wochen in Interlaken ein Test von Elektromobilen stattgefunden und am Gotthard wurde die erste Stromtankstelle eröffnet.

Welche Rolle wird bei dieser eRevolution Swatch Gründer Nicolas Hayek noch spielen?

12 Kommentare

  1. Dauert das «Tanken» von Strom nicht viel zu lange?

    Die Kostenschätzung halte ich auch für sehr optimistisch, wir stellen in vielen Bereichen von fossilen Brennstoffen auf Strom um – beispielsweise beim Heizen –, bauen aber die Infrastruktur zur Energieerzeugung nicht im gleichen Ausmass aus, was zu höheren Strompreisen führt, vielleicht sogar zu Stromknappheit.

  2. Einerseits ist Strom als Antriebs-Energie das kleinere Übel, andererseits kommt er nicht einfach aus der Steckdose. Dass Stromkonzerne Freude an Elektroautos haben, erstaunt nicht wirklich und ist natürlich auch Argumentationshilfe für die Kernkraftwerkbefürworter.

    Um Marcel Haenggi zu zitieren:

    Aus Sicht des Klimas wäre es also zentral, weniger zu arbeiten, weniger zu verdienen und damit auch weniger zu konsumieren.

  3. Nun, Hayek versucht sich ja am Wasserstoff-Fahrzeug. Doch auch dieses läuft schlussendlich mit einem Elektromotor. Und: der eMotor ist viel effizienter als der Benzinmotor. Das Problem beim Wasserstoffahrzeug sind die Tankstellen. Wasserstoff ist sicher die umweltfreundlichste Variante, nur braucht es für die Elektrolyse bei der Wasserstoffherstellung genausoviel Energie/Strom, wie schlussendlich rauskommt.

    Ein Problem gibts noch bei der eMobilen: die sind beinahe geräuschlos, daher gefählich (man hört das Auto nicht mehr „kommen“). Auch hier gibts bereits Lösungen: Reifen, die durch ein spezielles Profil einen Meis machen.

  4. @David
    Danke für den Hinweis. Stimmt, die Belenos Clean Power Holding AG will zusammen mit dem PSI in Brennstoffzellen investieren. Ob das der richtige Weg ist werden wir sehen. Ich finde den Gedanken an die Nutzung von Strom -da schon fast überall vorhanden- mittlerweile ganz reizvoll.

    Das mit dem Lärm habe ich während einem Lexus RX400h Testdrive auch schon gelernt. Aber ich denke das wird man in den Griff kriegen.

  5. @rouge
    danke auch für den Hinweis. Sieht ein wenig nach Schweizer Projekt für Elektro aus. :-) Muss mal eine kleine Recherche starten wer in der Schweiz noch solche Projekte hat?

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