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Das Fragebuch

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Für alle die sich noch an mein 2008 Projektblog Tagesfrage.ch erinnern und diesen vermissen gibt es jetzt Das Fragebuch. Ein Reisebegleiter durchs Leben für Lesefaule, da man Frage um Frage liest und sich die Story selber denkt.

Die Macher vom Buch 50 Erfolgsmodelle, Mikael Krogerus und Roman Tschäppeler haben sich insgesamt 565 Fragen ausgedacht zu denen man sich Gedanken machen darf, die zum Reflektieren anregen oder auch mal kritisch hinterfragen:

Nr. 545: 3 Wörter die auf Ihrem Grabstein stehen sollen?

Nr. 418 Eine Person die Sie haben wollten aber nicht bekamen?

Nr. 91 Haben Sie ein berufliches Vorbild?

Na, studierts? Wie gesagt, insgesamt weitere 562 Fragen für die es sich lohnt das Fragebuch zu kaufen.

10 Kommentare

  1. Das ist ja eigentlich eine Idee von Max Frisch in seinen Tagebüchern:

    1. Sind Sie sicher, daß Sie die Erhaltung des Menschengeschlechts, wenn Sie und alle Ihre Bekannten nicht mehr sind, wirklich interessiert?

    2. Warum? Stichworte genügen.

    3. Wieviele Kinder von Ihnen sind niicht zur Welt gekommen durch Ihren Willen?

    4. Wem wären Sie lieber nie begegnet?

    5. Wissen Sie sich einer Person gegenüber, die nicht davon zu wissen braucht, Ihrerseits im Unrecht und hassen Sie eher sich selbst oder die Person dafür?

    6. Möchten Sie das absolute Gedächtnis?

    7. Wie heißt der Politiker, dessen Tod durch Krankheit, Verkehrsunfall usw. Sie mit Hoffnung erfüllen könnte? Oder halten Sie keinen für unersetzbar?

    8. Wen, der tot ist, möchten Sie wiedersehen?

    9. Wen hingegen nicht?

    10. Hätten Sie lieber einer anderen Nation (Kultur) angehört und welcher?

    11. Wie alt möchten Sie werden?

    12. Wenn Sie Macht hätten zu befehlen, was Ihnen heute richtig scheint, würden Sie es befehlen, gegen den Widerspruch der Mehrheit? Ja oder Nein.

    13. Warum nicht, wenn es Ihnen richtig scheint?

    14. Hassen Sie leichter ein Kollektiv oder eine bestimmte Person und hassen Sie lieber allein oder im Kollektiv?

    15. Wann haben Sie aufgehört zu meinen, daß Sie klüger werden oder meinen Sie’s noch? Angabe des Alters.

    16. Überzeugt Sie Ihre Selbstkritik?

    17. Was, meinen Sie, nimmt man Ihnen übel und was nehmen Sie selbst übel, und wenn es nicht dieselbe Sache ist: wofür bitten Sie eher um Verzeihung?

    18. Wenn Sie sich beiläufig vorstellen, Sie wären nicht geboren worden: beunruhigt Sie diese Vorstellung?

    19. Wenn Sie an Verstorbene denken: wünschten Sie, daß der Verstorbenen zu Ihnen spricht, oder möchten Sie lieber dem Verstorbenen noch etwas sagen?

    20. Lieben Sie jemand?

    21. Und woraus schließen Sie das?

    22. Gesetzt den Fall, Sie haben nie einen Menschen umgebracht, wir erklären Sie es sich, daß es dazu nie gekommen ist?

    23. Was fehlt Ihnen zum Glück?

    24. Wofür sind Sie dankbar?

    25. Möchten Sie lieber gestorben sein oder noch eine Zeit leben als gesundes Tier? Und als welches?

  2. Plagiat würde ich nicht sagen, wenn Sie Max Frisch Credits geben. Ich hatte mich auch schon in der Ergänzung dieser Fragen versucht…

  3. Mir kommen spontan Fischli & Weiss in Sinn – ursprünglich in der Form von Kunstinstallation, später auch in Buchform.

  4. Diese Diskussion führten wir natürlich auch: Kann man ein Buch machen, dass schon jemand gemacht hat (dies „schreiben“ zu nennen wäre m.E. übertrieben, ist ja eher eine konzeptuelle Geschichte)? Nun, die Antwort kam, als ich gedankenverloren meine Kochbuchsammlung anstarrte. Fragebücher sind eine Disziplin wie Kochbücher – als etwas banalen Vergleich. Empfehlenswert und das erfolgreichste seiner Art ist übrigens dasjenige des Schweizers Philipp Keel „All about me“, für Paare „all about us“. Oder 777 Faren von rolf Dobelli, auch er ein Schweizer. Frisch, Fischli Weiss. Ziemlich Schweiz-lastig, fällt mir grad auf.

    Auf unserem Blog gibt’s übrigens noch Antworten zu den Fragen.

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