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Gruppendynamik für Seminare und Vorträge

Die neuen Social Commerce Portale wie Groupon und Deindeal.ch funktionieren nach dem Prinzip der gemeinsamen Nachfrage auf ein bestimmtes Angebot. Kommen genug Interessenten für ein Angebot zusammen, wird dieses zu einem Schnäppchenpreis geliefert.

crowd am anlass im

2010 Anlass über Journalismus. (Photo x-foto.ch)

Ich habe mir überlegt, dass nach diesem Prinzip auch Seminare oder auch Einzelveranstaltungen organisiert werden könnten.

Angebot und Nachfrage bestimmen Seminarpreis

Man schreibt zum Beispiel ein Seminar aus, für das sich interessierte Teilnehmer anmelden können. Im Vorfeld wird festgelegt, wieviele Teilnehmer minimal und maximal am Seminar teilnehmen können. Jeder Teilnehmer gibt bei der Anmeldung bekannt, welchen Betrag er für das Seminar bezahlt, wird das Seminar durchgeführt, können die Teilnehmer teilnehmen, die am meisten geboten haben.

Gruppen organisieren sich Ihre Wunschspeaker

Dasselbe würde taugen, um zum Beispiel einen interessanten Redner für einen Vortrag zu engagieren. Man schreibt zum Beispiel einen Vortrag von Bertrand Piccard aus, interessierte Teilnehmer geben bekannt wieviel sie dafür bezahlen würden. Kommen genug Interessenten und Mittel zusammen, wird der Ort anhand der voraussichtlichen Teilnehmer und der Verfügbarkeit des Redners definiert.

Proof of Concept!

Einer der ein solches Pricing Model schon ausgetestet hat, ist Sprain. Wäre interessant zu wissen, was die Teilnehmer seines PHP Seminars im Durchschnitt bezahlt haben. Ich werde demnächst in einem Versuchslauf eine gekürzte Abendveranstaltung meines Seminars „Erfolg im Netz“ nach diesem Prinzip ausschreiben.

5 Kommentare

  1. Stimmt, dazu wollte ich schon lange mal etwas schreiben. Na, dann die grundlegendste Zahl doch gleich hier:

    Für meinen zweitägigen PHP-Workshop mit Bezahlung im Voraus gemäss eigenem Gutdünken gingen pro Teilnehmer durchschnittlich 440 Franken ein.

  2. Nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren die GAF (Gruppe autodidaktischer Fotografen/innen) http://www.gaf-portfolio.ch/ und die KAF (Klasse autodidaktischer Filmer/innen) http://www.autodidakten.ch/content/view/21/75/.

    Ich hatte des Vergnügen der KAF2 anzugehören, eine wirklich tolle, wenn teilweise auch mühselige, Erfahrung. Bei beiden bestimmen aber weniger die Anzahl Teilnehmer/innen den Preis, sondern den Inhalt. Die Kosten werden in einer Empfehlung festgehalten und die Dozenten aus der Branche haben die (bescheidenen) Ansätze meines Wissens immer akzeptiert. Auch wenn sie für die selbe Arbeit an der FHS Luzern oder der ZHdaK ein Mehrfaches verdienen. Die zu Grunde liegende Idee zählt, und die ist fantastisch.

  3. Die GAF funktioniert so ähnlich. Ein Pool von Fotografen steht für Kurse zur Verfügung und selbstorganisierte Schüler buchen dann die gewünschten Dozenten.

  4. Interessanter Ansatz, macht Lust zum Ausprobieren. Bleibt die Frage, ob sich da nicht die unselige „Geiz ist geil“-Haltung ein neues Wirkungsfeld sucht?

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