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Jumbo IC2000! Die Lösung der SBB Kapazitätsprobleme? - leumund.ch
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Jumbo IC2000! Die Lösung der SBB Kapazitätsprobleme?

Die SBB wollen mehr Geld von den Kunden um die Infrastruktur auszubauen und die Kapazitäten zu verbessen. Das heisst, um den Kunden auch in Zukunft die selben hochwertigen Dienstleistungen zu bieten braucht es mehr Geld. Zeit ein paar Fragen zu stellen, denn eine Aufwertung des bestehenden Materials könnte die Kapazität nahezu verdoppeln.

Müsste sich die SBB dem freien Wettbewerb stellen würde man -anstatt nach mehr Infrastruktur zu verlangen- vielleicht auch grundlegend über die Prozesse und die Optimierung des bestehenden Rollmaterials nachdenken. Als Vielflieger bin ich immer wieder erstaunt wie das Ticketing bei der Swiss ausgeklügelt funktioniert, wie man damit eine sehr gute Auslastung der Flugzeuge erreicht und dass wir Kunden bei der Swiss im Europaverkehr auf Kurzstrecken viel engere Verhältnisse als bei den SBB in Kauf nimmt.

sbb-ic2000

Der Kluge fliegt im Zuge?

Hier habe ich mir überlegt wie es wohl aussehen würde wenn man die aktuellen IC2000 Doppelstockkompositionen der SBB nach dem Vorbild der aktuellen Europaflotte der SWISS umbauen würde: Ein Sitzabstand von 76cm, Sitzbreite 43cm und die Erweiterung von 2 Sitzen pro Seite auf das 2/3 Modell mit insgesamt 5 Sitzen pro Reihe.

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Der Bahn-Ingenieur Peter Christener der seit Jahren den Zug & Eisenbahnblog betreibt hat mir die ganzen Berechnungen abgenommen. Als Basisdaten für die Sitze haben wir die Informationen der SWISS genommen, das heisst 76cm Abstand und eine Sitzfläche von 48cm.

Bildschirmfoto 2009-11-22 um 11.20.54

100% mehr Kapazität

Ein aktueller normaler Reisezugwagen hat im Normalfall eine Kapazität von 86 Sitzen in der ersten Klasse und 126 Sitzplätzen in der 2ten Klasse. Eine normale Zugkomposition mit 1 Steuerwagen 2te Klasse, 4 Reisezugwagen 2. Klasse, 1 Bordrestaurant, 2 Reisezugwagen 1. Klasse und einem kombinierten 1. Klasse/Gepäckwagen kommt man auf ein Total von 894 Sitzplätzen.

vergleich-kapazität-eng-normal-ic2000Würde man den kompletten Zug in der obengenannten Variante mit neun Reisezugwagen in einer 3/2 Bestuhlung ausrüsten käme man auf ein Total von 1767 Sitzplätzen. Das ist eine Verdoppelung der Kapazität.

Würde man nur in der 2ten Klasse (4 Reisezugwagen plus ein Steuerwagen) die Sitzanordnung verändern ergäbe dies immerhin noch eine Erhöhung der Kapazität von 602 Sitzen auf 963 Sitzplätze in der zweiten Klasse. Immer noch eine Kapazitätserhöhung um 66%.

Nicht berücksichtigt wurden die Gepäckablage, das Gesamtgewicht der Kompositionen, die technische Machbarkeit und allfällige andere Faktoren die den Bau einer solchen Inneneinrichtung verhindern.

Innovationsfreie SBB?

Man sieht aber doch, dass die SBB im Moment nicht sehr innovativ ist. Sieht man sich die neusten Regionalkompositionen für die S-Bahn Zürich an findet man auch dort die 4 plätzigen Jassecken und mehr oder weniger dieselben Kapazitäten.

stadler rail neue wagen für s-bahn zürich

Im Endeffekt sollte man sich bei den SBB wirklich mal an den Fluggesellschaften orientieren. Einerseits Reisen heute eindeutig zuviele Menschen in der 1. Klasse, was ein Zeichen für zu tiefe Preise (vorallem beim GA) ist. Hier könnte die SBB versuchen durch eine Abwertung des Komforts in der zweiten Klasse die 1. Klasse noch attraktiver zu machen und diesbezüglich auch mit einem höheren Aufpreis zu verkaufen. (Was ja auch hier wieder den Vergleich mit der Fliegerei nicht standhalten kann. Dort wird Business je nach Nachfrage teurer oder weniger teuer verkauft, nicht einfach nach einem fixen Faktor wie bei den SBB)

Man sieht, vielleicht sollten die SBB für die letzte Ausschreibung nochmals über die Bücher gehen oder den Fokus von den Schwarzfahrern auf die zahlenden Gäste ausrichten.

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