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Kein Folgezwang

Ab und zu gibt es Leute auf Twitter, die mich mehr oder weniger direkt auffordern ihnen zu folgen. Jetzt könnte ich natürlich einfach allen folgen, und mir dann eine Liste anlegen mit denen, die ich interessant finde. Aber abgesehen davon, dass ich in Twitter nicht noch Organisation betreiben mag, finde ich die Lösung unehrlich. Eine Timeline mit um die 350 Personen zu verfolgen ist realistisch und man hat immer mal was zu lesen wenn man reinschaut. Bei weniger wie 300 wirds mir mir aber langweilig, bei mehr wie 400 wirds unübersichtlich.

Falls jemand, dem ich nicht folge was interessantes sagt, kommt das meistens über retweets zu mir, falls jemand mir was interessantes mitteilen will reicht ein einfaches @leumund im Tweet. So werde ich auf neue, interessante Follower aufmerksam denen ich vielfach auch zurückfolge.

Weitere Tipps zu Twitter gibts in meinen 10 Twitter-Tipps.

30 Kommentare

  1. Pingback: Marcel Widmer

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  6. Ich bin absolut einverstanden, ein Folgezwang wäre ganz doof. Auf ein @ zu antworten wär manchmal aber auch ganz nett, selbst bei sinnlosen Tweets :-P

  7. @guido
    Bei 186 Tweets habe ich in der letzten Woche insgesamt 486 Mentions gehabt. Das gäbe dann zusammen 672 Tweets wenn ich auf alles und jedes immer noch reagieren würde. Ich glaub dann würd ich mich selber nicht mehr ertragen. Aber ich nutze die Favoritenfunktion sehr gerne und RT auch andauernd Zeugs. Ich finde man muss nicht alles andauernd verdanken, auch wenn ich sonst sehr dankbar bin.

  8. Jean-Claude Frick 21. Juni 2010 um 21:35

    Finde du machst das gut so. Bei deiner Menge mentions kannst du wirklich nicht jedem „danken“ und followen sollte wirklich kein zwang sein.
    Ich followe wem oder was mich interessiert ohne zu erwarten das mir deswegen jeder zurück followed

  9. @leu Klar, das sind andere Dimensionen als bei relativ kleinen Followerzahlen wie bei mir.

    Bezüglich Follows, ich merke schon ab 200 in der Timeline, dass ich den Überblick verliere…

  10. Coolies Löi. Unsere alte Diskussion nun auch öffentlich. (Und eigentlich bräuchte ich einen ganzen Blogpost um zu antworten).

    Ich folge über 1000 Leuten. Und ich lese diese auch. Aber niemals lückenlos. Sondern einfach „im Moment“. Twitter lebt vom Moment. Das bedeutet für mich, dass ich ca. die vergangenen zwei Stunden von 1000 Followers auf dem Bildschirm habe. Vielleicht scrolle ich noch etwas zurück. Aber ich habe nie das Gefühl, dass ich alles lesen müsste, oder etwas verpasst hätte.

    Diese 1000 Followers geben mir sehr viel Inspiration. Sie lancieren Themen, versenden Links, führen Dialoge. Sie geben mir Gelegenheit und Impulse, sie gewähren mir Einblick in ihre ganz aktuelle Gemütsverfassung und teilen etwas persönliches mit mir.

    Mittlerweilen ist dieser Twitterstream eine unerschöpfliche Quelle an Inspiration und Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit Gleichgesinnten geworden. Früher habe ich nach Themen gegoogelt und bin zufällig auf Blogs gestossen, heute tragen mir Twitterer neue Themen und neue Twitterfreunde in meinem Stream zu. Ich liebe es, ziellos in diesen Tweets zu surfen. Daraus haben sich bereits einige bemerkenswerte Flickrfreunde und Bloggerbeziehungen ergeben.

    „Unehrlich“ ist daher eine unangebrachte Bezeichnung. Ich persönliche finde es im Gegenteil „respektvoll“, wenn man jemanden zurück-followt. Followen heisst: „Online eine Beziehung“ eingehen. Ich gehe bewusst eine Beziehung mit meinen Followern ein. Sie können mir DM senden und ich lese ihre Tweets. Wenn auch nur occasionell. Wenn sie nerven oder auch komplett belanglos sind –> unfollow. Aber es hat immer mit Respekt zu tun.

    Jetzt kommt die Story mit dem Follower / Followes Verhältnis. Darüber will ich eigentlich schon lange schreiben. Man kann es handhaben wie man will. Aber ich befinde es als elitär, nur 100 zu followen, wenn 1000 zuhören. Das ist die „Sender-Mentalität“, wie sie die alten Medien pflegen. Social Media aber ist Beziehung. Zwischen Sender und Empfänger. Und die Währung ist gegenseitige Aufmerksamkeit.

    Ich handhabe die Follower Geschichte folgendermassen.
    Wenn mir jemand auf Twitter followt schaue ich an:
    – Hat er ein Avatarbild?
    – Sind die 160 Zeichen Twitterbio ansprechend?
    – Worüber sind die letzten 20 Tweets?
    – Interessiert mich das Thema (Das ist Kriterium No.1)
    – Ist er/sie im Dialog mit mir bekannten Followern
    – Hat er/sie ein Blog bzw. URL
    Wenn ja –> Ich followe. (und Werbemist blocke ich)

    Das funktioniert allerdings nur für Twitter. Bei Facebook, XING, Flickr, Dailybooth gelten andere Regeln. Da mag ich diesen „Noise“ überhaupt nicht und bin rigoros selektiv.

    Sack zumachen: Twitterlisten sind trotz allem etwas Praktisches. Gruppieren nach Themen, Events, Profession hat etwas von GTD. Jeder organisiert sich seinen Twitter-Stream nach seinen Bedürfnissen. Ob er nun allen followt oder dies etwas exklusiv hält, ist eine Nuance, die jeder ob seiner Followerschaft selbst bestimmen wird.

    Ich für meinen Teil habe jetzt einen ganzen Blogpost eingespart, den ich schon lange schreiben wollte. Merci Löi.

    PS:
    Favoriten nutze ich anders. Ich bookmarke nicht Twitterer, sondern deren Tweets. Und die Sammlung kann sich langsam sehen lassen…

  11. @pixelfreund Mir ging’s beim Überblick um etwas anderes. Ja, Twitter lebt im Moment – aber für mich ist der Moment doch auch etwas sehr persönliches. Wenn ich meine Followerzahl maximieren wollte, hätte ich kein Problem damit, noch viel mehr Leuten selbst zu followen (ich merke auch, dass mich Leute unfollowen, denen ich nicht mehr folge – und ganz gerechtfertigt finde ich das auch, schliesslich ist ja eben gerade der Dialog deshalb nicht mehr automatisch gewährleistet).

    Den Überblick verliere ich ab 200, spätestens 300 Follows aber darüber, wer jetzt wer ist, was ihre Hintergründe sind und wie sie normalerweise schreiben. Das hat durchaus auch etwas persönliches – ich gehe gerne eine Beziehung mit meinen Followern insofern ein, als dass ich auch ohne Benutzernamen und Avatar vielleicht sogar noch denken könnte, von wem ein Tweet ist. Wenn ich Tweets in der Timeline habe von Leuten, die ich überhaupt nicht einem „Profil“ (so seltsam dieses Wort in diesem Zusammenhang auch ist) zuordnen kann, bei denen ich nicht weiss wie dies im Kontext mit ihren sonstigen Tweets und damit sogar mit ihrer Persönlichkeit, oder zumindest ihrer auf Twitter gespielten Rolle, aussieht – dann fehlt mir eben gerade der persönliche Bezug, und es wäre fast schon unehrlich ihnen zu folgen: Dann würde ich ihnen eine Beziehung vorspielen, die nicht ganz ehrlich wäre.

    Wie gesagt, wenn dies dann dazu führt dass sie mir nicht mehr folgen, kann ich das verstehen, eben gerade weil ich ihnen den Respekt, den sie wohl erwarten, dann offensichtlich nicht entgegenbringe.

    Favoriten nutze ich ebenfalls für Tweets, nicht Twitterer. Da kommt so einiges an lustigem Geschreibsel zusammen.

  12. Oh, aber ich denke durchaus dass ich das mit den Listen noch besser in den Griff kriegen muss. Sobald ich diese einzusetzen anfange denke ich, dass ich auch mit grösseren Follow-Zahlen zurande kommen kann.

    Die Frage ist, ob das die Art ist, wie ich Twitter einsetzen will und sinnvoll und ehrlich kann.

  13. Erinnert Ihr Euch noch an die schweren, schwerzen Zeiten in der Blogsphäre, in der jeder jedem vorschreiben wollte, wie denn nun richtiges und wahres Bloggen zu funktionieren habe („DAS Blog, nicht DER Blog!“, „Du darfst einen Kommentar in Deinem Blog nicht löschen“ …).

    Das führen wir jetzt aber in der Twitteria nicht auch ein, oder?

  14. uoch. ich followe hübschen Mädels, das reicht. Nee Quatsch. Soll jeder für sich so handhaben wie er will. Aber dieses „ich followe dir, du mir nicht, warum?“ ist scheisse. Warum kann man in jeder Flirt-Knigge nachlesen. Ich followe zur Zeit über 460, folgte mal über 600, das war zuviel. Ich lese alles. Fast. Nach.

  15. Ich halts wie dworni. Und das nicht weil er mein großes Idol in allen belangen außer Cider trinken ist, sondern weils für mich so passt. Undirgendwie stell ich mir so viele dieser fragen nicht. Ich unbeschwerter ignorant.

  16. Über 1000 Followern zuzuhören wie der @pixelfreund kann und will vielleicht nicht jeder das verstehe ich ja, doch geht das followen einer Person über das hinaus. Jeder der einem Menschen folgt, gibt diesem auch eine Referenz ab und umgekehrt, so wie wir dies aus Xing oder LinkedIn kennen.
    Wie aber in diesen Business Networks so auch auf Twitter, der Inhalt der Tweets kann ‚der absolute Oberhammer‘ sein, wird jedoch von niemandem gelesen weil nur ’nonames‘ unter den Followern stehen. Wie soll so jemand die Aufmerksamkeit von @leumund oder @dworni gewinnen?

    Desweiteren noch einer persönlicher Grundsatz, ich informiere Menschen gerne im privaten über negative Dinge die sie selbst betreffen. Beispielsweise eine Person rühmt sich als CSS Profi, verändert am Blog etwas und ich sehe den Fehler. An dieser Stelle könnte ich den Autoren mit einem normalen @ informieren und meine Person profilieren, da es öffentlich ist finde ich es nicht immer die feine Art und versuche es daher wo möglich zu vermeiden und per DM darauf hinzuweisen.

  17. Ich gehe einher mit Pixelfreund. Trotzdem versuche ich noch etwas zu filtern. Allen followe ich dann nicht zurück, da es schlichtweg keine gemeinsamen Interessen gibt oder selten eine Diskussion aufkommt.

  18. Danke allen für das Feedback. Grundsätzlich will ich hier keine Regeln aufstellen, ich wollte einfach mal schreiben wie ich es Handhabe und wieso ich halt vielleicht nicht allen folge während andere da viel grosszügiger sind.

    Eigentlich ist mein Ansatz zur Auswahl derjenige von @dworni. :-) Aber im grossen und ganzen folge ich neuen Leuten vorallem darum, weil sie auf sich aufmerksam machen. Ich sehe ja jeden @reply, und ich sehe auch mit wem meine Follower so diskutieren. Für mich meistens die Hauptquelle für neue Followings. Ich sehe dass jemand den ich auf Twitter sehr schätze vielfach mit einer anderen person kommuniziert, dann folge ich meistens dieser Person.

    Ich folge also Leuten denen Leute folgen denen ich folge. Sehr einfach persönliche Empfehlung. Daher muss ich Philippe Küng auf’s schärfste wiedersprechen. Wenn jemand mit 5 followern eine geniale Idee, einen genialen Tweet schreibt, und die 5 Follower retweeten ihn, dann wird dieser Tweet im Schneeballprinzip auch von anderen aufgenommen werden. (Ausser die 5 Follower folgen sich auch nur Gegenseitig. Dann wärs ein Yammer.)

    Ansonsten soll sich jeder sein eigenes System bauen. Das finde ich vollkommen in Ordnung.

  19. Hallo,

    erinnert mich an eine Folge von southpark, wo einer der Jungs von allen angepflaumt wurde, warum er nicht jeden bei facebook als Freund hinzufügen wollte. Ich mein auch, wenn einer aus meiner Umgebung was wichtiges zu sagen hat, dann krieg ich das schon mit.

  20. hehe eigentlich ist es schon einen post wert wie southpark zu jeder lebenssituation eine passende folge parat hat :)

  21. Ich stimme @pixelfreund 100% zu!
    Andreas von Gunten hat das mal perfekt gesagt, und nehme das gerne als beispiel bei diskussionen.

    Die Twittertimeline ist ein Stammtisch.
    Man kann nicht immer dabei sein. Also Setz dich hin, öffne deine Timeline und Lese was steht. Nimm teil, linke, retweete und was auch immer. Wenn der genialste Tweet aller Zeiten geschrieben wird nachdem du raus gegangen bist dann ist es eben so.

    Twitter ist der Moment, der Moment ist Twitter.
    Tweets von gestern sind schön aber alt.
    Aber im Twittermoment will ich so viel Inspiration wie ich bekommen kann.

    Ende der Philosophie

  22. Auf Hinweis von @seglias den Kommentar von @pixelfreund (erst jetzt) gelesen (wie vermischen sich Twitter und Blogs doch mittlerweile #crossmedia). Den Ansatz von Ralph finde ich erfrischend sympatisch und wie erwähnt respektvoll.

    Allerdings war der Hinweis auf diesen Kommentar eine Antwort auf meine Frage, wie es Firmen handhaben sollen. Für private Accounts finde ich es durchaus angebracht, nicht allen zurückzufollowen (wenn man beispielsweise wirklich kein Interesse an Dialog hat). Bei Firmenaccounts, wo es eh klar ist, dass die Firma nicht die gleichen Hobbies hat wie andere Tweeters und nicht nur die gefollowten Tweeters liest (sondern, hoffentlich auch Social Media Monitoring betreibt und so mehr mitkriegt), finde ich es angebracht, allen interessierten (nicht: interessanten) Followern zu folgen.

    Ich habs wohl zu kompliziert formuliert ;-) Vielleicht versteht aber einer meinen Gedanken.

  23. Ich verstehe Deinen Gedanken, Sam @Magganpice, und bin mit Dir einverstanden! Firmen sollten aus meiner Sicht nicht bloss senden, sondern vor allem auch zuhören. Habe ich neulich sogar an einem Verkaufsvortrag gehört: Der wichtigste Schritt beim Verkauf ist das Zuhören. Voilà.

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  25. Zitat vonSafi Nidiaye, Das Tao des Herzens …….. Nur wenn wir mit dem Herzen zuhören, ohne das Gehörte zu kommentieren, lernen wir etwas über das, was im Innern unseres Partners vor sich geht, lernen wir die Wahrheit aus einer anderen Perspektive als unserer eigenen kennen und erweitern damit uns selbst.
    PS:
    passt zum Thema! :-)
    LG
    Beat

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