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Medienmogul in 30 Tagen

Ich habe mir gestern überlegt dass man sich eigentlich versuchsweise mal einen Monat auf die Strasse stellen sollte.

Ausgerüstet mit einem Macbook, einer Fotokamera, einer Videokamera, einer Unlimited Flat Abo der Swisscom und einem Stromanschluss. Eingerichtet in einer 1 Quadratmeter Losverkäufer Wolf Kassa Kabine. Auffällig angeschrieben mit marktschreierischen Sprüchen und einem angebauten Feedboard auf dem die neusten Informationen laufen.

crazy-news-monster

Natürlich sollte man im Vorfeld entsprechend einen Blog eingerichtet haben dessen Adresse auch einfach und prägnant zur Kleinstadt passt. Den Blognamen sollte man möglichst auffallend auf die Wolf Kabine und alle möglichen Werbemittel aufdrucken. Evtl. sollte man auch noch eine Art Genehmigung der lokalen Behörden einholen. Im schlimmsten Fall deklariert man die Aktion als Kunst.


Man stelle also dieses Equipment an einer gut frequentierten Lage in einer x-beliebigen Kleinstadt auf und warte darauf dass einem die Passanten die ersten News zutragen die man gleich mal bloggt. Natürlich könnten diese News einfach mal sein dass jemand in einer Wolf Kabine jetzt den lokalen Medien das Leben schwer machen will und ab sofort von bester Lage aus über alles was in der Kleinstadt passiert aktuell berichten wird.

Von da an läuft die Zeit. Wer es nämlich schafft offline und online Sympatien zu schaffen wird nicht nur von Naturalien wie Essensgutscheinen und Einladungen zum Kaffee überhäuft sondern wird auch online eine unglaubliche Besucherschar auf seinen Seiten sehen. Vorallem wenn man dem ganzen Konzept auch noch eine Live Webcam spendiert.

Spätestens in der zweiten Woche werden sich die Gewerbetreibenden an die neue Medienmacht im Ort gewöhnt haben um in der dritten Woche langjährige Verträge für Inserate zu schalten die es einem ermöglichen in einer Wolfkabine zum beherrschenden Medienkonzern der Kleinstadt zu werden.

Hab ich was vergessen?

9 Kommentare

  1. Also so eine Art Big Brother Selbstversuch? Kannst ja auch noch Auskunftsdienste für handylose Passanten anbieten.

  2. @hosae
    Die Anleitung hast du ja, such dir eine Stadt aus und versuch es einfach.

    @oo
    Also die Präsenz könnte man natürlich in vielerlei Richtung nutzen und mit Zusatzdiensten wie Losverkäufen eventuell Quersubventionieren.

    @ugugu
    Sobald ich mal 4 Wochen Urlaub habe oder für ein wichtiges politisches Amt in der Kleinstadt kandidiere.

    @dworni
    Sofern du 40.- CHF pro Tag für einen langfristigen Sponsoringvertrag meinst können wir mit den Verhandlungen anfangen. Ansonsten, geh sofort zurück in deinen Tumblr.

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