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La Bohème im Hochhaus

Nach dem letztjährigen Erfolg der Oper La Traviata im Zürcher Hauptbahnhof produziert das Schweizer Fernsehen in diesem Jahr La Bohème im Hochhaus.

Hauptbühne ist das Gäbelbachquartier mit den 3 markanten Hochhäusern in denen über 250 Wohnungen sind. Gespielt wird in Wohnungen, in der Waschküche und in der Umgebung und im 2ten Akt im Westside wo auch das Orchester spielt.

la boheme im hochhaus sf westside

Geniessen sollte man diese Produktion am Fernseher, da man nur dort das ganze sehen wird und vor Ort vorallem isoliert Dreharbeiten beobachten kann.

Für Opernferne Technikfans verspricht das Fernsehen eine richtige Materialschlacht für die allein sich ein Augenschein vor Ort vielleicht doch lohnen könnte.

Das neugierige Publikum vor Ort wird vor allem mitbekommen, welch riesiger technischer Aufwand dieses Opernereignis am Fernsehen verlangt: Mehr als 20 Kameras werden im Einsatz stehen, darunter drei Steadicams und die spektakuläre Spidercam, welche die ganze Frontseite des Wohnblocks B überfliegt und die Verbindung zwischen Gäbelbach und Westside herstellt. Mehr als 100 Funkstrecken wird die Fernsehtechnik belegen. Allein das Personal, das die künstlerischen Aspekte abdeckt, ergibt die stattliche Zahl von rund 200 Personen – angefangen vom 70-köpfigen Orchester über 11 Solisten, die 65 Chorsänger inklusive 15 Kinder aus dem Kinderchor, zwischen 30 bis 40 Laienstatisten, die das Fest im zweiten Akt bevölkern sowie rund 20 Personen vom Stadttheater Bern. Erst das reibungslose Zusammenspiel zwischen Technik und Kunst ermöglicht, dass die Livesendung auch musikalisch zum Ereignis wird: für Opernliebhaber und vor allem auch für jene, die noch nie ein Opernhaus von innen gesehen haben.

Das Opernereignis des Schweizer Fernsehens wird am Dienstag, 29. September 2009, 20.05 auf SF1, TSR1, RSI1 und HD suisse live ausgestrahlt.

11 Kommentare

  1. Hm… Das ist doch der Block B der modernisiert werden soll, oder nicht? Das würde dann auch erklären weshalb sie in den Wohnungen drehen können.

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  4. Haben Sie alle meinen allerherzlichsten Dank für diese ergreifende Umsetzung der „Bohème“ mit wunderbaren Sängerdarstellern und einem sehr gut musizierendem Orchester. Ja, bringt die Oper den Menschen auf diese Weise nah, die gar nicht wissen, was wir für ein herrliches musikalisches Erbe haben, das auch heute noch für alle da ist und nicht „elitär“!

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