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Lokale News Klitsche Nische

Lokale News aus der Region erfahre ich zumeist nur durch die einmal im Monat gratis verteilte Lokalzeitung der Murtenbieter. Natürlich könnte ich die Zeitung auch abonnieren und 2 mal in der Woche lokale News lesen aber noch mehr Altpapier aus dem Hause TAMedia tu ich mir nicht auch noch an.

Wenn ich mir die News beim Murtenbieter anschaue hat man irgendwann im Januar 2007 damit angefangen diese auf der Website zu publizieren und irgendwann im gleichen Januar 2007 auch wieder damit aufgehört.

Einzig die monatlich erscheinende unabhängige Zeitung LeLac bringt Informationen aus der Region auch online. Nur leider unheimlich konzeptlos.

Wäre es interessant wenn die TaMedia diese lokalen News in das Newsnetz einspeisen und damit die kleinen Partner einbinden würde? Denn die Informationen sind aus der Zeitung ja vorhanden und sonst kümmert sich nicht wirklich jemand um die regionalen News im Internet!

tragische Grafik aus dem Hause tamedia

tragische Grafik aus dem Hause tamedia

Mich nimmt wunder wie das in anderen Regionen läuft? Haben eure regionalen Zeitungen ansprechende, informative Online Auftritte in denen die aktuellen News auch zu finden sind? Findet ihr dass regionale Newssites potential haben oder wie könnte diese Nische ausgefüllt werden?

7 Kommentare

  1. lokale news online sind ein einziges desolatien. das gewisse nichts, wie du im raum murten auch feststellst. da ist noch viel spielraum für knackige kleine geschäftsmodelle.

    schon nur mit einer anständigen und pflegeleichten veranstaltungsdatenbank könnte man für sowas einen top mehrwert generieren (auch da liegt vieles im argen). dazu ein kleines basisangebot an news,

    am besten macht das in der schweiz, ich erwähne es immer wieder, die jungfrauzeitung im berner oberland. die pflegen seit jahren (!) das konzept: aussschliesslich news aus dem sog. mikrokosmos jungfrau, alles online first und 2 x pro woche ein printout der website (für abonnenten + kiosk). funktioniert offensichtlich gut. erstaunlich, dass dieses musterbeispiel in der tiefen provinz nicht mehr furore macht.

    bitte hier lang:
    http://www.jungfrauzeitung.ch/

  2. @Bugsierer
    Danke für deinen werten Beitrag zu meinem Blogbeitrag. Genau, die Jungfrauzeitung, daran dachte ich auch noch kurz und habs dann gleich wieder vergessen. ich schau ja auch immer dass meine Beiträge nicht zu lang werden. Danke für den Hinweis und die Bemerkung. Ob sich da noch andere dazu melden?

  3. Die meisten regionalen Verlage sitzen – auch hier in DE – auf ihren regionalen Nachrichten wie Dagobert Duck auf seinem Ersparten. Letztlich sind die nicht so blöd, denn sie wissen, dass die Regionalnachrichten für viele der einzige Grund sind, die Regionalzeitung zu kaufen. Und das sichert Auflage. Könnte man die ganzen News online lesen gäbe es für eine regionale Tageszeitung ein Auflagenproblem …

    Aber ich denke schon, dass regionale Seiten im Netz Erfolg haben können. Das zeigt sich auch in der ein oder anderen Studie, die aufzeigt, dass das Regionale im Netz durchaus eine gewichtige Rolle spielt.

  4. Ich gebe Thomas auf der ganzen Linie recht. Allerdings graben sich die regionalen Holzmedien so selber das Wasser ab. Wenn man nun eine Site mit regionalen News online stellt, hat man dort viel Platz, um auch regional relevante Werbung zu platzieren. Die Zielgruppe würde, gleich wie beim Regionalblatt, voll getroffen werden und würde genau die Leute erreichen, die die Regionalzeitung nicht abonnieren/kaufen, aus was für Gründen auch immer. Da die Produktionskosten für eine Website deutlich tiefer wäre, könnte auch der Werbeplatz günstiger offeriert werden. Wo würde dann das lokale Gewerbe wohl insereieren?

  5. Alle kämpfen um deren Existenz, doch zusammenspannen im „technischen“ Bereich (z. B. gemeinsames lokales Archiv resp. Website) ohne die redaktionelle Unabhängigkeit aufzugeben, das kommt nicht in Frage.

    Platz Biel/Bienne mit einer Tageszeitung pro Sprache, einer zweisprachige Wochenzeitung, einem zweisprachigen Radio und einem zweisprachiges TV böte genug Input für eine „allmedia“-Plattform. Besonders „schlimm“ finde ich dabei, dass finanziell im Hintergrund immer die Gleichen mitmischen… (aber eben, gemeinsame Sache machen bei der Darstellung des Contents kommt nicht in die Tüte).

    Es bräuchte eine modulartige White Label-Allmedia-Software inkl. Hosting-Angebot, welches jeder Medienbetreiber für wenig Geld erwerben könnte und einfach zu bedienen wäre. Angenommen, über die gesamte Schweiz würden 30 Kleinst- und Kleinmedienbetreiber diese Software-Lösung einsetzen und müssten dafür jährlich CHF 5000 Lizenzkosten zahlen, kämen so in drei Jahren CHF 450’000.- rein. Damit liesse sich doch schon Einiges entwickeln…

  6. Pingback: Regional werben | der leumund.

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