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m-way – Die Migros fährt jetzt mit Strom.

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Die Migros hat gestern Abend in Zürich ihren ersten m-way Concept-Store eröffnet.

Ein Geschäft in dem es rund um die Elektromobilität geht und in dem zwei- und vierrädrige Fahrzeuge mit Elektroantrieb zu kaufen gibt. Die Mission der Migros in diesem Bereich ist es als Pionier vorauszugehen und mit dieser Plattform die Elektromobilität zu fördern:

m-way präsentiert sich hier als unabhängige Plattform und Dachmarke im Bereich Elektromobilität. m-way wählt und bündelt die besten Angebote aus verschiedenen Bereichen und steht seinen Kunden kompetent zur Seite. Elektromobilität ist ein sehr komplexes Feld. m-way möchte hier zur Reduktion der Komplexität beitragen und diese nachhaltige Form der individuellen Mobilität für alle Bevölkerungsschichten erlebbar machen.

Wenn man die sechs-seitige Pressemitteilung und die Broschüre von m-way liest, dann sieht man sehr schnell, dass die Migros hier auch Aufklärung und Politik betreiben will. In der Pressemitteilung zeigt die Migros wieviel staatliche Subventionen in anderen Ländern für die Anschaffung von Elektrofahrzeugen bereitgestellt werden. Sollte es in der Schweiz zu einer entsprechenden Subventionierung kommen, würde das Thema Elektromobilität natürlich auch attraktiver.

Das aktuelle Angebot in Sachen vierrädrige Elektromobilität ist ja nicht unbedingt so attraktiv wie beim Mitbewerber von der Pelikanstrasse.

Oder wie es Daniel Ebneter auf Twitter sagt:

46500 Franken für einen potthässlichen Kleinstwagen. So kommt diese Elektromobilität nie zum Fliegen. #m-Way

Aber dieses Thema habe ich in diesem Blogbeitrag schon einmal behandelt.

Abgesehen vom angesprochenen Think bietet m-way im vierrädrigen Bereich nur den Kleintransporter EcoCarrier an. Dies zeigt auf, dass es im Moment noch wenig kommerziell vertretbare Ansätze von elektrischen Autos gibt. Ein Zustand, der sich sicher in den nächsten 12 Monaten stark verändern wird.

Im Bereich der Zweiräder gibt es vom Elektrovelo Stromer, dem Stadtroller PGO eWave, dem Überlandroller Vectrix VX1, den Enduros Strada und Zero S bis zum Fun Bike ElMoto schon eine auf verschiedenste Bedürfnisse ausgerichtete Auswahl.

Dazu gibt es im m-way Shop Beratung, Informationen zum Thema Elektromobilität und eine breite Auswahl an Zubehör. So zum Beispiel die bekannten Sakku Solartaschen (die auch über den Anlass gebloggt haben), Motorradbekleidung und auch Bücher zum Thema.

Ich denke die Migros geht mit m-way in eine interessante Richtung. Einerseits hat man eine Produktepalette im Bereich der Zweiräder die sehr breit ist und gerade bei einem konsumfreudigen, modernen Publikum wie es die Zürcher sind auf breites Interesse stossen wird. Die Möglichkeit hier verschiedene Modelle anzuschauen, zu testen und zu vergleichen ist sicher momentan noch einmalig in der Schweiz.

Hier noch einige Impressionen vom neuen Shop und der Eröffnungszeremonie, die Migrol Chef Daniel Hofer zusammen mit Rainer Maria Salzgeber und Fabian Unteregger moderiert hat.

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Update 22.10.2010
Und wie man in der Galerie sehen kann, es gibt bei m-way auch die bekannten Sakku Solartaschen zu kaufen.

37 Kommentare

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  4. Benzin und Diesel Autos werden ersezt mit Elektro Autos.
    Öl,Gas Heizungen werden ersetzt mit Wärmepumpen.
    Und man wundert sich weshalb die Strompreise steigen???
    Halloo, wir würden lieber mit Benzin weiter fahren, daführ aber nur mit 3Liter/100km und nicht 15Liter/km.
    Dann könnten wir sofort ein paar Braunkohlekraftwerke, AKW’s schliessen.

    => Mit dem momentanen Stand der Technik sind Elektromobile eine KATASTROPHE.

    Soviel zum Thema Elektro Autos sind ökologisch, Blödsinn.

  5. Hallo „Denkender“,

    Dein Denkansatz ist interessant. Lediglich hast Du dabei übersehen, dass ein Fahrzeug mit Elektromotor einen viel höheren Wirkungsgrad (Verhältnis von abgegebener zu zugeführter Leistung) hat als ein Auto mit Verbrennungsmotor.

    Bei einem Auto mit Elektromotor liegt der Wirkungsgrad zwischen 80%-95%. Bei einem Auto mit Verbrennungsmotor dagegen bei 35% (Benzin) resp. bei 45% (Diesel).

    Bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe werden CO2 Gase freigesetzt, die Einflüsse auf die globale Klimasituation haben können.

    Wenn Elektromobile durch Strom aus neuen erneuerbaren Energien angetrieben werden, werden keine neuen AKW’s oder BraunkohleKW gebaut und der Umwelt ist geholfen.

    Bei m-way wird über Ökostromzertifikate, ausgezeichnet mit dem Label naturemade star sichergestellt, dass alle Fahrzeuge nachhaltig unterwegs sind. Dabei kommt der Strom aus Schweizer Wasserkaft, getreu dem Motto „aus der Region, für die Region“.

    Elektromobile sind m.E. keine Katastrophe, sondern der richtige Weg in die Zukunft. In nächster Zeit ist mit weiteren Entwicklungsschüben bei Elektromobilen zu rechnen, so dass die Fahrzeuge günstiger und effizienter werden und auch eine verbesserte Reichweite haben werden.

    Derzeit kostet eine Vollladung eines Think (Reichweite 160 km) je nach Region zwischen 1.5 bis 3.5 Franken. Da kommt selbst das vielgelobte und lang ersehnt 3 Liter Auto in punkto Unterhaltskosten langfristig nicht mit.

  6. @denkender
    Ich denke die aktuellen Zwischenstufen sind notwendig um den Technologien die Zeit zur Entwicklung zu geben. Wenn man einfach nochmals hundert Jahre wartet und sich sagt Fossil ist cool wird man nicht weiterkommen. Im Moment ist alles experimentell, eventuell noch nicht optimal aber auch diese Phase braucht es. Und ehrlich gesagt, wer jemals in einem Tesla gesessen ist und Elektromobilität in diesem Sinne erfahren hat wartet sehnlichst auf eine Massentaugliche Lösung. :-)

  7. wir würden sofort mit dem „kleintransporter EcoCarrier“ unsere bilder transportieren, wir finden das migros angebot zweckmässiger, als die spotwagen angebote von tesls roadster

  8. Interessanter Artikel und ebenso die Diskussion hier!
    Ich sehe Elektromobile momentan noch mit zwei Augen. Ich selbst passionierter Motorradfahrer und brauche mein Auto ebenfalls sehr oft. Als Fahrer eines BMW C1 habe ich eine Studie gesehen, wobei BMW einen solchen mit komplettem Elektroantrieb ausrüsten möchte. Für mich wäre hier klar, ein solches Gefährt würde ich mir zulegen. Das gilt auch für die obigen Roller/Motorräder mit Elektromotor.
    Ein Auto das voll auf Elektro setzt, das scheint mir momentan noch zu weit weg – aber jemand muss den Pionier spielen. Ich würde es sehr begrüssen wenn der Staat energieeffiziente Fahrzeuge mehr unterstützen würde, dann käme der Aufschwung schneller. Dasselbe ist bei Solarpanels der Fall, im Vergleich zu Deutschland hinken wir (wegen fehlender Subventionierung) stark hinterher!

    @Denkender: Die Abschaffung von Kohlekraftwerken kann man nicht oft genug betonen, da bin ich deiner Meinung. Mit den AKWs muss man sicher momentan aber sicher noch zurückhalten, die Energiezukunft muss zuerst gesichert sein… aber das ist bekanntlich ein anderes Thema¨!

  9. Thomas F.: „Dabei kommt der Strom aus Schweizer Wasserkaft, getreu dem Motto “aus der Region, für die Region”.“
    Naja, dass Wasser fliesst ja auch von alleine den Berg wieder hoch, na?
    Ach übrigens wenn du schon ins Detail gehst, das Elektroauto hat einen Wirkungsgrad von 80%-95%, glaub ich dir unbestritten. Jedoch die Produktion und der Transport des Stromes NICHT.

    Leumund: „Zwischenstufen sind notwendig“
    Das meinte ich mit dem momentanen Stand der Technik, jedoch wird uns diese Zwischenstufe (so empfinde ich es zumindest) als fertiges Produkt verkauft und dies ist es nicht. Das Problem sind auch nicht die Elektroautos für sich, sondern das wir in Zukunft immer mehr Strom benötigen werden und diesen nicht verschwenden sollten. Der Ansatz eines Wasserstoffautos gefällt mir da schon eher, auch wenn es da wie überall Schattenseiten hat.

    Und weshalb muss ich mein Elektromobil mit Öko-Strom „betanken“
    ?
    Da nehme ich lieber Strom von einem AKW, die Produzieren kein CO2…… und ist günstiger
    Dass wegen dem Uran-Abbau ganze Gegenden zerstört werden und das der Abbau Öl benötig ist ja egal.

  10. Nun ich glaube das wir momentan keine Chance haben Strom zu produzieren der vollkommen CO2-neutral ist. Sonne und Wind reichen in der Schweiz nicht dafür aus, Wasser schafft ihre 60% Anteil ist aber ausgeschöpft und die AKWs haben natürlich Abfälle und sind bei der Uran-Gewinnung nicht ideal. Ich würde aber meinen der Schweizer-Strommix ist einer der Besten in der Welt!

  11. Würde ich auch meinen. ;)

    Jedoch darf man die verschiedenen „Strome“ nicht vergessen, und das geht mit Wind und Sonnenenergie eben auch nicht so gut.
    Bandenergie und Spitzenenergie sind da zwei Wichtige Worte. :/

  12. @der denkende
    Na ja, ich habe einfach für meine Haushaltung 150kWh Solarstrom gekauft, ich höre also auch mit Solarstrom Radio, wasche mit Solarstrom ab und der Roomba saugt mit Solarstrom. Kann jeder tun!

  13. Vorher mach ich mir eine Solaranlage auf’s Dach, zum Warmwasser erzeugen. Solarzellen für die Stromerzeugung haben ja Katastrophale Wirkungsgrade….. (Zwischenstufenprojekt)

  14. Muss mich dem Denkenden anschliessen, Sonne zur Warmwassererzeugung nützt sehr viel und ist einigermassen bezahlbar. Sowas wird aber erst mit einem Eigenheim auf mich zukommen.
    Ich blogge mit AKW-Strom…

  15. @der denkende und @hans
    Warmwasserkollektoren sind wohl wirklich das momentan effizienteste in alternativer Energieerzeugung. Sehr sinnvoll bei Eigenheimen.

  16. genau, was ebenfalls Sinn macht und preislich machbar ist, wäre die Regenwasserspeicherung für WC usw…
    Aber am Meisten bringt wohl noch immer energiebewusstes Leben…

  17. Ich habe diesen Sommer bei Build Your Dreams in China interessante Elektroautos gesehen. Muss dazu wohl mal noch einen Blogbeitrag schreiben.

  18. @ der Denkende:

    „Naja, dass Wasser fliesst ja auch von alleine den Berg wieder hoch, na?
    Ach übrigens wenn du schon ins Detail gehst, das Elektroauto hat einen Wirkungsgrad von 80%-95%, glaub ich dir unbestritten. Jedoch die Produktion und der Transport des Stromes NICHT. “

    Das ist wieder einmal nur die halbe Wahrheit. Du sprichst von den Pumpspeicherkraftwerken, die in der Tat einen Eingriff in die Natur stellen, nachts z.T. billigen Atomstrom aus D und F beziehen und natürlich nicht nachhaltigen Ökostrom produzieren. Von daher können sie auch nicht mit dem Label „naturemade star“ zertifiziert werden.

    „naturemade star“ Ökostrom aus Schweizer Wasserkraft kommt von den klassischen Laufkraftwerken, wie z.B. das Lettenkraftwerk in ZH eins ist, oder allenfalls noch aus Speicherkraftwerken in den Bergen, die mit Talsperren operieren. Solche müssen aber auch die strengen Zertifizierungsvorschriften von „naturemade star“ erfüllen.

    Von daher ist der nachhaltige, ökologische Antrieb von Elektrofahrzeugen gesichert.

  19. @Thomas

    Nunja, du hast recht, ich sprach von den Stauseen wirklich als funktion als Speicherkraftwerk.

    „Von daher ist der nachhaltige, ökologische Antrieb von Elektrofahrzeugen gesichert.“

    Wer zwingt mich dazu es nicht mit Atomstrom zu betreiben???? Dies störrt mich, es kommt schlussendlich auf den Verbraucher drauf an.

    Heut in der 20min war übrigens auch Werbung von m-way, ich zitiere: „fahren sie die CO2 freien Stadtflitzer“.
    Während dem fahren sicherlich CO2 neutral….
    Zum glück brauch man keinen Herstellungsaufwand….. etc.
    Es ist möglich das es momentan das besste Gerät auf dem Markt ist, jedoch habe ich etwas gegen Falsche Argumente.

  20. Pingback: Magst du Atomstrom? • alternative, atomkraft, öko, produktion, solar, strom, wasserkraft • leumund.ch

  21. Heeey, das ist mein Bild der sakkus! :)

    Vielen Dank fürs bloggen! Wir sind guter Dinge, dass die Migi mindestens so viele sakkus wie Elektromobile verkauft. ;)

    lg

    Claudio

  22. @Claudio
    Schade haben wir uns nicht getroffen, bzw. schade hast keinen Link zu meinem Beitrag gemacht. Bei dir. Aber ich bin überzeugt die Migros wird viele Sakkus verkaufen. ToiToiToi!

  23. @der Denkende:

    Du hast natürlich recht. in der produktion kommt es schon zu co2 emissionen. problematisch wird hierbei oft die batterie bezeichnet. doch eine noch recht junge studie der empa belegt, dass die herstellung von li-ion umweltfreundlicher ist als erwartet: http://www.empa.ch/plugin/template/empa/3/99073/—/l=1
    ¨
    und konsumenten kann man doch nicht zwingen. wenn einer mit atomstrom fahren will, dann bitte. das muss ja jeder selbst mit seinem gewissen vereinbaren. wichtig ist, dass der verantwortungsbewusste konsument heute jetzt auch die möglichkeit hat, (nach und nach immer) nachhaltiger unterwegs zu sein.

    in dem sinne, schönes wochenende :-)

  24. Ich träume von einem Tesla, der in einer kleinen Teslagarage steht und von den Solarzellen auf dem Teslagaragendach aufgeladen wird. Irgendwann werde ich vielleicht genug Geld haben für diese Teslagaragendachsolarzellen.

  25. Pingback: I do it M-Way: Stromer, das E-Bike der Migros | Rennradblog.ch - rund ums rennrad

  26. @ der Denkende

    ja, sende mir bitte gern ein Bild. vielleicht wird es wirklich falsch deklariert?

  27. Pingback: Samuel Mettler

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