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Einfaches Fotomanagement mit Snapbrigde und der Nikon D5600

Eigentlich hatte ich nicht vorgesehen, dass ich jemals noch eine Spiegelreflexkamera besitzen werde. Die Kamera am iPhone ist doch gut genug für meine Schnappschüsse von unterwegs. Da ich aber für die Firmenwebsite ab und zu ohne viel Aufwand ein gutes Foto benötige und auch eine Reihe von Videopublikationen im Firmennetz plane, habe ich mich eigentlich nach einer modernen Bridge-Kamera umgesehen. Nachdem ich mir die Sony Alpha 6000 angeschaut habe, bin ich bei Canon vorbeigegangen, habe mir das Angebot von Fuji angesehen und bin dann bei Nikon aufgrund deren neuen Konzept Snapbridge hängengeblieben.

Die Bilder der D5600 erscheinen praktisch geokodiert in meiner Photos Cloud.

Da ich noch nie die Geduld hatte, mich ausgiebig mit Fotomanagement zu beschäftigen war mir die Idee von Nikon sehr sympathisch. Über Bluetooth sollen die Bilder von der Kamera direkt in der Fotobibliothek des iPhones landen. Und das permanent, automatisch und sogar wenn man die Kamera ausschaltet, die Bilder werden dennoch noch ins iPhone übermittelt. Dazu werden alle Bilder in der Kamerarolle im iPhone und auf der SD-Speicherkarte der Kamera mit den richtigen Positionsdaten vom iPhone versehen. Damit hat man im Archiv einheitliche Geopositionsdaten aller Bilder und benötigt auf der Kamera keinen eigenen GPS-Empfänger.

Die Snapbridge App holt sich im Hintergrund die Bilder von der Kamera und ist viel besser als ihr Ruf.

Einziges Problem, die Beurteilungen für die Snapbridge App und die Tests im Internet geben ein sehr sehr schlechtes Bild ab. Scheinbar wurde bei Lancierung der Software einiges falsch gemacht und die Benutzer hatten Probleme beim Verbinden, beim Übertragen von Bildern und vielleicht auch falsche Vorstellungen. Zum Schluss habe ich mich davon nicht beirren lassen und mir die Nikon D5600 bestellt.

Vorab, die Snapbridge Funktion ist genau das, was ich mir schon immer gewünscht habe. Kaum habe ich ein Bild mit der Kamera gemacht, steht dieses in meiner Cloud Photos Library und kann von dort überall genutzt werden. Ich erspare mir jegliches weitere Bildmanagement, habe sogar beschlossen in Zukunft die SD-Karten einfach vollzumachen und mit einem von – bis Datum zu versehen. Damit bleiben die Bilder auch nachhaltig bestehen und verschwinden nicht in einer Cloud.

Weitere Wireless Funktionen

Neben der Übertragung via Bluetooth Low Energy bietet die SnapBridge App noch ein weiteres nettes Feature. Ich kann damit die Kamera (leider nichts einstellen) fernscharfstellen und fernauslösen. Da dafür ein Live-Bild übertragen wird, wechselt die Kamera von Bluetooth auf WiFi. Der Vorteil ist, man muss an der Kamera nichts einstellen, das WiFi wird über die App gestartet und steht dann am iPhone zur Verfügung. Über die WiFi Schnittstelle können bei Bedarf auch Originalbilder in voller Auflösung auf die iPhone Kamerarolle geholt werden.

Optional kann die iOS App auch gleich ein Wasserzeichen in das Bild einfügen.

Nikon bietet die Snapbridge auf allen neuen Kameras an. Leider hat die D3400 nur die Bluetooth Funktion erhalten, die hätte mir als Kamera vollkommen ausgereicht, ich wollte aber nicht auf die Fernauslösung via W-Lan verzichten. Meiner Meinung nach sind die Beurteilungen der App im Internet nicht mehr fair. Nachdem Nikon die Firmware der Kameras angepasst hat scheint es deutlich besser zu sein, in den letzten Tagen hat bei mir in jedem Moment die Übertragung der Bilder geklappt.

Die D5600 gibt es ab 700 Euro bei Amazon, die Snapbridge App kostenlos im iTunes Store.

2 Kommentare

  1. Danke für Beitrag; ich nutze seit 2 Jahren eine Sony RX-100 III – Eine Kompaktkamera mit ähnlichen Abmessungen UND dieser „easy-to-use“ Snapbridge Funktion wäre für mich die perfekte Kombination.

  2. Schön zu sehen, wie solche Technologie auch endlich brauchbar seine Einsatzzwecke im Alltag wiederfindet. Danke für das Review (mal nicht aus klassischer Fotografensicht). ;-)

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