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PayPal entscheidet gegen eigene Käuferschutzrichtlinien

Nicht nur, dass mein bei eBay verkauftes iPhone nicht durch die Post versichert war, nein, der Käufer hat mittels dem PayPal Käuferschutzverfahren auch noch sein Geld zurückerhalten. Dies obwohl ich die Ware nur versandt habe, nachdem er das Risiko für den Versand explizit übernommen hat.

Der Käufer hat ein paar Wochen nach dem Versand, als im Trackingtool schon lange nur noch Thu 09.09.2010 19:01 Released by customs zu lesen war bei PayPal den Käuferschutz beantragt. In seiner Notiz an PayPal teilt er nicht nur die Trackingnummer von Swiss Post International und von der italienischen Post mit, nein er gibt auch bekannt, dass die italienische Post das Paket als verloren führt:

Swiss Trk. # CE234241810CH Italy Trk. # HH3079462814IT Italian complain # 41893330 Result: Parcel is lost

Zu diesem Zeitpunkt konnte ich erst das Nachforschungsbegehren bei Swiss Post International starten, dessen Resultat ich ja bekannterweise letzte Woche erhalten habe. Obwohl ich bei PayPal sowohl den Versandbeleg als auch jegliche Dokumente eingereicht hatte, wurde vor diesem definitiven Bescheid der Post schon am 4. Novemeber durch PayPal entschieden, dass der Käuferschutz für den Käufer wirksam wird.

Auf diesen Bescheid habe ich jetzt Einspruch erhoben. Endlich konnte ich ja auch den Entscheid der Post übermitteln. Der Verlust der Ware ist nun offiziell bestätigt.

Interessant ist, dass ich heute in der PayPal Käuferschutzrichtlinie folgenden Abschnitt finde:

4.1 Der bezahlte Artikel wurde durch den Verkäufer nicht versandt.
Der PayPal-Käuferschutz gilt nicht für Artikel, die während des Versands verloren gehen. Falls der Verkäufer einen gültigen Versandbeleg vorlegt, lehnt PayPal den Antrag auf PayPal-Käuferschutz ab.

Dadurch ist der Entscheid von PayPal zugunsten des Käufers ja ein totaler Wiederspruch zu den eigenen Richtlinien. Umso verwirrender, als dass der Käufer ja schon in seiner ersten Nachricht klar mitgeteilt hat, dass die Ware verloren ist.

Ich war ja noch nie ein Freund von Auktionsplattformen aber diese Geschichte ist unglaublich. Eigentlich hatte ich zuerst die Lieferung der Ware nach Italien intuitiv verweigert und dann trotzdem alles falsch gemacht was ich falsch machen konnte.

23 Kommentare

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  3. Sorry, Leu, endlich triffts auch mal wen anders, als mich! Ich hab ja nur probleme mit Paypal gehabt. Aber nie nahm mich jemand ernst. Darum ist ganz gut, dass es jetzt mal jemand traff, der vllt. ernst genommen wird. Dennoch hoffe ich, dass du am schluss ned au noch blechen musch, und von der Post das Geld erhälst.. äh.. aber ja, genau das schliessen ja die AGB der Post aus!

  4. @Sandra
    Also bis jetzt bin ich an allem mehr oder weniger selber schuld. Hätte ich auf mein Bauchgefühl gehört, hätte ich den Kauf einfach annuliert und fertig. Dass PayPal beim Käuferschutz entgegen ihren eigenen Richtlinien entschieden hat würde ich mal als Fehler beurteilen und ich hoffe mein Einspruch wird entsprechend die Situation klären.

  5. @duuderino
    Zuerst muss ich ja den normalen Ablauf abwarten, d.h. ich sollte in den nächsten Tagen Bescheid auf meine Einsprache erhalten. Ich habe alle notwendigen Dokumente eingereicht, heute auch noch den Passus aus den Richtlinien von PayPal. Daher, einfach mal warten.

  6. Wirklich grosses Pech Dein Fall. Aber eigentlich muss Paypal hier zu Deinen Gunsten entscheiden da das so ja klar in ihren Richtlinien steht.

    Ansonsten: Verkauft nur auf Ricardo.ch und nur in der CH, damit habe ich IMMER gute Erfahrungen gemacht, und wenns doch mal nicht klappt weiss man wenigstens wo die betreffende Person zu finden ist….

  7. Ja, aber Ricardo ist auch nicht ohne…

    Naja, du bist nicht selbst schuld, aber eins kann ich dir sagen.. dass die dir überhaupt antworten, und die antwort nicht aus Textbausteinen besteht.. die wahrscheinlichkeit ist, sagen wir mal, klein.

  8. Was ich nicht gang verstehe… Der Typ aus Italien hat dir ja zugesichert, die verantwortung zu übernehmen… Hat er jetzt seine Position geändert?

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  13. Hallo,
    warum wurde denn der Versand nicht versichert ? Die Kosten hierbei sind doch nicht besonders hoch (2,5 % ?). Ansonsten würde ich mir jedoch keine Gedanken machen. Es wird sicherlich etwas dauern bis sich bei Paypal jemand in Natura der Sache annimmt, aber wenn Du am Käuferschutz (Verkäuferschutz) Verfahren teilgenommen hast, ist die Lage eindeutig und Dir steht das Geld zu.

    Wichtig ist halt nur, dass nicht nur der Käufer, sondern auch der Verkäufer am sicheren Verfahren teilgenommen hat.

  14. Dass PayPal und eBay nicht wirklich sauber arbeiten kann man ja in fast jedem c’t lesen. eBay hat ihre Büros in Bern, kannst ja dort mal um einen Termin ersuchen.

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  18. thema paypal
    hier gilt nur eines händeweg von paypal. kontrolliert immer die Gebühren die verrechnet werden, diese stimmen nie und zwar immer zu gunsten von paypal also zu ungunsten des kontoinhabers. WEnn man die gebühren in % ausdrückt sind es für jeden deal ca 10 %, die gelder bleiben zinslos zulange auf dem paypal konto, exorbitante Gebühren bei fremdwährungsumrechnungen, paypal hat gar keine bankenlizenz, dürfte also solche geschäfte gar nicht machen

  19. Natürlich sollte man Dinge nie ohne Sendungsverfolgung schicken. Andererseits ist es auch so, dass Paypal sicher oft für Dinge gerade stehen muss, die Ricardo.ch zu verantworten kann. Bei ricardo.ch ist der Verkäuferschutz nämlich miserabel, wie ich selbst erfahren musste:

    Ich habe zu einem hohen Preis gebrauchtes Porzellan von einer privaten Anbieterin gekauft. Diese hat es derart schlecht verpackt, dass viele Teile zerbrochen bei mir ankamen. Leider war es mir nicht einmal möglich diese Verkäuferin negativ zu bewerten, da sie darauf verwiesen hat, dass sie für den Transport keine Haftung übernehme. Auf diese Weise ist es antürlich einfach auch bereits beschädigte Artikel zu verkaufen -man hat ja nichts zu befürchten. Ricardo.ch hat die negative Bewertung sofort gelöscht – und das obwohl sie sachlich formuliert und ganz ohne Beleidigungen war.

    Mal ehrlich, beschädigtes Porzellan haben wir doch alle iregndwo zu Hause stehen. Ob wir das jetzt nun bei Ricardo.Ch einstellen oder nicht hängt doch alleine von unseren Moral- und Wertvorstellungen ab. Skrupellosen Personen öffent sich doch somit bei Ricardo.ch ein weites feld für einen Betrug.

    Hätte ich per Paypal bezahlt, hätte ich wohl sogar eine Chance gehabt, mein Geld wieder zu sehen. dies habe ich aber erst gar nicht probiert. Im Nachhinein erklärt es sich so auch, weshalb die Verkäuferin nach Erhalt des Geldes mir gegenüber sehr pampig auftrat und sich auch mit dem Versand sehr viel Zeit ließ.

    Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht?

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