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Ein Prosit auf das Wegbier

Auch wenn heute hier in München das Oktoberfest zu Ende geht, ein spezielles Münchner Phänomen wird auch den Rest des Jahres zu sehen sein: Das Wegbier!

Scheinbar auch in anderen deutschen Städten eher unbekannt, wird hier der Weg von und zu Anlässen meistens mit einem Bier in der Hand in Angriff genommen. Man sieht also Freitag Abends Leute zu Fuss und teilweise auch Fahrrad schiebend mit einem Bier in der Hand durch die Stadt laufen.

Auf dem Weg in den Ausgang. Mittlerweile ist aber das konsumieren von alkoholischen Getränken auch in München in den ÖV verboten.

Mit Wegbier auf dem Weg in den Ausgang. Immerhin ist aber der Konsumi von alkoholischen Getränken auch in München in den ÖV verboten.

Ein eher ungewohntes Bild, welches aber meistens am Wochenende auch durch wilde Bierkastentransporte ergänzt wird. Auch hier, der Phantasie der Münchner sind keine Grenzen gesetzt. Von PullerBollerwagen, Kinderwagen bis zum Gepäckträger auf dem Fahrrad, es gibt immer eine Möglichkeit eine Kiste Bier nach Hause zu bringen.

Meistens kommt dann das Wegbier aus dem eigenen Kühlschrank, unterwegs bieten aber spezielle Bierkioske Abhilfe, damit ein Lokalwechsel auch mit einem Wegbier begleitet werden kann. Eindrücklich, auch der kleinste Kiosk bietet meistens eine Auswahl von zehn und mehr Biersorten.

Ich finde es zwar immer noch speziell, aber das Bier gehört nun mal in einer speziellen Art und Weise zu München, da passt es ganz gut, dass nach zwei Wochen Oktoberfest zwar wieder ein wenig Normalität einkehrt, es aber auch ganz normal ist, mit einem Bier in der Hand durch die Stadt zu laufen.

Mehr zum Wegbier im Artikel Phänomen Wegbier. Das große ABC der Süddeutschen und im Szenesprachen-Wiki.

7 Kommentare

  1. @Stefan
    Oh, danke für die Berichtigung. Dann wäre es in München wohl eine Exklusivität wenn es ein Weghelles wäre. :-)

    Oder in Hamburg sieht es vielleicht so aus:

  2. Schöner Brauch eigentlich. Wenn dann nicht gerade der mit dem Fahrrad durch seine eigenen Scherben fährt. Auch damals in Langenthal nahmen wir jeweils «eis überd Gass».

  3. In Australien heisst das Rody und wird *nach* dem Ausgang auf dem Weg nach Hause konsumiert. In Amerika kann man seinen Drink ‚in plastic‘ bestellen und dann verbotenerweise im Auto auf dem Weg nach Hause trinken.

  4. Ich glaube ‚Wegbiere‘ gibt es in Deutschland überall. Schließlich gibt es doch immer irgendeine Gelegenheit auf dem Weg irgendwohin zu sein oder von irgendwo weg zu gehen ;-)

  5. Also aus Hannover (der Stadt mit den meisten Kiosken) und Berlin mit den ganzen Spätis kenne ich das auch. Ich fand eher, dass man hier in München weniger Leute mit einer Pulle in der Hand sieht….

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