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Radar Ahoy!

Jetzt haben wir den Konflikt! Mit der iPhone Applikation Cams Ahoy habe ich in meinem iPhone nämlich jetzt doch einen Radarwarner. Und damit kommen wir mit dem iPhone in den Konflikt den ich im Juni ein wenig überzeichnet habe.

Eventuell sollte man sich doch besser einen Fahrer suchen!

In der Schweiz sind nämliche jegliche Geräte und Einrichtungen zur Warnung vor Radarinstallationen verboten. Die Weisung vom Februar 2007 wird dadurch immer schwieriger und sinnloser.

Strafbar macht sich, wer Geräte oder Vorrichtungen, welche die behördlichen Kontrollen des Strassenverkehrs erschweren, stören oder unwirksam machen können, in Verkehr bringt, erwirbt, in Fahrzeuge einbaut, darin mitführt, befestigt oder in irgendeiner Form verwendet und wer beim Anpreisen mitwirkt.

Beim iPhone kann ich nämlich die entsprechende Applikation im Falle einer Kontrolle sofort löschen. Interessant wird die Situation auch für Apple, den Hersteller der Software, den Anbieter der Daten und die Kunden die ja durch den iTunes App Store identifiziert werden können.

Ebenfalls verboten ist das Inverkehrbringen Schweizerischer Warn-POIs. Sie dürfen weder über Hardware, Software, Internet, Bedienungsanleitung noch die Geräteverpackung etc. angepriesen werden

Da sich Cams Ahoy momentan auf Platz 1 der kostenlosen Applikationen im iTunes App Store befindet nehme ich mal an dass der Bund deswegen kurzum Massnahmen ergreift.

Cams Ahoy der Test

Natürlich habe ich die Software für einen kurzen Test installiert und abseits der schweizerischen Gesetzgebung ausgetestet.

Dabei ist mir aufgefallen dass die Warnung vor Radar visuell und akustisch äusserst schlecht umgesetzt wurde. Die Warnung ist in einem Auto mit installiertem iPhone Halter nur dann hörbar wenn man über den iPod Musik hört und auch dann ist das Anfangssignal, eine Art Sonar Geräusch nur schlecht wahrnehmbar. Erst das Klingeln wenn die Gefahr vorbei ist kann wirklich als Alarm bezeichnet werden.

Die optische Warnung ist sofern das Gerät nicht im Blickfeld ist sowieso nicht zu erkennen, zusätzlich wird nicht einmal die Logik der allgemein üblichen Warnfarben (grün, orange, rot) übernommen.

Zusätzlich musste ich auf der Autobahn auch feststellen dass der Alarm erst dann kommt wenn man sozusagen vor der Radaranlage steht. Für meinen Eindruck viel zu spät. Auch bei Rotlichtfallen in der Stadt kam die Warnung bei tiefen Tempi zu spät. Siehe auch den Testbericht im Apps Blog.

Im Endeffekt sehe ich eigentlich nur einen kleinen Nutzen und empfehle das Einhalten der Tempolimiten als bessere Lösung.

4 Kommentare

  1. Yep, einhalten der Tempolimiten ist immer noch die beste Lösung… jedoch musste ich auch schon bei einem fix installierten zahlen. :-(

    Fürs Ausland wo so Geräte erlaubt sind (zum Beispiel Frankreich) empfehle ich das Garmin nüvi. Das einzige Problem dort ist da es wie verrückt blinkt und pfeift weil es findet das eine Autobahn die über die Stadt führt ebenfalls 60 km/h Begrenzung hat. ;-)

  2. @bärnu
    Na ja, ich versuche eh ohne Navigationssystem zu leben. Mit dem iPhone kann ich jeweils ein wenig spicken wo ich bin. Klappt ganz gut.

    @chm
    Na ja, das sollte ich wohl noch anpassen. Nicht dass man mir daraus noch einen Strick dreht.

  3. Sehe ich das richtig – ich müsste mir eine Autohalterung für das iPhone 3G zulegen damit ich durch die Frontscheibe stets einen vernünftigen GPS-Empfang habe? ;)

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