Permalink

5

Schweinische Leserbriefe

Da ich jetzt kein Sonntagszeitung Abo mehr habe lese ich Artikel nur noch Online und aufgrund schamloser Eigenwerbung der Schreiberlinge. Dabei bin ich auf einen Beitrag über das Kommentarverhalten in Onlineangeboten gestossen den ich wieder mal nicht verlinken kann.

Witzig am Artikel ist nicht das altbekannte Problem dass nicht alle Menschen wissen wo die Grenzen liegen und es im Internet an Verschwörungstheoretikern nicht mangelt sondern der folgende Zusammenhang:

schweinische-leserbriefe

Man betitelt also Leserbriefschreiber als schweinisch und macht gleichzeitig Werbung mit einem Schweinchen um Studenten anzulocken. :-)

Im Endeffekt kann man den Aussagen der verschiedenen Verantwortlichen von Blick, 20min und Newsnetz entnehmen dass sich niemand wirklich Gedanken über eine weitergehende Authentifizierungslösung macht.

Na dann, im Endeffekt wird der Aufwand für die Kontrolle und Freischalten der Quasianonymen Kommentare weit über das Versenden eines Briefes mit 1.- CHF Porto gehen.

Und dies nur wegen wenigen Chaoten, Primitiven und Verschwörungstheoretikern.

Update vom 6.1.2009:

5 Kommentare

  1. Im Grunde ist das Dilemma doch ein anderes: Die Feedbackformulare aller Onlineangebote von Zeitungen könnte man ohne Probleme dichtmachen, vermissen würde sie kaum jemand, insbesondere wenn man sie auch noch auf rülpelhafte 400 Zeichen beschränkt, wie etwa bei Newsnetz. Nur will man halt eben auf die vielen Klicks keinesfalls verzichten. Und der Dialog mit den Lesern? Der wird vermutlich irgendwann als das ganz grosse neue Ding präsentiert. In 10 Jahren oder so.

  2. Ganz schön schweinisch, diese Meinungsfreiheit … man produziert Schweinekram und wundert sich dann, wenn sich die Schweine zu Wort melden?!

  3. @leumund: Was verstehst Du unter einem «Verschwörungstheoretiker»? Verschwörungen gibt es ständig, im Grossen wie im Kleinen, da kann man problemlos direkt zur Praxis übergehen.

  4. @ugugu
    Natürlich hast du auch recht. Ich kümmer mich ja immer mehr um die technischen Problematiken von solchen Sachen. Den Gesellschaftlichen vergess ich da immer ein wenig. Wär natürlich toll wenn man bei den Zeitungen einen Community Manager einstellen würde. :-) Aber Grundlage für eine Diskussion ist für mich halt nach wie vor auch dass beide parteien authentifiziert sind.

    @mds
    Verschwörungstheoretiker? Hat der Bauer in seinem Artikel geschrieben. Ich finde die Pantone Anhänger gehen in diese Richtung.

Jetzt kommentieren: