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Selbstkontrolle Internet: Zeitschluckende Websites einfach blockieren!

Seit einigen Jahren kämpfe ich dank dem Internet immer wieder mit Effizienzproblemen.

Zu schnell geht man auf eine seiner Lieblingssites um sich ein wenig treiben zu lassen. Meistens passiert das dann, wenn man an einer Arbeit kurz einen Moment nicht weiter kommt, von aussen eine Ablenkung erfolgt oder einfach aus einem Reflex raus. Diese Automatismen lassen einem schnell ein paar Stunden Arbeitszeit verplempern wie auch die Log Files der Firmenrouter anschwellen. Rekord hatte ich einmal mit einer kleinen Verwarnung da 25% Prozent des Firmentraffics von mir verursacht wurden.

Danach habe ich mir zur Selbstkontrolle vom Administrator über ein paar Monate den Internetzugang stundenweise (9h – 11h30 und 13h30 bis 16h30) sperren lassen.

Da mittlerweile Prokrastination in aller Munde ist sehe ich auch vermehrt dass ich nicht alleine mit diesem Ablenkungsproblem bin. Viele Menschen, vorallem in Web 2.0 Firmen verlieren viel Zeit beim rumsurfen im Internet. Dies je nach Profil bei einer trendigen Web 2.0 Site, wie bei Twitter oder auf herkömlichen Foren, Partnerbörsen und mit Massenmails. Ich bin nicht alleine!

Mein grösstes Problem ist das unbewusste bzw. automatische Ansurfen der immer gleichen Websites. Dies vorallem das Ansurfen von eigenen Websites, Websitestatistiken und Web 2.0 Anwendungen wie Twitter. Man surft die Sites an und verliert sich im Idealfall für einige Minuten, im schlechtesten Fall für einige Stunden.

Lange Zeit habe ich mir Gedanken gemacht wie man dies verhindern könnte. Habe Internetzugangskontrolltools getestet die den Internetzugang für kleine Kinder kontrollieren und steuern. Aber all das hat mich nicht wirklich glücklich gemacht. Denn ich wollte ja nur die wichtigsten Zeitfresser abschalten und nicht das komplette Internet.

Nach einigem Suchen und dem Umweg über CrisOS bin ich nun auf eine relativ simple Lösung gestossen:

Privoxy

Privoxy ist ein Personal Proxy, der dazu gedacht ist Werbung, lästige Scripts und andere Sachen aus dem Internet zu Filtern. Dies tut Privoxy ab Werk schon mal ziemlich gut, aber das will ich ja nicht. Ich mag Werbung, ich will nur bestimmte Internetseiten vor meinem dauernden Zugriff sperren:

Einfach einen Filter mit der Anweisung block erstellen und die zu blockierenden Websites angeben und schon erhält man beim Eingeben der URL in Firefox oder IE eine Warnseite dass diese Seite blockiert sei.

Natürlich handelt es sich hierbei um einen billigen Selbstüberlistungsakt solange man die Konfiguration selber anpassen kann. Für mich ist aber die blockierte Seite dann auch der Hinweis wieder an die Arbeit zu gehen.

Privoxy ist für verschiedene Betriebssysteme zum DOwnload verfügbar und würde auch im Quellcode zur Verfügung stehen.

Die Installation unter Windows funktioniert mit einem Installer ganz einfach. Man kann danach einige Optionen anpassen um nicht das eigenen Aufsichtsystem wieder auszuhebeln. Danach kann man aber über Configfiles die zu blockierenden Sites einstellen. Privoxy wird danach als Proxy in Firefox oder IE konfiguriert. Dies funktioniert auch in Zusammenarbeit mit einem nachgelagerten Firmenproxy.

Mit etwas mehr Programmierkenntnissen würden ich für eine eigene Privoxy Version verwenden. Eine Version, mit der man die Zugangskontrolle vorallem restriktiver Absichern könnte. Zum Beispiel über ein Masterpasswort oder eine Konfigurationsseite im Netz die auch verschiedene Verfahren für Ausnahmeregelungen zulässt. Im Moment aber hilft mir Privoxy eigentlich schon genug indem es mich auf meine Abschwenker aufmerksam macht.

10 Kommentare

  1. Als Privatanwender kann man im Router Seiten definieren, die gesperrt werden sollen. Da braucht es also nicht mal eine besondere Software dazu.

  2. @theddy
    Ju, privat kann ich mit meinem Router alles tun. Auch Zeitgesteuerter Zugang für die Kids und und und. Aber in der Firma mag ich das nicht mit dem Admin besprechen. :-)

  3. Einige gehen rauchen, andere trinken Kaffee oder essen was. Wieder andere halten einen Schwatz mit dem Bürokollegen und einige surfen halt etwas rum. Wer sich verliert im Netz, statt zu arbeiten, sollte sich fragen, ob das wirklich der richtige Beruf ist für ihn.

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  7. Bin sehr spät dran mit meinem Post aber mich beschäftigt dieses Thema seit langem. Habe schon viele Versuche unternommen die alle kurzfristig funktionieren aber sobald ich mal etwas schlechter Gelaunt bin und ich die Beschränkung mit nur 1-2 Klicks entfernen kann, ist sie ziemlich schnell wieder weg :(

    Habe deswegen eine Idee die ich umsetzen will, siehe dort: http://www.pcwelt.de/forum/netzwerktechnik/460252-internetzugang-verwalten-beschr-nken.html

    Wenn mir da jemand helfen kann wäre ich sehr dankbar!

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