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The Copenhagen Wheel

Irgendwie habe ich im Dezember den Launch des Copenhagen Wheel komplett verpasst. Ein komplettes Fahrradrad mit integriertem Motor, integriertem Akku und dem iPhone als Kontrolleinheit.

Das Rad wurde vom MIT entwickelt und soll alleine durch die Energiegewinnung durchs Bremsen den Fahrer beim Treten unterstützen.

Ich bin ja skeptisch, das mit ein bisschen Bremsenergie die Akkus genügend gefüllt werden um dann am Berg den Fahrer zu unterstützen. Ich denke eher, dass die gewonnen Energie in etwa reicht um die Kommunikation mit dem iPhone sicherzustellen. Ich lasse mich aber gerne vom MIT belehren und warte gespannt auf die angekündeten Serienmodelle im Jahr 2010.

5 Kommentare

  1. Generell bin ich skeptisch, ob das Kopenhagen Wheel, sollte es tatsächlich irgendwann einmal zu kaufen sein, das Fahrradfahren wirklich verbessert. Der große Vorteil von Fahrrädern liegt für mich stets darin, dass es sich um ein recht einfaches und robustes, weil fast ausschließlich mechanisches System handelt. Je mehr ich an Elektrik und Elektronik an ein Fahrrad anbaue, desto unwirtschaftlicher und defektanfälliger wird es in der Regel. Ich habe schon viel ausprobiert, aber dauerhaft hat nichts, was komplexer war als der geliebte SON-Nabendynamo und der passende Scheinwerfer mit Regelelektronik fürs Rücklicht dauerhaft am Rad überlebt.

    Eine große Hürde bauen da auch die national unterschiedlichen rechtlichen Regelungen auf. In der EU muss beispielsweise der Motor von so genannten Pedelect (Fahrrädern mit Elektrounterstützung) bei 25 km/h aussetzen, was sie für mich recht unattraktiv macht, da meine Reisegeschwindigkeit meist auch ohne Elektro-Hilfsmotor höher liegt. Wozu also mehr Gewicht durch die Gegend fahren? Nur, um langsamer voran zu kommen?

    Offen gesagt, ich halte das Kopenhagen Wheel zunächst einmal für ein weiteres Spielzeug, dass ein damit ausgestattetes Fahrrad teurer, kurzlebiger und defektanfälliger macht, aber ganz sicher nicht zweckmäßiger oder gar grüner und nachhaltiger. Gern werde ich es ausprobieren und eine oder zwei Stunden meinen Spaß damit haben, um dann wieder auf mein dummes, einfaches, altes Fahrrad zurückzukommen. So wars noch immer. Und nein, ich werde mein iPhone nicht im Regen an den Fahrradlenker klemmen. Und die Entfaltung einer Dreigangschaltung ist auch nicht das, was ich im Alltag brauche.

  2. Bei der Umsetzung der EU-„Pedelecverordnung“ gibts aber einiges an Spielraum.
    In AT schauts so aus: Ohne treten max. 25km/h, mit treten egal. Neuerdings sind sogar 600Watt Motorleistung erlaubt.
    In DE schauts natürlich schlecht aus mit so einem Radl.

    Energierückgewinnung halte ich für nicht ausreichend BoinX un BIFS können das schon ein weilchen hab aber nirgends noch gelesen, dass das viel bringen würde…

  3. mit der Elektronik am Fahrrad hätte ich keine Probleme .Es ist nur eine längere Lernkurve für den Hersteller. Den ersten Computer (Tacho) hatte ich 1987 am Rad, kostete etwa 120 DM , konnte wenig , geriet ins Schwingen wegen falschem Schwerpunkt und hatte eine schwierig zu beschaffende Batterie aus einer TV-Fernbedienung.

    Überspringen wir einfach 23 Jahre und schon finden wir bei Aldi Computer für € 3.99, die perfekt, regendicht und sparsam sind.

    Sollte die Lernkurve ähnlich verlaufen , werde ich mir mit 95 ein perfektes Copenhagen-Rad kaufen.

  4. Pingback: Das Copenhagen Wheel jetzt vorbestellen! • Der LeuMund.ch

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