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Todesanzeigr 2.0

Nachdem man nun auch bei Flickr nach Freunden aus dem GMAIL Adressbuch fanden kann findet man auch den allerletzten Schulkollegen wieder.

Aber was wird eigentlich in einigen Jahren passieren wenn die Web 2.0 Generation langsam davonsterben wird? Massiv viele Xing, LinkedIn und Facebook Profile von verstorbenen? Datenleichen im Netz, die pietätslos wirken? Und niemand in Amerika bei Yahoo oder Google liest ja Todesanzeigen in der Berner Zeitung um die Accounts dann zu schliessen.

Deshalb, es braucht ein Mikroformat und eine zentrale Website wie sterbr, gestorbr, verendr, verlassr.com oder eben Todesanzeigr.com auf dem die Abgänge mitgeteilt werden.

Und diese Website könnte man mit einem Dead-Man-Mechanismus ausstatten der nach einer eingestellten Zeit ohne neue Nachrichten bei Friendfeed oder Twitter automatisch den Status auf TOT stellt.

Über ein API könnten sich dann all die Social Networks und richtigen Firmen den aktuellen Status des Mitglieds abfragen um bei positivem Bescheid je nach vorgängigem Vertrag mit dem Verblichenen die Daten sofort zu löschen oder mit dem Tag TOT oder RIP versehen.

8 Kommentare

  1. Hm… Oder man macht es einfach wie beispielsweise einem GMX- oder Yahoo Mail-Account. Wenn einige Monate nichts geht, bekommt man ein Ultimatum bis wann man sich wieder einmal einloggen sollte. Verpasst man den Termin wird der Account geschlossen. Das wär doch wesentlich effizienter als eine API an diverse Behörden in der ganzen Welt anzuschliessen! Denn sonst könnte es vorkommen, dass ein Beamter ein Fehler macht und bei Leu plötzlich in XING und Twitter „TOT“ steht…

    Was für ein Schock für die CH-Bloggerszene!

  2. @renato
    Das Problem ist, wenn das jeder Service selber macht gibts doch viel zu viele Mails am Schluss? Oder wie wärs denn mit einem SMS jeden Tag das man zurücksenden muss. Mann, da entstehen ganz neue Geschäftsideen.

  3. Ich habe mich tatsächlich mal gefragt, was passiert mit meinen Onlinedaten würde ich unglücklicherweise verunfallen. Darum habe ich alle meine Passwörter und logins zusammenfassend hinterlegt, testamentarisch sozusagen, zusammen mit den Versicherungspolicen und der Unfallversicherung meines Hundes.
    Argh, so ein bedrückendes Thema Leu, das brauchte ich jetzt aber gar nicht…

  4. @ChliiTierChnübler: Wow, was Du Dir so für Gedanken machst… Ich glaub das wär mir dann Wurscht was mit meinem Online Sachen passiert. Gut, nicht ganz fair für die Verwandten…

    Vielleicht lohnt es sich tatsächlich das ganze einmal zu dokumentieren!

  5. Pingback: Sterben im Web 2.0

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