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Zeig mir dein iPhone und ich sage dir wo du warst!

Ist ja cool, mein iPhone hat also tatsächlich in einer Datenbank gespeichert wo ich mich die letzten 6 Monate alles so rumgetrieben habe. Und findige User Alasdair Allan und Pete Warden haben diese Datenbank entdeckt und sofort ein kleines Programm namens iPhone Tracker geschrieben mit dem man diese Datenbank auch visualisieren kann. Bei mir sieht das dann so aus:

Nun, nicht für alle Menschen ist ein solches Tracking angenehm. Zum Beispiel dann, wenn andere Menschen nicht wissen sollten wo sie so waren. Und das kann man sehr schnell herausfinden. Einfach iPhone an einen Rechner schliessen und die mit dem iPhone Tracker die Datenbank auslesen. Das wird dem Datenschützer gar nicht gefallen.

23 Kommentare

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  3. Ganz ehrlich? NA UND?

    Wie oft hat jemand mein iPhone? Dann noch allein und genug Zeit die Backup Daten zu sichern?

    Und wenn…

    Kenn ich ihn bei facebook oder Twitter oder 4sq, dann weiss er es auch

  4. @sven
    Wie gesagt, ich habe nichts zu verbergen und ich finds eher cool was Apple da macht. Aber denk mal an einen eifersüchtigen Ehemann, der das iPhone seiner Frau analysiert und dann in jeden Ort irgendwas reininterpretiert. Das ist nicht gut.

  5. schön, dass hier mal einer – einmal mehr der herr leumund – nicht einfach nur füdle möögget.

    ich find das tool auch noch spannend. obwohl hier natürlich die orwellschen befürchtungen, die wir in den 70ern und 80ern hatten, bei weitem übertroffen werden. aber das kann heute nur noch noch diejenigen erschüttern, die nicht wissen, was datenmässig sonst noch so abgeht.

    es spielt ja letztlich keine rolle, mit welchen daten wir in 5 oder 10 jahren überwacht oder kontrolliert werden. sicher scheint mir einzig, dass jeder gemeine iphone nutzer an ielen anderen orten (staat, krankenkasse, arbeitgeber, versicherungen, facebook, banken, etc.) viel mehr und insgesamt viel heissere daten hinterlässt, als diese netten trackingdinger vom iphone.

    mit anderen worten: ist ja interessant, dass immer nur apple und google den kopf hinhalten müssen für die allgemeine datensammelwut. was will uns das sagen?

  6. Andreas @aendu Aerni 21. April 2011 um 00:39

    Ich habe das Programm jetzt mal ausprobiert, siehe da, es hat ein Bewegungsprofil gefunden. Wo war ich denn so?
    Aha, der Grossteil meines Lebens findet in den Städten Bern, Thun, Fribourg und Zürich statt? Quatsch, und zwar grosser!
    Am 7.10.2010 war ich in Grindelwald? Ja, etwa 20km entfernt vorbeigefahren.
    Am 16.9.2010 in Biel? Nicht mal in der Nähe!
    Am 3.2.2011 in Saanen? Ich war vermutlich 2003 das letzte mal in Saanen.
    Also entweder stimmt das Programm nicht oder die ganze Story ist ein Haufen heisser Luft.

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  8. ich find das tool ganz lustig. allerdings sind bei mir ein paar unerklärliche fehler drauf. so habe ich eine schlaufe über grenchen, solothurn und biel. da war ich aber seit jahren nicht mehr. auch in deutschland, gegen ulm sind ein paar punkte, die sicherlich nicht von mir stammen – ansonsten ganz lustig, wie viel information auf so einem handy platz finden :-)

  9. @bugsierer
    Ich denke auch, wir hinterlassen die Spuren eh. Sobald wir ein Handy haben, weiss Swisscom oder unser Provider wo wir sind und speichert diese Bewegungsdaten glaub auch ab, bei Kreditkartenzahlungen wird meine Position gespeichert und Google kennt jede meiner IP’s von denen ich mich auf einen der Google Dienste eingeloggt habe. Hier gehen aber meine Daten in unwahrscheinlich grossen Datensammlungen unter, und werden erst interessant wenn ich unter Verdacht bin irgendwas ungesetzliches getan zu haben.

    @aendu
    Das gibt jetzt gerade zwei Dinge die ich aus deinem Kommentar auslesen kann, du weisst entweder nicht wo du dich alles rumgetrieben hast oder dein iPhone hat ein Eigenleben. Im Endeffekt ist aber genau hier die Gefahr dieser Trackingdatenbank. Was ich Sven schon geschrieben habe, es ist ein einfaches diese Datenbank aus dem iPhone einer Lebenspartnerin auszulesen und wenn dann wie bei dir noch unmögliche Positionsangaben sind kann dies zu Missverständnissen führen. Logisch, es geht hier um die Privatsphäre unter Partnern, die beim Lesen von SMS anfängt und hier durch Apple verursacht einen grossen Eingriff in die Privatsphäre gestattet. Und wer SMS des anderen liest, wird auch nicht davor zurückschrecken. Darum ist die Story nicht nur ein Haufen heisser Luft.

  10. Mit Verlaub, Herr Leu! Trotz meines mittlerweile fast biblischen Alters und dank einem fein geführten Kalender weiss ich, wo ich mich rumtreibe (und vor allem wo nicht). ;-)
    Noch versuche ich, die Resultate auf eine Reihe zu kriegen. Einiges kann ich nachvollziehen (Fehler 20 km) anderes absolut nicht (Thun Zürich). Ist es möglich, dass Orange mit den Locations kegelt?

  11. Wie Christian schreibt hinterlassen wir eh überall Spuren und Swisscom und Co. kennen den Standort eh.

    Die Ungenauigkeit kommt aber daher, dass das iPhone nicht wie zuerst gemeldet die Daten via GPS speichert, sondern einfach via UMTS / WLAN Triangulation. Daher ist je nach GSM Zellen Dichte der Standort genauer oder in der „Pampa“ eben viel ungenauer

  12. @Andreas
    Scheint ja nicht nur dir so zu gehen, auch Monoblog hat im Kommentar geschrieben dass unmögliche Positionsdaten darin vorkommen.

    Interessant finde ich, dass meine Diskussion bezüglich privatspäre, misstrauen etc. komplett von der Online Community ausgeblendet wird.

  13. Für mich ist es nicht mal ein „Haufen“ heisser Luft, sondern eher ein leichter Luftzug….

    1. Die Daten befinden sich auf dem Computer/Mac des Anwenders (und genau DAS ist entscheidend!) – einmal abgesehen noch vom iOS-Gerät selbst.
    2. Diese Daten werden nicht an Apple weitergegeben (im Gegensatz u vielen anderen Beispielen aus der Branche und anderswo, dem täglichen Umgang mit Credit Card’s, Hand’s, Cumulus-Karten; oder wie heissen die Dinger?..o: )
    3. Seit iOS 4.0 musste die Datei aus der Library herausgenommen werden, um so APIs für Dritt-Apps zulassen zu können (Based Location Services)
    4. Im Menü „Einstellungen“ kann der Anwender sich selbst für oder gegen Standort-Bestimmungen entscheiden; will er/sie es nicht, wird zwar weiterhin ein Protokoll erstellt, aber andere Anwendungen können darauf nicht zugreifen.

    @Christian Leu; „…kan dies zu Missverständnissen führen (Partnerschaft)..“ – also ich glaube, bevor dies eintrifft, gibt es 100000 andere Momente/Faktoren, die zu Missverständnissen in einer Partnerschaft führen können, nicht?

  14. Es ist ja schön, wenn ihr, die ich eher zu den extrovertierten Menschen zähle, Euch sogar über das neue Feature freut. Und ja, wir hinterlassen alle irgendwo Spuren. Aber sollte es nicht grundsätzlich so sein, dass 1.) ihr wisst, was Euer Gerät macht (ok, jetzt wisst ihr es ja) und dass 2.) ihr die Möglichkeit hättet, solche Funktionen, zu unterbinden, wenn ihr das wollt? Schliesslich ist es doch Euer Gerät.

    Ich bin doch immer wieder erstaunt, wie unkritisch solche Aktionen von einem grossen Teil der User hingenommen wird. Egal, um welches System und um welche Firma es sich gerade handelt.

    Jetzt warte ich noch auf das offizielle Statement, dass man da ein tolles Feature eingebaut habe, das eine hübsche Karte aller Euerer Aufenthaltsorte zeigt.

  15. Hallo die Damen und Herren,

    Wem darf ich denn vertrauensvoll mein File zukommen lassen ?

    Würde gerne auch so eine Map haben – glaube nämlich 4SQ veräppelt mich =)

    – Zu dem Thema Partnerschaft – Das ist natürlich heikel für die App-Entwickler, die dann für ihre Spy Apps kein Geld mehr verlangen können…. ist aber auch nichts neues – mit den ersten Java-fähigen Phones (anno-schlag-mich-tot) gab es bereits solche apps =)

  16. @schichtarbeiter
    Danke für deinen Kommentar. Ich finde es teilweise erschreckend, wie unkritisch in der Twitter-Social-Media diskutiert wird, bzw. wie wenig Empathie herscht. Klar, wir sind offen, wir finden es cool uns tracken zu lassen.

    Aber versetzt euch mal in jemanden der mit dieser ganzen Technik nichts anzufangen weiss und dessen iPhone dann heimlich ausspioniert wird.

  17. @Christian:
    Ich bin der Meinung, dass heute niemand mehr einfach so ohne Wissen mit Technik umgehen sollte. Vor 60 Jahren mussten die Menschen lernen das der Strassenverkehr zunimmt und damit auch die damit verbundenen Gefahren.
    Heute ist es das Selbe mit neuen Technologien. Wer sich nicht damit auseinandersetzt kann meiner Meinung nach hinterher nicht jammern wenn ihm mal was passiert was er nicht möchte.
    Das gehört heute einfach dazu sich wenigstens ein wenig schlau zu machen!

  18. @Yves: Es ist aber ein Unterschied, ob eine Datenspeicherung von der Politik vorgegeben wird (und hoffentlich vorgängig durch Instanzen wie Parlamente diskutiert werden) oder ob dir Apple mal einfach so einen Datensatz anlegt, von dem Du nichts weisst, der auf Deinen Desktop gesynct wird und der 20’000 Positionsangaben samt Timestamp in einer unverschlüsselten Datei enthält. Wie stellst Du sicher, dass dieser Datensatz nicht doch mal übermittelt wird, wenn Du schon nichts davon weisst?

    @Jean-Claude Du wusstest also schon vorgestern von der Datei? #schlaumachen

  19. @Christian: Natürlich wusste ich vorher nichts von der Datei. Aber es wundert mich nicht, schliesslich beschreibt Apple das in ihrer Customer Privacy Policy ziemlich genau und das schon seit einem Jahr.

    Ich will damit sagen, dass mich solche Dinge nicht überraschen, und das ich denen welche „total überrascht tun und empört sind“ eine gewisse naive Ahnungslosigkeit unterstelle.

  20. @yves
    Ja, pdf dateien sind nicht so mein Ding. :-) Aber mir ist schon klar, dass überall meine Spuren aufgezeichnet werden. Es gehört mit zu all den anderen kleinen Errungenschaften die uns die Technik gebracht hat. Ich meine ein A-GPS ist eine tolle Sache und alles was uns das iPhone in den letzten 4 Jahren ermöglicht hat sowieso.
    Ich denke auch nicht, dass die grossen uns unsere Daten missbrauchen werden, hier wird relativ genau hingeschaut. (Siehe Streetview) Der Missbrauch ist eher eben im kleinen im privaten möglich und hier pflichte ich Streetworker bei. Der Normaluser weiss nicht, dass diese Daten existieren und wie man diese schützen kann.

    @Jean-Claude
    Da versteh ich dich jetzt nicht. Apple hat Technik zu dem gemacht was es sein soll, man kann es einfach nutzen und das ist der Hauptgrund warum sich iPod und iPhone so massiv durchsetzen konnten. Und jetzt kommst du, und verlangst dass der User weiss wie die Technik funktioniert. Das passt nicht!

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