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Alkoholfrei durch den Februar. Wer macht mit?

sans-alcoolViele Dinge in unserem Leben werden sehr schnell und automatisch zu Gewohnheiten. Man denkt nicht mehr darüber nach, man verhaltet sich entsprechend. So wie man automatisch den Lift nimmt, greift man im Ausgang auch automatisch zu einem Bier, trinkt ein Glas Wein mit Freunden und beim Geschäftsessen gehört es einfach dazu. Keine Abhängigkeit, aber eine Gewohnheit und Gewohnheiten gehören von Zeit zu Zeit überprüft.

Das letzte Mal habe ich im November 2011 einen Monat lang auf jeglichen Alkohol verzichtet. Damals nach einem grösseren Absturz in der Heimat der Whiskymacher und vor meinem Geburtstag. Heute will ich ohne entsprechenden Anlass für einen Monat dem Alkohol entsagen. Nach dem Vorbild eines ehemaligen Chefs wähle ich mir dazu den relativ kurzen Februar aus.

Das bewusste Verzichten auf Dinge ist die Königsklasse der Selbstdisziplin und stärkt das Selbstbewusstsein. Vor fast genau fünf Jahren habe ich meinem Leben eine ganz neue Qualität gegeben, als ich mit dem Rauchen aufgehört habe. Niemals hätte ich mir damals vorstellen können, wie schön es sein kann, wenn man sich von einer solchen Angewohnheit befreit. Kein Stinken, kein Sklave von Glimmstengel, viel mehr Zeit und viel gesünder!

Ein guter Grund, mein Verhalten mal wieder auf die Probe zu stellen. Einen Monat auf Alkohol zu verzichten tönt ja ganz einfach. Wenn ich aber daran denke, dass ich heute Abend Essen gehe, nächste Woche ein paar Termine im Ausland habe und sicher das eine oder andere Mal im Ausgang sein wird die Herausforderung sein, dass ich nicht versehentlich vergesse was mein Ziel ist.

Wer auch Lust auf einen alkoholfreien Februar hat, kann sich jederzeit hier anschliessen. Wer Ausreden hat, warum er das nicht braucht,

15 Kommentare

  1. Dann wünsche ich dir gutes Gelingen. Das Befreien von Gewohnheiten ist eine gute Sache, sofern es welche sind, die einen einschränken oder das Leben irgendwie dominieren. Generell finde ich Achtsamkeit und bewussten Umgang mit Dingen positiv und sehr erstrebenswert. Verzichten werde ich im Februar nicht, ich habe mir aber schon eine Weile zum Ziel genommen, wirklich bewusster mit gewissen Dingen umzugehen, vor allem auch mit mir selber und meinen Prioritäten.

  2. Hi,

    ich habe den letzten Tropfen Alkohol im Oktober 2011 getrunken. Seither nichts mehr. Anlass war ein bisschen krank und ich habe nichts vermisst seit damals.

    Nun gibt es Coke und das passt auch.

  3. Kann dich nur unterstützen. Ich trinke fast nix und komme damit super durch. Mental unterstütze ich dich also immer gerne.

  4. Ich gelte da nicht wirklich, weil ich ohnehin nie Alkohol trinke und nie getrunken habe. Mache dafür aber einen Cola-freien Februar.

  5. Was mir kürzlich auffiel zu dem Thema und was mich nachdenklich stimmte: Wenn man bei einem Geschäftsessen, Treffen sonst keinen Alkohol trinkt, wird man nach den Gründen gefragt, muss sich fast rechtfertigen, sicher aber erklären. Alkohol hat in unserer Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit und Normalität gewonnen, dass keinen Alkohol zu trinken eine Ausnahme darstellt, die nach Erklärung sucht. Das finde ich irgendwo doch bedenklich.

    Wenn ich dann noch die Selbstverständlichkeit sehe, mit der Feierabendbier, Wein zum Lesen, Schnaps zum Schlafen oder nach dem Essen tagtäglich konsumiert wird, frage ich mich ab und an, wo die Grenze liegt. Was ist im Rahmen, was zu viel? Kann man das wirklich überhaupt festlegen? Aber ich schweife mal wieder aus und nein, in bin kein abstinenter Engel und ich liebe Wein.

  6. @all
    Danke für eure Unterstützung. :-)

    @cosima
    Ich bin auch gespannt wie die Reaktionen sind. In meinen bisherigen Erfahrungen war es eigentlich nicht ein Problem und wurde auch akzeptiert. Meistens aber durch meine Begründung und die zeitliche Einschränkung. Wie es wäre, wenn man dauerhaft nicht mitmacht kann ich nicht beurteilen, ich denke aber, es könnte im Vertrieb durchaus mal den einen oder anderen verstimmen.

    @Moni
    Ich versuche möglichst keine Süssgetränke zu trinken. Das ist noch die grössere Mafia als die Alkoholhersteller.

    @Hansruedi
    Ich glaub es kommt auch immer auf das eigene Bild an. Ich wäre zum Beispiel auch jemand, der sich andauernd rechtfertigt, ohne vielleicht überhaupt zu müssen.

  7. Finde ich eine tolle Sache. Seit ca. 6 Jahren trinke ich auch verhältnismässig wenig Alkohol. Ausschliesslich nur noch im Ausgang und sehr bewusst und kontrolliert. Im Januar war es ein Spezli und 2 Gläser Rotwein.

    So eine temporäre Fastenzeit wär zwar nichts für mich. Finds wie gesagt eine Frage des Masses. Die ganze Zeit. Aber das soll jeder für sich entscheiden.

  8. Da ich sowieso keinen Alkohol trinke, sollte das für mich kein Problem sein.
    Dir wünsche ich beim Versuch viel Glück, du wirst sehen, es braucht nicht immer Alkohol um einen lustigen Abend zu erleben :-)

  9. Nochmal ich…

    Ich habe es nie so erlebt. Man wird zwar gefragt warum man nichts trinken möge, aber dann ist ich gut. Gerade bei den Touristikern fällt man da aber schnell auf, wobei ich das auch schon vorher bin, mit dem wenigen was ich trank.

    Im Vertrieb geht es auch so, denke ich. Viel Erfolg. Wobei 28 Tage eigentlich zu wenig sind. 3 Monate machen laut Medizinern Sinn.

  10. Hallo Christian

    Ich wünsch dir viel Spass beim #ramadalk! Ich habe es bereits hinter mir, sonst hätte ich mitgemacht. Mache es jeweils im Januar.
    Toi toi!

    Gruss Phil

  11. so, jetzt auch noch mein kommentar dazu: als ich deinen tweet las, anfang feb. machte ich klammheimlich mit. Jetzt sagt ich: war ein guter monat und am sonntag, 3.3. abends nach der arbeit #gr22-abstimmung hab ich dann einen drink verdient…

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