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Auf Kriegsfuss mit dem Nike+ FuelBand

Seit knapp einem Monat ist das Nike+ FuelBand mein treuer Begleiter in allen Lebenslagen. Über den eingebauten Bewegungssensor erfasst die Elektronik meine Aktivitäten und es ist einfach nur zum heulen:

Die Monatsbilanz für den Monat März in der iPhone App.

Aber zuerst ein paar Eindrücke rund um den alltäglichen Einsatz des FuelBand, das ich ja als ich meinen ersten Testbericht geschrieben habe noch nicht wissen konnte. Grundsätzlich, das FuelBand ist angenehm zu tragen, der Verschluss ist immer noch wie am ersten Tag und auch das Material fühlt sich immer noch angenehm an.

Wichtiger Faktor für den Tragekomfort ist aber sicher, dass man sich die richtige Grösse kauft. Hier im Factsheet sieht man die 3 Varianten und die damit möglichen Grössen.

Das FuelBand am USB-Port des MacBooks am laden. Dank mitgeliefertem Hub und Kabel geht das auch praktischer.

Der eingebaute Akku hält übrigens locker eine Woche durch, das könnte aber auch an meiner eher spärlichen Aktivität zuzuordnen sein. Geladen wird der Akku über den im Verschluss integrierten USB-Anschluss. Wirklich clever gemacht.

Das FuelBand mit der schönen Matrixanzeige ist angenehm zu tragen.

Das Highlight am FuelBand ist aber das cool gemachte Matrix-Display, über das man jederzeit den Stand der Dinge erfahren kann. D.h. Fuel Punkte, Schritte, verbrauchte Kalorien und die Zeit. Wobei die Zeit eigentlich das angenehmste ist.

Ehrliches Feedback

Tja, so klar sieht man selten wie unsportlich im Vergleich mit anderen ist.

Ansonsten kann man das FuelBand einfach nur hassen. Mein eigentlich tiefes Tagesziel von 3000 Fuel Punkten habe ich den 25 Tagen gerade mal neun mal erreicht. Dennoch habe ich in dieser Zeit 236’089 Schritte oder 186km zurückgelegt, was einen Tagesschnitt von 7,5km ergibt. Zu Fuss!

Gerade bei den Kilometerzahlen staunt man immer wieder, was man eigentlich auch an einem müden Tag zwischen Sofa und Kühlschrank so hin und hergeht. Man hat schnell das Gefühl, die Angaben können gar nicht stimmen, es scheint aber gar nicht so daneben zu sein. In einem Vergleichstest mit Runkeeper habe ich heute einen Spaziergang aufgezeichnet und bin auf dem FuelBand auf 1,7km, bei Runkeeper mit GPS gemessen auf 1,75km gekommen.

Motiviert manchmal mehr, manchmal weniger. Der aktuelle Punktestand auf der Nike+ Website

Zurück zum frustrierenden Teil. Ein Tag im Büro gibt gerade mal knapp 1’0000 Punkte, bei einem Tag im Home-Office sieht die Punktebilanz noch frustrierender aus. Ist man einen Tag lang in Meetings und hat am Abend 1’200 Punkte und 560 Kalorien auf dem Display, dann schmeckt das Weissbier und die Schweinshaxe nicht wirklich. Kein Wunder wollte ich das Ding schon mehrmals wieder verkaufen.

Fazit

Das FuelBand funktioniert zu meiner vollen Zufriedenheit und ist ein ausgereiftes Produkt. Das Nike+ Fuelband gibt mir nicht vor, wie ich es zu nutzen habe, ich kann die Daten nach Lust und Laune über Bluetooth und das iPhone laden oder einfach einmal wöchentlich beim Laden am USB Port. Das eingebaute Display gibt mir jederzeit Auskunft über den eigenen Aktivitätspegel, nach einigen Wochen kann man Abends meistens schon gut schätzen wieviel Fuel man hat.

Nike verknappt einerseits das Produkt, integriert aber die Community über Twitter und Instagram. Gelungenes Marketing.

Das schöne ist, das FuelBand ist eigentlich bei allen Aktivitäten dabei, einzig beim Essen scheint es wegzuschauen. Es funktioniert einfach, ein Punkt den ich ja auch bei meinen Apple Produkten sehr mag. Deshalb habe ich mich mittlerweile soweit mit dem FuelBand angefreundet, dass ich es auch behalten mag.

Für Bewegungsfaule wie mich ist das FuelBand eine gute Investition um sich zwischendurch mal bewusst auf einen Umweg zu begeben um noch ein paar Schritte mehr zu machen, für Sportler ist es wohl ein cooles Tool um seine ganzen Aktivitäten einfach zu erfassen.

Die 150$ die ich für das FuelBand bezahlt habe find ich fair. Das Produkt ist qualitativ hochwertiger als ich zuerst gedacht habe. Nike verkauft das FuelBand aktuell immer noch nur in wenigen Outlets, immerhin hat aber der Verkauf in Europa, besser gesagt in London nun begonnen. Am besten man folgt @nikefuel auf Twitter um sich auf dem laufenden zu halten.

Für Ungeduldige gibt es bei Amazon.com immer wieder Angebote zwischen 250$ und 300$.

18 Kommentare

  1. Das Nike+ Fuelband ist wirklich gnadenlos. Wenn man passiv ist, dann sind die Punkte entsprechend tief. Habe das auch schon erlebt. Das Einzige, was Fuel Band nicht aufzeichnet sind Bike-Touren. So kann es vorkommen, dass man trotz 1 Stunde Bike das Tagesziel nicht erreicht. Aber alles in allem wirklich ne gute Sache!

  2. Der Titel des Artikels ist meiner Meinung nach etwas falsch gewählt. Ich habe im ganzen Betrag danach gesucht, was jetzt am Fuel Band nicht stimmt. Ich freu mich auf den Release im Sommer.

  3. @diejenigen, die schon ein Fuelband haben: Habt ihr es alle bei Amazon gekauft, oder sind ihr über andere (günstigere) Wege darauf gestossen?

  4. @Daniel
    Darum verzichte ich auch auf’s Velofahren. Lustigerweise habe ich auf Twitter das Feedback erhalten, dass Nici locker 2500 Punkte an einem Tag im Büro macht. Für mich eher schwierig.

    @Sandro
    Dann hast du wohl den Part mit der Schweinshaxe übersehen.

    @Christian
    Ich habe mir das FuelBand dank einem Tipp von Daniel in New York im Nike Town gekauft. Habe aber in meinem Amazon Partneraccount gesehen, dass sich scheinbar schon jemand ein FuelBand über Amazon gekauft hat.

  5. Also wenn ich mir die Sache so anschaue, ist das Band ein Gadget und mehr nicht.

    Wie soll eine Kalorienverbrennung ohne Pulsmessung genau sein? Wie merkt das Ding ob ich 188 Schritte auf unserer Treppe im Bürohaus mache oder ob ich die 188 Schritte zum Denner nebenan mache? Das Ding merkt nicht wenn ich Velo fahre?

    Ich spare lieber auf einen neuen Pulsmesser hin.

    Thx und Gruss.

  6. Pingback: Das Nike+ Fuelband: Der Fitnesstrainer am Handgelenk › TechnikBlog

  7. Ich habe das Fuelband jetzt auch bereits einige Tage und habe meinen ersten Eindruck niedergeschrieben.
    Zu deinen Worten habe ich noch was anzufügen:
    „Für Bewegungsfaule wie mich ist das FuelBand eine gute Investition um sich zwischendurch mal bewusst auf einen Umweg zu begeben um noch ein paar Schritte mehr zu machen, für Sportler ist es wohl ein cooles Tool um seine ganzen Aktivitäten einfach zu erfassen.“

    Ich sehe das Fuelband auch für „Faule“ als sehr sinnvoll an, man wird sich etwas bewusst wie viel oder eben wie wenig man sich bewegt. Für Sportler sehe ich es nur bedingt als geeignet. Ich schwimme und bike viel, für beide Sportarten bringt das Fuelband gar nichts. Für die Joggingrunden die ich drehe, da kann es durchaus Sinn ergeben. Wer aber schon eine GPS Uhr besitzt der ist nicht nur genauer unterwegs sondern hat auch eine mögliche Pulsmessung dabei.. Von dem her sehe ich es für Sportler doch als eher ungeeignet an….

  8. Danke für den schönen Bericht! Müsste diese Woche auch mein Fuelband bekommen und freue mich schon riesig. Kann es kaum noch abwarten, weshalb ich nach Blogs suche, die darüber berichten.. :)

  9. @Hans
    Danke für deinen Kommentar und den Bericht in deinem Blog. Ich würde mich als Sportler natürlich auch nerven, wenn ich dann x Stunden schwimme und bike und doch nicht auf einen grünen Zweig komme. Hier sollte Nike eventuell nachbessern und das manuelle Erfassen von Tätigkeiten ermöglichen.

    @Hans und @Chris
    Wo habt ihr das Fuelband denn nun bestellt und wieiviel bezahlt ihr dafür?

  10. Genau, eine manuelle Eingabe von zurückgelegten Strecken mit Zeitangabe für Mountain-Bike, Strassenvelo, Schwimmen etc. wäre wirklich praktisch und wohl auch nicht schwierig umzusetzen!

    Ich habe mein Fuelband über ebay gekauft, zwischendurch gibt es da ganz gute Angebote und man kommt mit 200.- CHF durch!

  11. Eine Freundin wohnt aktuell in New York und hat mir das Ding per Luftpost geschickt. Hat mir 162,50 Euro gekostet.

  12. @hans @chris
    Ok, so um die 200.- CHF ist ja wirklich ok. Ein wenig Aufpreis für den Haben-Will Effekt. :-)

  13. Hab das Ding jetzt ca. ne Woche im Einsatz und challange mich immer mit meiner Freundin. Motiviert wirklich … hoffe aber das hält an. :-)
    Da ich eher im Fitnesscenter trainiere ist das mit der Aufzeichnung von Crosstrainer und ErgoBikes so eine Sache. Ihr müsst einfach darauf achten das Band dort zu tragen wo ihr euch Bewegt. Ich schnalle es mir (offen) einfach um das Fussgelenk und ziehe die Socke darüber. Dann wird Crosstrainer und ErgoBike wunderbar gezählt.
    Technisch finde ich auch, dass da noch einiges an Verbesserungsluft drin ist.

  14. Ich habe das Fuelband schon ca. eine Woche und habe die letzten Tage so ca. 2000 Fuelpoints gemacht. Trotzdem musste ich mein Fuelband bisher jeden zweiten Tag aufladen weil der Akku leer war. Der Akku soll ja laut Nike bis zu vier Tage halten und ich aktiviere das Display nicht wirklich oft. Das syncen hab ich bisher erst zweimal gemacht..
    Ist das normal? Macht jemand ähnliche Erfahrungen?

  15. @Jan
    Also bei mir hat der Akku immer eine gute Woche gehalten. Ich würde da sofort die Hotline anrufen: +41 (0) 225675467
    Die machen einen guten Job. Ich werde die Tage auch den Austausch meines Fuelbands veranlassen, das leider seit einiger Zeit nicht mehr richtig zählt.

  16. hallo ich hab mal eine frage und hoffe ihr könnt mir dabei helfen.. Ich habe zum Geburtstag einen fuelband bekommen und habe mich darüber total gefreut nun benutze ich es zwei Tage und meine Batterie hält nur bis zum Abend… Ich habe es gestern die ganze Nacht am Akku gehabt und heute morgen zeigte es am Stecker noch volle Batterie… Wenn ich das Band vom Stecker abziehe zeigt es mir plötzlich nur noch die Hälfte an.. Ist das normal? wie lange muss i das Band den Laden? Bitte um Antwort

  17. @Katia
    Mein Fuelband hält locker eine Woche durch. Du kannst bei solchen Problemen aber den Nike Support kontaktieren. Die sind super-freundlich und werden sicher alles machen, damit dein FuelBand perfekt funktioniert. Meines wurde schon zweimal ausgetauscht weil ich kleinere Probleme damit hatte.

  18. Sehr interessanter Beitrag. Ich spiele schon seit längerem mit dem Gedanken mir ein solches Fitness Band anzuschaffen um meine Aktivitäten zu tracken.
    Schrecke aber noch genau aus den hier aufgezählten Punkten davor zurück.

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