Permalink

6

Eine Nacht mit dem Microsoft Surface Tablet im Motel One.

Nachdem ich gestern in Berlin angekommen bin, ist mir sehr schnell aufgefallen, wie heftig hier das neue Microsoft Surface Tablet beworben wird. Kaum eine Plakatwand, die nicht hellblau ist, teilweise sogar Surface Werbung am Boden. Im Hotel bei der Ankunft ein verwaister Surface Stand und eine in Surface Farben eingeklebte Lifttüre. Wenn ich mich an die Berichte vom letztwöchigen Windows 8 Launch zurückerinnere, habe ich in dem Moment alles erwartet, nur nicht ein echtes Surface Tablet in die Hände zu bekommen.

Surface Tablet testen im Motel One

Weit geirrt, denn bei meiner Rückkehr ins Hotel hat es auf einmal Plakate im Flur, die versprechen, man könne sich ein Surface Tablet an der Reception ausleihen. Damit kann man ja jedem Blogger sein Abendprogramm einfach machen, und so sitz ich jetzt in Berlin im meinem Zimmer im Motel One und schreibe auf dem Surface diesen Artikel.

Vorneweg, ich bin durchaus beeindruckt über das Tablet. Im Vorfeld habe ich mich ja gerne über den Ständer lustig gemacht oder mit gurrendem Wohlwollen den Bericht von dem Typ gelesen, der sein Tablet wieder zurückgeschickt hat und mir gedacht, ach Microsoft, das kriegt ihr nicht auf die Reihe…

Erster Eindruck

Aber abgesehen von den wieder einmal sensationellen dreiundsiebzig Produktbezeichnungen für das neue Windows 8, bin ich nun doch etwas erstaunt. Das Surface Tablet ist irgendwie echt gelungen, da kann ich jetzt noch soviele Vorurteile und Apple Fanboy Gene haben.

Für mich sind es im ersten Hands-On die drei folgenden Dinge die mich beeindrucken:

  1. Die angedockte Smartcover Tastatur mit Trackpad
  2. Der Splitscreen Modus
  3. Die Office Suite

Die Tastatur ist angenehm zu bedienen, der Bringer ist aber das Trackpad, das ich bei jedem Versuch am iPad immer wieder schmerzlich vermisse. Hier am Surface kann ich die Tastatur nutzen und kann mit dem Trackpad ohne den den Bildschirm zu berühren navigieren. Dadurch arbeite ich mit angedockter Tastatur wie auf einem normalen Laptop. Kein Umständliches am Bildschirm herumfummeln, sondern schreiben wie gewohnt.

Das Tablet als Reisecomputer

Gerade heute morgen, habe ich mir auf der Reise nach Berlin überlegt, was es noch brauchen würde, damit ich in Zukunft solch kurzwn Geschäftsreisen nur mt dem Tablet im Gepäck machen könnte. Einer der wichtigsten Punkte war mir dabei, auch kurz vor einem Meeting noch schnell eine PowerPoint Präsentation abändern zu können. Ich weiss, es gibt Tools und Apps dafür am iPad, ich habe aber keine, der ich soviel Vertrauen schenke es in letzter Minute zu tun.

Auf dem Surface Tablet habe ich Word, Excel und PowerPoint, genauso wie ich es von meinem Arbeitscomputer gewohnt bin. Auch hier, ich habe das Gefühl einen Laptop dabeizuhaben, mit dem ich alles erledigen kann. Dieses Gefühl verstärkt mir Microsoft sogar noch, wenn ich den bekannten Desktop sehe.

Hardware

Ach und ja, die Hardware. Immerhin was ganz neues für Microsoft, aber auch das ganz gelungen. Erstes Merkmal, der integrierte Ständer, den ich schon vor Jahren bei SonyEricsson belächelt hatte. Hier am Surface Tablet macht er Sinn. Ich kann das Tablet mit oder ohne Tastatur schnell irgendwo aufstellen um mir zum Beispiel ein Video anzuschauen. Ansonsten ist das Tablet aus viel Plastik, das Design eher grob, aber das ist jetzt jammern auf hohem Niveau.

Fazit, das Reise- und Arbeitstablet

Ich glaube wirklich, dass das Microsoft Surface Tablet für viele Leute eine gute Ergänzung oder auch Ersatz für einen Laptop ist. Gerade jene, die vorallem mailen, in Social Networks rumsurfen und ab und an ein Dokument zuhause bearbeiten wollen sind damit durchaus bedient. Ich wäre interessiert, auch mal einen längeren Test mit dem Surface zu machen um zu sehen, ob ich damit tatsächlich meinen Lenovo X220 zu Hause lassen kann.

Die Ernüchterung

Bevor ich den gestern geschriebenen Post veröffentliche, wollte ich noch einmal darüber schlafen. So positiv wie mein erster Eindruck war, da konnte was nicht stimmen. Und irgendwie kam der Microsoft Moment heute morgen, als ich noch einen zweiten Blick auf das Surface werfen wollte. Nachdem ich gestern bei ca. 70% Akkustand war, war am morgen der Akku bei 7% und innert 3 Minuten hat sich das Gerät abgestellt…

6 Kommentare

  1. Merci für Deinen Erfahrungsbericht!

    Weisst Du allenfalls, ob man USB-Sticks direkt nutzen kann? Ich vermisse diese Funktion zunehmend bei iOS-Geräten …

  2. @Martin
    Ich habe es zwar selber nicht ausprobiert, gemäss verschiedenen Berichten sollte es aber problemlos möglich sein.

  3. Pingback: Steve Ballmer’s Reality Distortion Field – ApfelBlog

  4. Pingback: Abt. Adieu USP • Der LeuMund.ch • microsoft, office, rt, surface, tablet, windows

  5. @Martin
    Ja, das geht. Dem zufolge auch externe Festplatten, was ich persönlich sehr praktisch finde.

  6. Pingback: Dell XPS 12 Duo, das sexy Ultra-Touch-Pad-Book | Der LeuMund.ch | dell, microsoft, surface, tablet, touch, ultrabook, windows, xps

Jetzt kommentieren: