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Fahrerlose Busse erobern die Schweiz

Nach dem Thema horseless carriage wird das Thema driverless carriage auch im öffentlichen Verkehr interessant. Erst letzte Woche habe ich einen Artikel über autonome Kleinbusse im Einsatz in Freizeitparks gelesen, nun scheint es aber mit Riesenschritten vorwärts zu gehen will die Schweizer Post Ende Jahr mit einem autonomen Klein-Postauto in Sitten einen Pilotversuch starten.

autonomer_shuttle_postauto_v3

Das Projekt wird von der ETH Lausanne begleitet, die auf dem eigenen Campus schon autonome Fahrzeuge von Easymile betreibt.

Nicht ganz so sexy wie der Bus im Postauto Design. Ein Fahrzeug von Easymile das wohl so auch in Lausanne an der ETH verkehrt.

Nicht ganz so sexy wie der Bus im Postauto Design. Ein Fahrzeug von Easymile das wohl so auch in Lausanne an der ETH verkehrt.

Mit autonomen Kleinbussen hat auch Volkswagen schon 2011 experimentiert und damals die Studie VW eT präsentiert, ein teilautonomes Fahrzeugkonzept für Waren- und Personentransport. Unter heutigen Gesichtspunkten können wir froh sein, hat Volkswagen daraus kein Serienprodukt mit Software aus dem eigenen Hause lanciert.

Nachtrag: Das Postauto-Fahrzeug stammt übrigens vom französischen Unternehmen Navya und die Leittechnik vom Schweizer Startup Bestmile

3 Kommentare

  1. Ich glaube, hier liegt das Problem der traditionellen Hersteller. Sie sprechen von mindestens fünf Jahren, bis das Apple oder Google Auto kommt, und glauben, so lange noch Zeit zu haben. Aber viele so kleine Initiativen machen auch Mist, in dem die Hersteller von traditionellen Autos stecken bleiben können… Ich zähle derzeit pro Tag 3 bis 5 Sichtungen von ernsthaften e-Autos pro Tag in München. Dieses Beispiel ist zudem ein weiterer Beleg dafür, dass autonom und e schon irgendwie zusammen hängen. Danke für den Hinweis.

  2. @Markus
    Danke für deinen Kommentar. Ich bin auch immer wieder fasziniert, wenn Audi 2015 von Plänen zu teilautonomen Fahren spricht und 2023 als Ziel sieht. Interessanterweise scheint aber gerade im öffentlichen Bereich wie in diesem Beitrag hier vorwiegend auch Autonomie und Elektroantrieb zusammengehört. Dabei könnte ein Dieselbetriebener autonomer Fernbus mit einer Tankfüllung ja locker einige hundert Kilometer fahren könnte. Bin gespannt, wo wir 2018 stehen werden.

  3. Easymile ist ein Joint Venture mit Beteiligung von Ligier, und auch die Navya-Fahrzeuge basieren auf Ligier-Fabrikaten. Ich habe den Verdacht, dass aus dem kleinen Microcar-Hersteller in den nächsten Jahren ein ernsthafter VW-Konkurrent entstehen könnte.

    Überhaupt eignen sich die Fahrzeuge von Anbietern wie Aixam oder Ligier ganz vorzüglich für autonomes Fahren, und die Technologie zur Lenkung besitzen unter Anderem Google und Startups, die auf der ganzen Welt verteilt sind. Tesla oder auch BYD besitzen leistungsstarke Akkutechnologie. Ich halte es aus Sicht der alteingesessenen Automobil-Hersteller für naiv, den Game Change nicht schon für morgen zu vermuten. Elon Musk muss nur die Geldbörse für eine Kooperation mit Ligier + Bestmile (oder vergleichbaren Anbietern) öffnen, dann geht das ganz schnell.

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