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Ich hab bald Hausverbot bei Apple

Wenn ich mir dieses Video anschaue, dann darf ich ab Ende April wohl keinen Apple Store mehr betreten. Ich bin überzeugt, dass das Apple Edelstahlarmband wohl qualitativ jedes Omega und Rolex Armband in der Preisklasse 5000.- CHF überbieten wird. Wenn es um die Produktion von genauen Teilen geht ist Apple einfach Spitzenklasse.

7 Kommentare

  1. Kannst mir glauben, daß die Herstellung von Chromstahlteilen meist weniger stylish ist. In China erst recht.

  2. Da stimme ich Yves voll und ganz zu. Es wäre toll, wenn Apple & Co. die Arbeitsbedingungen, unter denen solche Armbänder entstehen, auch einmal so glorifiziert darstellen könnte. Und weil die so schlecht sind, bezweifle ich, dass Made in China-Qualität besser sein soll als Made in Switzerland…

  3. Dass die miesen Arbeitsbedingungen in China bzw. allgemein in Asien wenig mit der Qualität der Produkte zu tun hat, sieht man doch schon seit einigen Jahren an so gut wie allen Apple-Produkten, oder auch an einem sehr grossen Teil dessen, was im Transa so an hochpreisigen Qualitätsartikeln verkauft wird.
    Ich kann deshalb durchaus glauben, dass sich ein Teil der Schweizer Uhrenindustrie wird etwas wärmer anziehen müssen in den nächsten Jahren – vor allem wenn das Design der Apfeluhr in ein zwei Jahren etwas weniger grottig wird.
    (Ich für meinen Teil bin zum Glück mit meinem ebenso extrem unpräzisen wie wenig energiehungrigen Schweizer Automatenwerk so zufrieden, dass ich mich zumindest im Moment als ungefährdet bezeichnen möchte.)

  4. Der Herstellort der Stahlteile für ein Uhrenarmband ist nicht zwingend die Schweiz. Die Kriterien damit eine Uhr Swiss Made ist beziehen sich vorwiegend auf das Uhrwerk, die Kosten der Komponenten und den Anteil der Arbeit. Die Vorschriften dazu wurden vom Bundesrat festgelegt: http://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19710361/index.html

    Als schweizerisch gilt ein Uhrengehäuse, an dem in der Schweiz mindestens ein wesentlicher Fabrikationsvorgang (nämlich das Ausstanzen, das Drehen oder das Polieren) ausgeführt worden ist, das in der Schweiz zusammengesetzt und kontrolliert worden ist und dessen Herstellungskosten (Materialkosten ausgenommen) zu mindestens 50 Prozent auf die in der Schweiz ausgeführten Arbeiten entfallen.

    Und ich denke Apple hat bei der Produktion vielleicht sogar die besseren Arbeitsbedingungen als die Schweizer Uhrenindustrie.

  5. @ philbraun
    Die heute bekannte Apple-Qualität bedeutet aber nicht automatisch gute Arbeitsbedingungen. Die jüngsten Berichte (https://youtu.be/kSvT02q4h40) lassen auf jeden Fall kaum darauf hoffen, dass sich etwas verbessert hätte.

    Der Versuch, eine Art „fair trade“-Smartphone herzustellen, gelang bis anhin aber ebenfalls nicht. Oder anders formuliert: Nicht nur Apple sollte am Pranger stehen.

    @ Christian
    Zurzeit werden noch die Details auf Verordnungsstufe zur sogenannten Swissness-Vorlage geklärt, welche das Parlament vor knapp zwei Jahren verabschiedet hatte (https://www.ige.ch/de/herkunftsangaben/swissness/ausfuehrungsverordnungen.html).

    Dann gilt für die Uhrenindustrie: „…60% der Herstellungskosten in der Schweiz und der wesentliche Herstellungsschritt im Inland…“ Ein Garant für faire Arbeitsbedingungen ist auch das nicht. Ich fürchte sogar, dass ausländische Anbieter noch mehr unter (Kosten-)Druck geraten, damit deren Produkte oder Komponente die verbleibenden 40 % nicht überschreiten…

    Allerdings: Ähnlich schlechte Arbeitsbedingungen habe ich bis anhin von der Uhrenindustrie noch nie gehört. Wenn ich aber sehe, wie die Swatch-Group vor rund vier Jahren reagierte, als es „nur“ um exotische Uhrenarmbänder ging (http://www.swatchgroup.com/de/services/archive/2010/watch_bracelets_made_from_exotic_leathers), glaube ich kaum, dass man nicht drastisch genug gegen derart schlechte Arbeitsbedingungen vorginge, gäbe es sie denn (und wären sie bekannt).

  6. Pingback: 5 Gründe warum mich die Apple Watch beim ersten Hands-On (noch) nicht überzeugt hat. - Der LeuMund.ch

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