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Warten auf die Infrastruktur

Laut Ghosn ist das Hauptproblem derzeit der langsame Ausbau der notwendigen Infrastruktur. Bislang sind Elektroautos auch deshalb Ladenhüter, weil es nur wenig Ladestationen gibt. Quelle

Praktisch, solange die traditionellen Autombobilhersteller bei den Absatzzahlen scheitern und als Grund einfach die fehlende Infrastruktur sehen wird Elon Musk mit Tesla nun eine marktbeherschende Stellung aufbauen.

6 Kommentare

  1. Wenn sie dann noch ein «economy»–Modell auf den Markt werfen, haben die traditionellen Hersteller ein echtes Problem. Vom Roadster zum Modell S war der Schritt zur Alltagstauglichkeit und in einem grösseren Markt. Ein billigeres Einstiegsmodell würde den Markt wahrscheinlich monopolisieren – unter anderem weil sie auf ein Netz von eigenen «Tankstellen» zurückgreifen können.

    (Und da ich es grade nachgelesen habe: Das scheint exakt die Marktstrategie von Tesla Motors zu sein.)

  2. @Boris
    Und dann denken die alteingessenen Automobilhersteller natürlich lächelnd, dass Tesla gar kein Vertriebsnetz hat und vergessen dabei, dass sie jahrelang die ganzen Autohändler gedrückt und zum optimieren gewungen haben. Auch das wird ganz einfach folgen. Und ist es heute noch München und Zürich, wird es morgen in ganz Deutschland Vertriebs- und Wartungspartner geben. Eine interessante Geschichte die wir da mitverfolgen können.

  3. Das gleiche gilt für Wasserstoff. Brennstoffzellen-Autos wären heute Marktreif und als Produkt für die Masse produzierbar, aber die Tankstellen fehlen. Mein Arbeitgeber betreibt im Aargau 5 Wasserstoff-Busse und hat dafür eine eigene Tankstelle aufgebaut

    @leumund: Du arbeitest doch im Bereich Tankstellen, oder nicht? Wie sieht in diesem Bereich die Marktentwicklung aus deiner Sicht aus?

  4. @Pascal
    Bei den Brennstoffzellen muss wohl noch ein bisschen was geschehen, damit die kostenmässig wirklich Marktreif sind. Aber in Deutschland ist die Automobilindustrie zusammen mit Partnern emsig am Infrastruktur aufbauen. Neustens plant Mercedes zusammen mit Linde um 100 neue Wasserstoff Tankstellen. Da geht was.

  5. AUTOBILD findet, es gibt zu wenig Elektrotankstellen? Da will jemand aber seinen Anzeigenkunden unter die Arme greifen. Ich habe bisher in jeder größeren Stadt in meiner Umgebung eine Elektrotankstelle gefunden. Meine Schule liegt in einem Dorf mit 3000 Einwohnern, und sogar dort findet sich eine Tankstelle. Gut, diese ist sicherlich nicht besonders kraftvoll, aber man befindet sich ja auch auf keiner Autobahn – während der Arbeit oder über Nacht aufladen und gut ist.

    Also ich hatte mir auch schon den Erwerb eines Elektrorollers überlegt. 60 km Reichweite maximal. Nach kurzer Recherche habe ich eigentlich keine große Angst mehr gehabt, irgendwo mal auf der Strecke bleiben zu können.

    Du hast Recht: Tesla wird wirklich marktbeherrschend, weil die hiesigen Hersteller ihre veraltete Technik zu lange auspressen wollen. Ich kaufe lieber eine heimische Marke mit heimischer Produktion, aber wenn die Hersteller sich so blöd anstellen, naja.

  6. Alles klar, bloggen bedeutet sich kurz zu fassen, doch manchmal ist das GESAMTBILD eben nicht schwarz oder weiss und schon gar nicht einfach und nur mit einem Gedanken zu beschreiben. VERSTEHENSCHAFT ist jedoch erst möglich, wenn wir das ganze Bild kennen, damit es einfach wird. Es würde einfach, wenn wir ein Mass für Menschen hätten, nämlich das LEBEN möglichst Vieler.

    Zunächst ist es einfach, wir sprechen meist von zwei Ebenen, der technischen Lösung – hier Ladeinfrastruktur – und der vergessenen, menschlichen Ebene. Mit GELD und TECHNIK folgen wir nur den Meinungsmachern mit unseren eigenen, unbedeutenden Meinungen zu jedem und allem, was wir nicht verstehen können oder wollen. Wir werden schlicht manipuliert, aber die dümmsten Schafe wählen ihren Schlachter ja bekanntlich selber!

    Das vordergründige Ladestationenproblem ist leider nur ein KATEGORIEFEHLER der Mächtigen und der Vordenker des verdummten und für dumm verkauften und belogenen Volkes; das dies jedoch nicht einmal mehr wahrhaben will oder kann. Zu tief glaubt jeder an die lauteste Meinung und die meisten Stimmen…der sogenannten Realität. Hier ein paar Tatsachen aus der Wirklichkeit, statt aus der reinen, virtuellen Meinungsmache und wirklich zum vorurteilslosen NACHDENKEN:

    1. Die ELEKTRO-TECHNOLOGIE ist schon heute einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor in fast allen Bereichen überlegen und man würde weit weniger Ressourcen für beliebige Mobilität vergeuden, mal abgesehen von der heraufbeschworenen Reichweite und den künstlich hohen Batterie- oder Brennstoffzellenkosten, wofür leider weltweit auch noch keine schlüssigen Recycling-Konzepte stehen. Dies ist für mich weit wichtiger als der Rest. Urban Mining und Recycling von wertvollen Rohstoffen wird kaum je in die Konzepte einbezogen und ein paar Windräder auf dem Fabrikareal machen noch kein „grünes“ Auto aus, auch kein Bambus am Armaturenbrett oder naturgegerbtes Leder neben der immerhin hochgiftigen Klimaanlage und den natürlich elektrischen Fensterhebern und Spielsachen für grosse Buben und Mädels – die eigentlich niemand wirklich braucht, um schnell von A nach B zu kommen. Man könnte nämlich dann auch zu Hause oder dort Essen, Trinken, Telefonieren, Musik hören und Rauchen… Alles eine Frage einer sinnvolleren Arbeits- und Zeiteinteilung mit Blick auf das Wesentliche.

    2. Der MENSCHLICHE ASPEKT in der ganzen Thematik: Weltweit verlieren Menschen täglich auf dem Weg zur und von der Arbeit immerhin im Schnitt mehr als 3 Stunden ihrer Lebenszeit. JEDES Auto ist somit auch ein Pseudoersatz für verlorene Lebenszeit und -qualität, nicht mehr als eine Droge für Arm und Reich, selten genug auch bezahlt. Immer weiter von echt sparsam und wirklich nützlich entfernt und mehr der Macht der Mächtigen dienend (ich bin kein verkappter Linker sondern Unternehmer im Sinne des Wortes und mit Verantwortungsbewusstsein und Respekt vor dem LEBEN). Müsste ein Pferd all das mitschleppen, was heutige Autos als notwendig beinhalten, es fiele auf der Stelle tot um. Doch wie soll man das Idioten erklären, vor allem wenn sie für viel Geld 2,5-Tonnen-SUV’s zur Fahrt zum 1000 Meter entfernten Kindergarten brauchen und sich dort über zu kleine Parkplätze ärgern? Vor allem wenn die Gleichen in der Regel nicht einmal den Lichtschalter finden und überdurchschnittlich oft ohne Licht herumfahren, wo dies nicht angebracht ist?

    3. BELIEBIGE MOBILITÄT ist sinnlos und kein Menschenrecht. Einschränkungen wird es wohl oder übel von selbst und ebenso aus Dummheit geben – gleiches gilt für unser massloses Konsumverhalten und dem Ansammeln von Haushaltsgegenständen in jeder Form. Wir können auch nicht endlos Menschen importieren und Autobahnen oder Parkplätze (auch nicht für EV’s) bauen, wo kein Platz mehr zum LEBEN ist. Wirtschaft sollte eigentlich dem LEBEN dienen und nicht umgekehrt!

    Also braucht es bis zu besseren Lösungen zunächst kleinere, leichtere Fahrzeuge, z.B. NTV’s – was natürlich Autokäufer abwandern liesse und somit nicht im Interesse von Toyota, VW, GM & Co. liegt. Deren entsprechende Konzepte sind reine Verarschung der Kundschaft und nicht einmal ein echter Markttest. Wer nämlich einmal so ein Schmalspurfahrzeug gefahren hat, z.B. den SMERA des bereits konkursitenden Herstellers Lumeneo oder gar den Schweizer Zerotracer, der vergisst Porsche und erkennt wirklich, dass nur Fliegen noch schöner ist. Schöner noch, man könnte vorhandene Fahrspuren damit besser nutzen und auch Parkflächen mit 2 bis 4 Fahrzeugen belegen. Aber warum bringt Renault einen Twizy der ein ganz normales Parkfeld braucht? Damit floppte bereits der Schweizer S.A.M. u.v.a.

    4. Es geht letztlich auch um UNSERE GESUNDHEIT mit weniger Lärm und Abgasen und das Leben aller, nicht mehr und nicht weniger! Nachteilig ist schon bisher, was heute an Batterien kopflos im Grundwasser, den Meeren und im Abfall landet und das ist genauso kriminell, wie jeder weggeworfene Zigarettenstummel, der bis zu 30 Liter Grundwasser nachhaltig versauen kann oder Kaugummis an jeder Haltestelle des ÖV. Das Problem liegt da aber nicht alleine bei neuen Fahrzeugkonzepten oder den beklagten Infrastrukturen – es liegt an uns und unserer RESPEKTLOSIGKEIT vor dem LEBEN anderer. Damit sehen wir auch naheliegende LÖSUNGEN nicht!

    5. Die FAHRZEUGKATEGORIEN bei EV’s wurden mit Ausnahme des TESLA (Roadster und Oberklasse-Sportlimousine) bisher völlig falsch von eigensinnigen Bastlern, ohne seriöse Marktanalysen gewählt – viele Pioniere waren einfach nur Techniker – und entsprechen kaum wirklichen Bedürfnissen zugeneigt; Dies alles lernt man nämlich nicht an Technischen Hochschulen. Es gibt somit keine schlüssige „Value Proposition“ und keine schlüssige Systemintegration – jeder für sich und mir ein bisschen mehr ist die Devise der Zunft. Sicherlich aber nicht Kooperation auf allen Ebenen! Leider oft zu Recht, weil viele Macher mit den Diskutierern und Abzockern schlechte Erfahrungen beim Kuchenverteilen machen. Somit fordert jeder nur aus seiner Sicht der Dinge und ohne das ganze Bild zu sehen. Wer oder was profitiert am Meisten von einem Netz von Ladestationen oder Tankstellen? Wie sehen die möglichen Alternativen wirklich aus? Wo ist Umdenken erforderlich?

    Man hätte jedenfalls von allem Anfang an zunächst Utility Vehicles, Trucks und LKW oder Busse ausrüsten müssen – das gab es zwar schon um 1900 herum und in den 30er Jahren auch in der Schweiz bei der Stadtreinigung in Zürich. Sogar der schlaue Bob Lutz, Ex-GM Boss, wird inzwischen altersklug und schliesst sich meiner Meinung an. Bei Renault sind wohl die Kangoo’s das am meisten verkaufte EV, nach dem Twizy für Werbezwecke und als Spielzeug für Öko-Fans. In Frankreich der Bolloré dank öffentlichen Fördergelder für deren Mietsystem mit Schwerpunkt im linken Paris der Geldumverteiler. Brauchen statt kaufen ist tatsächlich eine Alternative – doch wer möchte schon wirklich ein fremdes Auto, wenn es schon im ÖV gewaltig stinkt und müffelt? Mein eigens Wohnzimmer ist mir deshalb immer noch näher und wird es auch für Andere noch lange bleiben. Teilen ist also hier wohl eine Scheinlösung, die ein anderes DENKEN und RESPEKT vor dem gemeinsamen Eigentum erfordern würde. Der aber fehlt gerade bei jungen, linken und gar grünen Menschen heute ganz gewaltig. Nehmen und brauchen ist gut, hegen und pflegen, Sorge tragen von gestern und nicht notwendig! Den Dreck machen andere dann weg oder der letzte Roboter Wal-e räumt dann unsere Erde auf…. jedenfalls gemäss Walt Disney’s Studios aus der Traumfabrik.

    4. HÄSSLICHKEIT VERKAUFT SICH SCHLECHT. Wie die Lemminge haben all diese Bastler und deren von der Autolobby gesponsorten „Star“-Designer jedes Elektrofahrzeug bisher so hässlich wie möglich gemacht. Schauen Sie sich doch z.B. die ersten Zeichnungen von Renault an und das fertige und total langweilige Endprodukt, einzig der Zoe mag einigermassen zu überzeugen, der Rest floppte selbstverschuldet und geplant – es gab ja trotzdem mächtig Geld vom Staat und Steuerzahler.

    Der neue BMW ist eine Design-Katastrophe und nur für den Konzern tragbar, um Serien-Erfahrung mit Kohlefaser-Verarbeitung zu gewinnen. Man gewinnt dennoch, auch wenn das Auto selbst floppen sollte und verschenkt werden muss. Als Besitzer einer der grössten Kohlefaser-Hersteller der Welt ist man clever eh ein Gewinner, weil haufenweise solche Teile in Zukunft in allen Fahrzeugen verbaut werden und es die Formel 1 oder DTM längst erfolgreich anwenden. Neu ist am BMW denn auch nur die Geschichte darum herum und der Schweizer Pionier Horlacher hätte wohl nur ein müdes Lächeln für den Pfusch aus Bayern. Zugegeben, er macht im Fahrbetrieb echt Spass und 170 PS voll aus dem Stand sind ja nicht gerade zu wenig für den Weg zur Arbeit.

    5. Die beklagte LADEINFRASTRUKTUR ist ein Hohn auf die Energiefreiheit der Menschheit und wird wohl nur von der OPEC, der Atomlobby und der Energiemafia gewünscht, die entsprechend Politiker von links und rechts missbrauchen. Die Ladeeinrichtungen gehören dorthin, wo seit mehr als 50 Jahren täglich EV’s im Einsatz sind und wo die Meisten den Wagen wärend der Ladedauer nicht brauchen. Wer nachdenkt, kann nur die Lösung von TESLA noch gut finden, solange der Service dort noch kostenlos ist. Auch zu Hause oder in Überbauungen wäre das möglich, aber bitte nicht bei jedem EFH von WWF-Mitgliedern mit 3 Quadratmeter Solarfläche und Einspeisung auf Lebzeiten zum festgelegten Preis, während andere Makt spielen dürfen. Energieerzeugung gehört auch nicht auf Juraweiden oder in schöne Berglandschaften, sondern auf all die Industrie- und Gewerbeflächen, wo im Verbund interessante GRIDS möglich wären. Es fehlen aber auch hier die Systemintegratoren und denkende Menschen. Jüngst hat die Migros in der Schweiz eine völlig falsche Windturbine in Zürich erprobt, nur um festzustellen, dass das nicht sinnvoll geht? Andere haben heimlich auf dem Dach ein „Abluftrohr“ das locker 10 kW bringt und weniger als ein Kleinwagen kostet. Das will aber niemand bauen und warum wohl?

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