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Teurer Gruss in die Schweiz

Eigentlich immer schön, wenn man nach Hause kommt und ein Paket vor der Türe liegt. Meistens überlege ich mir dann, welche Bestellung ich schon wieder vergessen habe und bin dann hoch erfreut über die Ware. Gestern war es anders, das Paket war nämlich nicht selber bestellt und kam von der Firma Trendmicro aus Deutschland.

Der Inhalt, ein auf Leinwand gedruckter Comic mit auf mich zugemünzten Sprechblasen, so wurde zum Beispiel auf mein bevorstehendes 10 jähriges Blogjubiläum angespielt. Der weitere Inhalt, eine Rechnung über 45.- Franken von DHL für den Import und Verpackungsmaterial. Schöne Überraschung!

Nachdem ich meine erste Überraschung weggeflucht habe und mich auf Twitter kurz empört habe, bekam ich schnell den Hinweis, dass die Firma schon über den Fauxpas mit dem Import in die Schweiz informiert war.

Also habe ich sofort eine E-Mail geschickt und darum gebeten den Müll wieder abzuholen (die haben ernsthaft gedacht ich würde mir das Bild an die Wand hängen?), worauf mir die Rückerstattung des Rechnungsbetrages mitgeteilt wurde. Auf meine zweite E-Mail wurde dann aber entsprechend meinem Wunsch reagiert und das Bild, der Karton, das Verpackungsmaterial sollte morgen durch einen Kurierdienst bei mir in der Firma abgeholt werden.

Das Paket wird morgen den 28.3. um 11:00 von Suiss Kurier Intercity unter folgender Adresse abgeholt:

Ich bitte Sie die Rechnung über 45CHF in ein Kuvert zu stecken und mit dem Paket dem Kurier zu übergeben.

Nebst der verpatzten Versandaktion und des doch eher gehaltlosen Comicbildes bleibt bei mir auch die Frage nach dem Krisenmanagement offen. Wenn man schon weiss, dass die Aktion in die Hosen geht, könnte man die noch ausstehenden Opfer gleich vorwarnen oder zumindest bei DHL die entsprechenden Lieferanweisungen anpassen.

Dazu will man ja gemäss Mailing mit dem Blogger in Kontakt treten, und da man ja schon die Postadresse ausfindig gemacht hat, wäre es doch nochmals ein leichtes sich gleich schon per Twitter und E-Mail zu vernetzen.

Tja,Herr Werner, willkommen im echten Leben!

Ich schreibe diesen Beitrag nur, weil die Firma umgehend meiner Forderung nachgekommen ist, den Müll sofort wieder abzuholen. Dies ist professionell und entlastet mich wie gewünscht von der Bezahlung einer unaufgefordert erhaltenen Rehcnung und der Entsorgung des Geschenkes inkl. Verpackungsmaterial.

Nächstes mal darf mich die Firma Trendmicro gerne zu einem Nachtessen einladen oder mir einfach einen Gutschein oder Bargeld für ein Nachtessen zusenden.

11 Kommentare

  1. Dr. Hasenheide 27. März 2012 um 20:53

    Ihr Schweizer seid doch kleinkarierte Spiesser.
    Als ob der Fauxpas nicht erkannt und bedauert worden wäre von der Firma.

  2. Ralf Vonnebrink 27. März 2012 um 21:19

    wirklich war, ein harmlose Geste so bloszustellen, nur weil DHL nochmal nachkassiert, spricht nicht für dich. Der Breif von Herrn Werner ist doch ganz nett.
    Da hst du völlig überreagiert, da muss ich dem Hasenheide schon recht geben.

  3. Finde dies eine nette Geste von TrendMicro. Wie man da drauf so negativ reagieren kann, ist mir schleierhaft. Das Geschenk als Müll zu bezeichnen, zeugt meiner Ansicht nach von auch noch von fehlendem Anstand.

  4. Bei mir auch genauso. Die richtige Frechheit finde ich aber, dass da tatsächlich 45 Franken dem Empfänger belastet werden, davon 26 als Mwst. Wurde das Ding vom Zoll tatsächlich mit über 300 Franken Wert eingestuft? Das soll mir mal einer erklären…

  5. Hab genau die gleiche Leinwand bekommen aber „nur“ 15 sFr bezahlen müssen, welche von TrendMicro auch erstattet wurde.
    Mal abgesehen davon das ich den Sinn der Aktion nicht so recht erstehe, wusste man in Deutschland wohl nicht das die Schweiz nicht zu Europa gehört ;-)
    Erlebe ich bei Bestellungen immer wieder das am Schluss bei Jan der Zoll oder sonstwer noch abkassiert

  6. Das ist wieder einmal ein klares Beispiel von einer Deutschen Firma, die keine Ahnung von internationalem Versand hat – braucht man ja auch nicht mehr, weil die EU dieses Wissen in den meisten Fällen unnötig gemacht hat.
    Die richtige Versandart in einem solchen Fall wäre DDP (Delivery Duty Paid), welche die Ware ohne dem Empfänger vor die Türe liefert ohne das Zoll, Verpackung oder Fracht anfällt.
    Die meisten Kurierdienste sind extrem hartnäckig, wenn man die Empfangsadresse während dem Lauf des Paketes ändern will, selbst wenn man sich als Versender der Ware meldet. Meistens geht es nur, wenn das Paket mindestens das Verteilzentrum der Zieldestination erreicht hat. Hatte letzthin einen solchen Fall, wo wir bemerkten, dass eine Sendung für mich in NYC auf dem Weg nach Kanada ist und das merkte ich auch nur weil die Sendung zuvor fälschlicherweise in einem Flugzeug in Richtung Westküste landete. … es ging mir dann alles zu lange und ich habe das sofort benötigte Material lokal beschafft.

  7. Ich finde Leus Aussagen weder kleinkariert noch spiessig. Und wenn ich etwas geliefert bekomme, das ich weder bestellt habe noch haben will, würde ich die Zusatzkosten bestimmt nicht bezahlen wollen.
    Mit einigen Geschenken hat man manchmal wirklich ein Geschenk.

    Was die Transportfirmen betrifft: Sie können teils sehr hartnäckig sein im ignorieren von Kundenanfragen und sind oft leider auch ahnungslos.
    Freundinnen von mir, die in Deutschland daheim sind, können davon ein Lied singen – und ich kann gleich mit einstimmen.

  8. Herr Loi, nimm doch das Leben nicht so kompliziert. Wenn ich mir sicher bin, dass ich nichts bestellt habe (was bei mir nicht immer so klar ist), mache ich mir auch NULL Gedanken um die Rechnung/Bezahlung.

  9. @Heidi
    Danke für die Organisation des Rücktransportes. Hat wunderbar geklappt, die Post war um 11h hier um es abzuholen. Das war wirklich eine professionelle Reaktion ohne wenn und aber! Danke!

    @sprain
    Nun, wenn der Absender keinen Warenwert angibt kann der Zoll diesen nach eigenem Ermessen festlegen. Den Zoll trifft hier keine Schuld. Ich glaub sogar ein grüner Kleber mit dem Hinweis Geschenk und Warenwert 20 Euro hätte zu einer Zollfreien Lieferung geführt wie das bei Amazon seit Jahren problemlos für Bücher funktioniert.

    @peet
    Immer wieder erstaunlich wieviel rumgenörgel man bez. Verzollung zu hören kriegt. Ich bin nun seit 10 Jahren im Export tätig und normalerweise funktioniert alles hervorragend wenn man die entsprechenden Regeln befolgt.

    @maggie @monoblog
    Danke. Genau der Punkt mit der Transportfirma war mir ungeheuer. Ich habe schon letzthin mal eine ungerechtfertigte Mahnung von DHL erhalten was mit Aufwand, Telefonaten etc. verbunden ist. Den Aufwand habe ich mir nun dank der guten Reaktion von Trendmikro hoffentlich ersparen können (genauso wie den Aufwand den Müll rauszubringen). Nächstes mal schick ich das Paket einfach dem Monoblog weiter, nimmt mich dann wunder wie unkompliziert du da bleibst. :-)

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