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Internetpreise

Seit neustem bin ich in Deutschland vermehrt unterwegs, ohne schon ein Hotel gebucht zu haben und schaue dann unterwegs mit der booking.com App wo ich übernachten will. Meistens buche ich dann aber nicht über die App, sondern direkt an der Rezeption bei Ankunft. So auch heute Abend in Stuttgart:

Rezeption: Guten Abend, haben sie reserviert?
Ich: Nein, aber ich hätte gerne ein Zimmer für eine Nacht.

R: Wir haben leider nur noch eine Suite für 225 Euro frei.

Ich: Oh, eben bei booking.com gab es noch ein Zimmer.

R: Nein, leider ist nur noch die Suite frei…

Ich: Mal gucken. (Hole mein iPhone und buche bei booking.com ein Zimmer für 95.- Euro, irgendwas mit Internet geht aber nicht und ich bekomme keine Bestätigung in der App)

R: Oh, ich habe mich im Monat geirrt, wir haben noch Zimmer. Wäre dann 105.- Euro

Ich: Oh, 105 Euro? Bei Booking kostet es 95 Euro.(Gucke auf iPhone und siehe da, Bestätigung kommt)

R: Das sind Internetpreise.

Ich: Egal, ich hab ja mittlerweile bei booking.com reserviert.

Damit zahl ich 10 Euro weniger, als wenn ich als Laufkunde gebucht hätte und das Hotel verdient wohl mindestens 20 Euro weniger da es nun Booking.com einen Teil der Buchung abgeben muss.

7 Kommentare

  1. déjà-vu … leider auch schon einige male die gleiche erfahrung gemacht. sogar mit verlängerungen im gleichen hotel. wir mussten also online verlängern da der preis an der réception fast 1/3 höher gewesen wäre … eigentlich unglaublich wenn man die zusätzliche kommission an die booking-portale noch miteinberechnet … irgendwie unverständlich, speziell im transparenten digitalen zeitalter. aber glücklicherweise hat der kunde die wahl :-)

  2. Booking nimmt normalerweise 15%. Ich hatte auch schon Erfolg mit einem Anruf, bot Ihnen dann 10% auf den Booking-Preis, so hat das Hotel immer noch 5% mehr als bei der Internetbuchung. Klappt manchmal aber natürlich nicht immer…

  3. Habe letzten Monat während einer Monatsreise in Frankreich und Spanien dauernd „rollend“ und auschliesslich mit booking.com gebucht. Vorteil: you see what you get. Und: billiger! Die Listenpreise in den Hotelunterlagen vor Ort waren jeweils doppelt so hoch. Aber vermutlich gibt es eben doch noch genügend – wohlhabende – Kundschaft, die altmodisch buchen wollen und denen der Preis egal ist.

  4. Das ist mir in Deutschland schon mehrmals passiert. Ohne Reservierung wird zuerst ein viel teureres Zimmer offeriert mit der Begründung die günstigeren seinen nicht mehr frei. Dann überlegt man kurz und will ein Haus weiter. Plötzlich kann man schon was machen…

  5. Muss ehrlich sagen, dass mich dieses Verhalten etwas überrascht, insbesondere da mir scheint, sich die Hoteliers von der Abhängigkeit dieser Portale lösen möchte und entsprechend darüber jammern…

    Gestern beim Aushecken in einem Hotel habe ich gerade das Gegenteil erlebt. Die Dame an der Reception hat gerade noch einen Anruf beantwortet und meinte, dass die Kundin einen entsprechenden Rabatt erhalte da sie direkt gebucht habe – finde dies ist der Weg welcher eingeschlagen werden sollte!

  6. Ich mach es auch regelmässig so. Erst bei Bookin.com schauen, dann beim Hotel direkt fragen. Wenn die Offerte im Hotel mindestens gleich gut ist, dann Buch ich vor Ort, wenn es teurer ist, frag ich nach, und wenn ich dann am Schluss das Gefühl habe, man will mich verarschen buch ich entweder übers Netz oder entscheide mich gleich für ein anderes Hotel

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