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Hands on: Smart ForTwo electric drive

Bei der Eröffnung der m-way Filiale in Zürich habe ich auch jemanden vom Smart Center kennengelernt und einiges über die Elektro Smart Aktion in Zürich erfahren und einen Termin für eine Probefahrt im Smart Center Schönbühl erhalten.

Als ehemaliger Smart Fahrer kamen mir natürlich die Erinnerungen an mein schönes Orange8 Smart Cabrio in den Sinn. Der Smart ForTwo electric drive ist eines von 1’000 Vorserienmodellen, welches nicht zu kaufen, sondern nur im Rahmen von Pilotprojekten wie in Zürich zu leasen ist.

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Die eingebaute Technik besteht aus einem Akku unterhalb des Fahrzeuges und Motor mit Elektronik im normalen Motorraum des Smart. Die Reichweite einer Batterieladung ist knappe 135km wodurch schon die Strecke Bern – Zürich zur Zitterpartie wird. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 100km/h was auch nicht unbedingt für Autobahnfahrten spricht.

Verwöhnt durch meine Tesla Testfahrt bin ich erwartungsvoll in den Smart gestiegen und gleich mal ohne Motorlärm davongefahren. Auch hier kommt man aussen mit einer neuen Soundmischung, bestehend aus Abrollgeräuschen, elektrischem Surren und anderen klick und klack Geräuschen in Kontakt, das vorallem für Fussgänger als nicht wahrnehmbar zu bezeichnen ist.

Im Gegensatz zum Tesla hat man es beim Smart mit einem durchaus moderat motorisierten Elektrofahrzeug zu tun. Hier wird einerseits das Gewicht der mitgeführten Akkus spürbar und man merkt sofort, das Smart hier keinen Spitzensportler kreiert hat, sondern einfach ein Alltagsfahrzeug. Das Fahrzeug vermag aber problemlos innerorts und ausserorts mit dem dichten Verkehr mitzuhalten. Einfach ein wenig cooler, weil man sowohl keinen Lärm oder Abgase emittiert. Im Stadtverkehr wird man dann schon schnell mal übermütig und fährt flüssig im Stop and Go Verkehr mit.

Auch beim Smart ist kein Getriebe vorhanden, die Leistung wird konstant vom Elektromotor an die Antriebsachse abgegeben. Im Fahrbetrieb äusserst praktisch, anderseits merkt man auch wie man dauernd auf dem Gaspedal steht um Leistung zu erhalten. Spontan habe ich mich gefragt ob eine Art Schwungrad nicht dazu beitragen würde eine weniger Motorabhängige Leistungsabgabe zu erhalten.

Auf der Autobahn zeigt der Smart electric drive dann seine grösste Schwäche. Mit einer Topgeschwindigkeit von 100km/h ist man nun mal nicht auf der Überholspur anzutreffen sondern wird eher mal das Opfer eines Brummirennens. Das Auto beschleunigt aber genug schnell um nicht gerade als Verkehrshindernis zu gelten. Ich denke, hier muss Smart in einer Serienversion noch nachlegen.

Im grossen und ganzen entspricht das Fahrverhalten den Anforderungen im urbanen Umfeld, für welches das Auto auch angepriesen wird. Als umweltfreundliches Pizzakurierfahrzeug könnte ich mir den Smart sehr gut vorstellen. Immerhin fährt so die Zukunft mit und man fühlt sich wie auch beim Tesla immer sofort ein wenig im Film The Fifth Element.

Smart wird aber schon bald mit einem kompletten Angebot im Bereich Elektromobilität auftreten. Das in Paris vorgestellte eBike und dem escooter hat man im Herbst zwei Produkte vorgestellt. Mit erscheinen des Nachfolgers des Smart ForTwo wird sich hier vielleicht die Vision von Nicolas Hayek erfüllen. Ich bin gespannt.

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  1. Pingback: Milos Radovic

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