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Informationsentduplizierung

Meinungen statt Nachrichten!

Man fragt sich immer wieder was die Rolle der Blogs im Informationszeitalter ist. Aber sollte man sich nicht langsam fragen welche neue Rolle die Tageszeitungen übernehmen sollen? Dank dem Internet wird nämlich jede Information tausendfach dupliziert am selben Platz publiziert.

Schaut man sich Google News an, findet man dieselbe Nachricht zumeist bei hunderten verschiedener Onlineangebote. Sofern es sich dann noch um unbearbeitete Agenturmeldungen handelt muss man sich schon fragen ob es dadurch nicht zu einer Verstopfung oder einer Rückkopplung im Netz kommen kann? (Stichwort Schwarzes Loch)

Meiner Meinung nach müssen sich die Zeitungsmacher definitiv überlegen was die Zukunft bringen soll. Es werden vermehrt Meinungen gefragt sein. Meinungen zu den Nachrichten die überall sind. Und sind nicht Meinungen eben auch Blogs?

Sollte nicht Google seine Suchtechnik für Google News ausweiten und auch die Meinungen zu den Nachrichten zusammensammeln?

6 Kommentare

  1. Irgendwie hast du recht. Jede „wichtige“ Information wird tausendmal publiziert, dafür würde es ja reichen, wenn sie in jeder Sprache 1-5 Mal publiziert würde. Doch da das Internet nicht zu steuern ist, geht das ja leider nicht.

    Die Idee das ganze auf einmal umzukehren (Blogger informieren und Newsseiten schreiben Meinungen) find ich noch ganz lustig, aber auch nicht wirklich sinnvoll…

  2. Da sprichst du zwei Paar verschiedene Schuhe an. Wenn ich Nachrichten lese (print oder digital) dann will ich mich in erster Linie informieren. Bis zu diesem Punkt genügt eine neutrale Meldung. Wenn mich das Thema interessiert, bilde ich mir eine Meinung. An diesem Punkt interessiert mich dann vielleicht auch, was andere dazu denken. Um dies festzustellen, müssen die Meinungen aber nicht am gleichen Platz publiziert sein. Blogs lese ich nicht, um die News zu erfahren, sondern um mir eine Meinung zu den News zu bilden. Darum finde ich eigentlich die jetzige „Gewaltentrennung“ tut seinen Zweck.

  3. Ich bin gleicher Meinung wie Yves. Ich glaube, dass sich diese „Gewaltentrennung“ in den nächsten Jahren nicht auflösen wird. Die Medienhäuser müssen sich allerdings darauf gefasst machen, dass reine Fakten immer schneller über die Blogs, Microblogging Plattformen oder sogar in Social Networks genau so schnell verbreitet werden. Ihr Zeitvorteil bei der Veröffentlichung wird weiterhin schmelzen. Andererseits sehe ich deren Chance mittels guter, schneller regionaler Information, sich im „Einheitsbrei“ zu positionieren. Welches der Modelle von z.B. 20min, Newsnetz oder news1 am erfolgreichsten sein wird, wird sich weisen. Übrigens: Den News1.ch Newsletter erhalten? http://www.pixelfreund.ch/2008/09/news1ch-ein-erstes-lebenszeichen/

  4. Kann mich den beiden Vorschreibern nur anschliessen. Letzten Endes kann man sich auch die Frage stellen, wie relevant Einzelmeinungen sind…

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