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Mit iOS 7 zum virtuellen iCloud Gerät?

Apple seamless synchronisation

Als ich vor einigen Wochen auf Twitter gefragt habe, welche Features iOS 5 noch fehlen kamen nur spärlich Antworten. Kein Wunder, iOS bietet alles, was man den lieben langen Tag braucht und funktioniert im Normalfall genau so wie wir es wollen. Ausser Wünschen wie ewige Batterielaufzeit auch bei aktiver GPS Ortung oder ähnliches wird nur wenig vermisst.

Entgegen meinem ersten Versuch vor zwei Jahren, nutze ich auch das iPad immer regelmässiger und intensiver. Gerade Twitter nutze ich vielfach sehr abwechselnd auf den verschiedenen Geräten, und ich bin froh mit Echofon Pro einen Twitterclient zu haben, der sowohl unter iOS aus iPad und iPhone, als auch auf dem MacBook und dem Lenovo Laptop immer synchron bleibt.

In diesem Wechselspiel mit den verschiedenen Geräten, MacBook Pro, iPad und iPhone wird mir immer klarer wohin die Entwicklug bei Apple gehen muss. Die Geräte müssen noch viel mehr zusammenarbeiten, damit es egal ist, wo man bei eben Gerät die Interaktion beendet und beim anderen wieder aufnimmt.

Apple seamless synchronisation

Das einfachste Beispiel sind die sogenannten Kurztexte. Diese muss ich heute auf jedem Gerät einzeln eingeben, damit ich sie nutzen kann. In meiner Sicht, sollte ein solcher Textbaustein sofort auf allen Geräten verfügbar sein.

Apple hat mit der iCloud ja die Voraussetzungen dafür geschaffen, es gibt ja auch immer mehr Apps, die die Daten über die integrierte iCloud auf verschiedenen Devices aktuell halten. Eine App, bei der ich das praktisch finde ist Soundhood, welches bei mir mittlerweile Shazam abgelöst hat. Ich erkenne unterwegs mit dem iPhone einen Song und höre ihn mir Abends direkt auf dem iPad an. Das ganze ohne irgendeinen Sync zu starten.

Die anderen Funktionen, die ich mir vorallem auf Betriebssystemebene wünsche, sind eine weitergehende iMessage Implementation, die alle Nummern und E-Mails auf allen Geräten mit meinem Account verknüpft. Scheinbar hat Apple mit iOS 6 nun nachgelegt und Nachrichten an die Nummer kommen nun auch auf iPad und Mac an:

Da Mobilnummer und Apple-ID für FaceTime und iMessage nun als ein Account genutzt werden können, kommen an die iPhone-Nummer gerichtete Nachrichten künftig auch auf iPad und Mac an.

Ich bin gespannt, ob dabei auch herkömmliche, von anderen Geräten gesendete SMS an iPad und Mac OS X weitergeleitet werden, oder nur iMessages. Ein weiteres Feature, dass ich in iMessage gerne sehen würde wäre ein Sync von angefangenen Nachrichten. So sollte eine Nachricht die ich auf dem iPhone zu schreiben anfange bei einem Wechsel zum iPad oder MacBook dort nur noch fertiggeschrieben werden können.

Ähnlich muss auch die Zukunft bei FaceTime sein, welches ich immer mehr nutze. Schon mehrmals wäre ich froh gewesen, ein Gespräch das ich mit dem iPhone initiert hatte einfach auf meinem MacBook weiterzuführen. Ich möchte nicht einfach zwischen der Front- und Rückkamera wechseln können, ich möchte das Gespräch auf ein anderes Device übergeben. Hier bieten sich noch viele Möglichkeiten, die vielleicht irgendwann auch auf einem Apple Fernseher nützlich sein werden.

Eine Entwicklung, die mit dem kommenden Mac OS X 10.8 kommen wird, und in diese Richtung geht ist das erweiterte Airplay. Damit kann ich meinen Bildschirminhalt in Zukunft nicht nur vom iPad und iPhone, sondern auch vom MacBook kabellos an ein AppleTV weiterleiten. Hier wird vielleicht der Komfort, den Apple schon mit Airplay für Musik eingeführt hat auch in Richtung Bild und Entertainment führen. Umso wichtiger wird auch sein, dass dieses von mir beschriebene seamless device syncing möglich wird.

Eventuell wird in einiger Zeit ja das komplette iOS in der iCloud laufen und auf den verschiedenen Geräten immer den aktuellen Stand zeigen. Ich freue mich schon auf die Zukunft.

2 Kommentare

  1. Ich achte bei der Wahl der Applikationen darauf, dass diese übergreifend auf diversen Betriebssystemen und Endgeräten zur Verfügung stehen und die Kern-Business Logik und die Daten in der Cloud gehostet sind. Das schafft optimale Freiheit in der Nutzung. Evernote, Remember the Milk, Mindmeister – dies sind nur einige Beispiele von Applikationen, welche diesen Komfort bieten. Ob iCloud oder eine andere Cloud ist mir eigentlich egal – so lange mit meinen Daten „da draussen“ serös umgegangen wird.

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