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Im Monkey Management Seminar


Ich wurde als Embedded Blogger, zu einem der ersten Monkey Management Seminare von Dr. J.R. Edlund eingeladen.

Ein 3 tägiges Seminar, das mir verspricht, effizienter zu werden, ein Thema das nicht nur für mich interessant ist, wie man vielen Produktivitätsblogs entnehmen kann.

Nun, Monkey Management tönt im ersten Moment befremdend wie einige Reaktionen auf Twitter zeigten:

@igori @leumund ich kommandiere keine Affen, du schon

Na ja, so rum geht es nicht. Die Monkeys sind Symbole für Arbeiten und Aufgaben die man so während einem Arbeitstag überall zusammensammelt. Mitarbeiter die einem elegant ein Problem zurückdelegieren, Aufgaben die nach einem Pausengespräch hat und alle weiteren Tasks die so den ganzen Tag über die verschiedensten Kanäle eintreffen. Das ganze Konzept basiert auf dem kürzlich erschienen Buch Monkey Management von J.R. Edlund!

Das Monkey Management Seminar dauert 3 Tage und verspricht wie das Buch zu vermitteln Wie Manager in weniger Zeit mehr erreichen, also wie man in weniger Zeit mehr erreicht und vorallem wie sich Manager auf das konzentrieren können für das sie angestellt wurden. Das Management.

Werkzeugkasten

Die 3 Tage geben Einblick in eine umfassende Anzahl an Werkzeugen, mit denen man den Arbeitsalltag effizienter gestalten kann. Basis des Seminars ist, das man erkennt wie man zu sogenannten Monkeys kommt, wie sich diese auf den eigenen Tisch schleichen und dann darauf warten abgearbeitet zu werden. Hat man diese Mechanismen erkannt, kann man zumindest erkennen wann sich ein Monkey ins Büro schleicht.

Natürlich ist nicht jeder Manager unglücklich über Monkeys, den schliesslich hat man ja ein Ego das gerne mal geschmeichelt wird. Monkeys kommen über unterschiedliche Wege beim Empfänger an und befriedigen meistens ein Bedürfnis des Empfängers. Normalerweise wissen ja die Mitarbeiter genau wo ein Chef seine Interessen hat. Sei es das Bedürfnis seine Kompetenz zu zeigen, seine Entscheidungsgewalt zu demonstrieren oder einfach aus Harmoniegefühlen.

Jetzt gibt es drei Möglichkeiten mit Monkeys umzugehen. Erste, man nimmt sie an und hat dann die Arbeit, zweitens, man blockt sie ab und frustriert unter Umständen den Mitarbeiter oder drittens, man coacht den Mitarbeiter und hilft ihm eine Lösung zu finden.

Strategien

Im Seminar wird nach dem Aufzeigen einiger Abblockstrategien dann vorallem die Coaching Methode durchgenommen. Die Teilnehmer erlernen Techniken wie dem Harvard Problemlösungsraster aktiv eine Problemlösung zu finden und dynamisch mit dem Mitarbeiter zusammenzuarbeiten, bzw. den Mitarbeiter fördern damit er im Endeffekt die Lösung bringt. In verschiedenen Fallbeispielen und Gruppenarbeit wird hier sehr effizient die Methodik angeschaut. Resultat soll ja sein, dass der Mitarbeiter an seinen Aufgaben wächst und der Manager die investierte Zeit in Zukunft für andere Aufgaben nutzen kann. Die Beispiele aus der Praxis der einzelnen Teilnehmer zeigen dann auch auf wie man am besten zum Ziel kommen kann.

Da beim Coaching auch die Kontrolle ein wichtiger Punkt ist, lernt man auch einige Organisationstechniken wie die Puma Methode oder die Alpen Methode kennen.

Lebensplan

Am letzten Tag vom Monkey Management Seminer geht es dann in die Persönlichkeitsentwicklung und Worklife Balance. Ein wichtiger Punkt um sich selber auch wieder einmal zu definieren, sich Gedanken über persönliche Werte, Träume und Wünsche zu machen. Sowohl im Kurs als auch auf Twitter scheint nur ein kleiner Teil einen schriftlich formulierten Lebensplan zu haben.

Hier zeigt Dr. Edlund auf, wie man seine verschiedenen Lebensbereiche, Gesundheit, Karriere, Familie, Freunde und mehr planen und definieren kann. Nur wer ein Ziel hat, kann dieses auch erreichen. Eigentlich ein guter Impuls sich damit wieder einmal auseinderzusetzen. Was will man erreichen, wohin geht die Reise.

Im grossen und ganzen ein spannendes Seminar das einem sehr viele Impulse gibt, die dann in einem Arbeitsdokument, der do-now Liste zusammengefasst werden. Damit, und mit dem kleinen Plüschmonkey hat man immer wieder ein Tool um sich der Monkeys bewusst zu werden was wohl das wichtigste ist.

Raus aus der Monkey Falle

Wer sich näher mit Monkey Management befassen will, dem empfehle ich sowohl das Buch, wie auch das Seminar.

Der Vorteil am Seminar ist, dass man direkt mit den beschrieben Methoden konfrontiert wird und während 3 Tagen die Thematik direkt durcharbeitet.

Die Monkey Falle © J.R. Edlund

Gerade für Manager, die schon in der Monkey Falle sind, d.h. deren Arbeitsbelastung nur noch durch massive Überstunden und Wochenendarbeit zu bewältigen ist empfiehlt sich das Intensivseminar da man dort die Möglichkeiten aus diesem Kreislauf heraus sehen kann. Viele der Teilnehmer waren zuversichtlich und motiviert schon am Montag ihre Monkeys besser zu verwalten

9 Kommentare

  1. Pingback: Mark Waber

  2. Pingback: Xaver Inglin

  3. ich glaube nicht, dass manager mit solchen (abgehobenen) problemen in drei tagen davon befreit werden können und dann ab montag wieder alles palletti ist. hinter diesen problemen steckt eine handfeste systemkrise, aus der herauszukommen nicht so einfach ist.

    das beste an diesem seminar war wohl wirklich, dass man beim frühstück im klotener hilton den A380 landen und beim mittagessen starten sehen kann ;-)

  4. öhm… sorry, da liegst du falsch. mag ja sein, dass der eine oder andere sein verhalten ändern kann. aber das sind die absoluten ausnahmen. soche tief eingeritzten verhaltensweisen kann man mit einem 3tageseminar nicht einfach ausknipsen. würde das wirklich funktionieren, wäre unsere welt nicht so, wie sie ist.

  5. Pingback: Ein Teilnehmer bloggt über das Monkeymanagement-Seminar | Monkey Management

  6. ich habe so einen lebensplan, dieser ist mit zielen in 5 und 10 jahren als mindmap definiert. der lebensplan beinhaltet die worst case und best case ziele, somit setzt man sich nicht nur mit dem auseinander was man erreichen will, sondern auch mit den sachen die man nicht erreichen will, oder besser gesagt mit sachen mit denen man an sich selber und seinem leben nicht zufrieden ist.
    das schwierige an solchen plänen ist, das viele unvorhergesehene dinge eintreffen die einen zu einem umweg zum erreichen seiner ziele zwingen, jedoch dient der plan einem auch als entscheidungshilfe, die bei wichtigen fragen wie jobwechsel oder ähnlichem zu rate gezogen werden kann.
    andersherum sollte man so einen plan ähnlich wie aktien langfristig anschauen., da gibt’s kurzfristige schwankungen mit hoch’s und tief’s, die jedoch auf die dauer (10 oder mehr jahre) nicht mehr von allzugrosser bedeutung sind und es einem trotztdem erlauben seine ziele zu erreichen…

  7. Ich kenne weder das Buch, noch das Seminar.
    Aber ich denke die Hauptaussage ist, dass es natürlich und normal ist, dass ein Mitarbeiter bei aufkommenden Problemen, zum Chef rennt. Er nimmt den Weg des geringsten Widerstandes. Macht der Chef es dem Mitarbeiter hingegen unangenehmer oder schwieriger, seine Arbeiten abzuladen, sobald er mal vor einem Problem steht, wird dieser gezwungen sich selbst damit auseinanderzusetzen. In den meisten Fällen wird er das Problem auch selbst lösen können. Was wiederum den Chef entlastet und das Selbstvertrauen des Mitarbeiters stärkt.

  8. Ein Problem von Jahrtausenden als neuen Hype auf den Punkt gebracht. So geht das leider nicht mehr in Option I, denn ohne neues Systemwissen wird hier erneut mit Projektionen manipuliert, bis das Spiel „politisch korrekt“ geworden ist. Es braucht endlich neue Formen der Zusammenarbeit in Option II, die auf Respekt, Achtung und funktionaler Gerechtigkeit beruhen. Aber Manager beten lieber noch ein weilchen das „Vater Unser“ des Management: Massenattraktik von Deiner Substanz wegsterben sollst Du im Namen all der lieben Mitmenschen, um in dieser Welt dann – als ohne Ego oder gar versteckte Absichten verkannt – Karriere zu machen, um dann erst über Wert und Unwert mitreden zu können. Merke Dir Prominenz schlägt alleweil noch Kompetenz. Lass also alle Hoffnung auf Dein WESEN schön dramatisiert fahren, dann wirst Du als menschlich anerkannt und darfst mit Affen spielen. Hast Du dazu dabei Stil, und kannst Dich perfekt öffentlich prostituieren, wird man Dich als mit CHARISMA gesegnet, bewundern und befördern, bis Du nach dem Peter-Prinzip auf dem Gipfel der Inkompetenz zu Fall gebracht wirst. Tja, Affen müssen wohl zwangsläufig vom Menschen abstammen – sie sind uns bei weitem überlegen….

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