Nachdem wir nun alle die gute schöne Welt des Social Media erfunden haben und sich immer mehr Firmen dafür interessieren sollten wir mal ein Resume ziehen. Social Media funktioniert dort, wo sich engagierte Menschen treffen. Genauso funktioniert auch der Landfrauenverein, der Badmintonklub und der Jodlerverein.
Finden sich Leute, die bereit sind etwas mehr zu geben, werden diese umgehend zu Leitpersonen die in einem Verein den Karren ziehen, die jedes Jahr wieder mit viel ach und Krach einen Vereinsanlass organisieren und die das ganze am Leben erhalten.
Im Social Media gibt es diese Chrampfer, die immer wieder neue Ideen rausbringen, die mitmachen, die sich engagieren und die mit ihrem Anteil das ganze zum Leben bringen. Dieser Effekt ist auf Twitter sehr schön zu sehen, sind doch die meisten dort sehr aktiv. Verlässt man Twitter Richtung Facebook sieht das ganze schon anders aus.
Das Involvement der meisten Facebook User beschränkt sich auf Nachrichten schreiben. Geht es darum ein “Like” zu verteilen sind vielleicht noch bei maximal 10% aller Freunde im eigenen Netzwerk, regelmässige Statusmeldungen kann man vielleicht noch von 2% aller Freunde erwarten.
Daher, alle meinen, dass das Netz sozialer wurde, in Tat und Wahrheit ist einfach unser Adressbuch ein wenig dynamischer geworden.
Ich habe mir vor einigen Tagen sogar überlegt, dass die Summe aller Interaktionen immer gleich bleibt. Das heisst, ob ich nun mittels Newsletter, Twitter oder Facebook kommuniziere, die Anzahl Leute die am Schluss interagiert, bleibt gleich.



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Sehr schöner Text.
Ist es vielleicht nicht so, dass die Erwartungen einfach zu gross sind? In den Zeiten des Web 2.0 haben wir viele Tools, die es einem einfacher machen, soziale Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Das heisst nicht automatisch, dass diese Tools auch mehr genutzt werden. Die vielen neuen Möglichkeiten bedeuten noch lange nicht, dass die Menschen dadurch sozialer werden (wollen). Es sind neue Möglichkeiten, sie müssen aber auch genutzt werden wollen.
Sehr schön gesagt! Obwohl das ganze auf eine virtuelle Art abläuft, verhalten sich die einzelnen Player ziemlich genau gleich wie im “real Live”.
Genau aus diesem Grund ist Social Media halt nicht nur immer “social”, sondern oftmals auch ziemlich “antisocial”
Ja, ich nenne es auch gerne: die Trägheit der Masse.
Hab mal auf Facebook einen ziemlichen Schnitt gemacht und alle entfriendet die nicht auf eine entsprechende Statusmeldung innert 48h interagiert haben.
Bleiben wir also weiterhin “unter uns”.
Also bei mir ist es bei Facebook etwas anders: Ein “Like” ist schnell gemacht, ein Klick und der andere weiss, dass man da ist und es gelesen hat. Die meisten sind dann zu faul um zu kommentieren. Und wenn, dann nur, um irgendwelche Diskussionen zu beginnen. Aber hey, die sind auch nicht bei Twitter ;-)
sehr schön geschrieben.
ich bin auch der meinung, dass sich social media so ziemlich deckungsgleich abspielt wie unser real life. der mensch bleibt mensch, ob er sich nun virtuell verhält oder in der realität lebt. es gibt macher (leithammel) und konsumierer (schafherde). so wie es alpha- und andere tierchen gibt – und immer geben wird.
Also, wenn ich das richtig verstehe leistet hier jeder, welcher hier einen Beitrag hinterlässt (oder dann bei Twitter und co.) einen beitrag an das Social Media?
Obwohl, dass beste Social Media Mittel ist eine Frage des Anwenders und des Verbrauchers. Kurz gesagt: “Das Umfeld und was ich machen will?”
Schliesslich gehört ein Blog Ihrgendwie ja auch in das Social Media hinein, ist dann halt einfach für grosse Texte, Berichte oder der gleichen gedacht.
Twitter nutze ich noch nicht lange, aber bin zur schlussfolgerung gekommen, dass man da garnicht mehr alles lesen kann, da es gewisse einfach übertreiben. Und ich folge gerade einmal 11 Leuten. ;)
Facebook hat hingegen schon was von Adressbuch. Wenn nicht sogar Veranstaltungskalender, wo ist etwas los? Facebook sagt es mir. Es lassen sich schnell Leute kontaktieren und organisieren.
Doch wenn man einfach etwas in die Welt Posaunen möchte, interessiert das nirgendwo jemanden. Wenn ich jedoch eine Frage auf Facebook stelle, dann kommen schon Antworten, aber wenn ich schreibe “schön scheint heute die Sonne” dann habe ich echt eine 2% chance auf eine Antwort.
Zitat:regelmässige Statusmeldungen kann man vielleicht noch von 2% aller Freunde erwarten.
Mich interessiert es eigentlich nicht wenn jemand jeden Freitag Morgen schreiben muss wie sehr der Lehrer nervt.
=> Das Problem ist, dass Facebook ein Zeitfüller wurde in den man was reinschreiben muss, auch wenn man nichts zu schreiben hat. Würden alle darauf achten, auch nur etwas zu schreiben, wenn es jemand anderes wirklich interessieren könnte wäre es sicherlich auch besser. (Bei Twitter und co. kann man das auch mitverfolgen)
P.s. Sorry für das Abschweifen.
Es Regnet! (Kann ich auch selbst sehen, daführ brauch ich kein Twitter)
Interessanter Ansatz. Ich denke aber nicht, dass die Summe aller Interaktionen gleich bleibt. Twitter und Facebook fordern ja geradezu zur Interaktion heraus was bei einem Newsletter sicher nicht das gleiche ist.
Die Möglichkeiten der beiden Dienste sind viel grösser, gerade was die Interaktion, dass Weiterleiten und Pushen von Inhalten angeht.
Wir sind ja keine Freunde auf FB, sonst würdest Du das bestimmt nicht behaupten ;) Ich hoffe, das genügt als Antwort.
Anscheinend gibt es immer noch zu viele Interaktionen auf FB, ist auf jeden Fall momentan down :)
Schöner Text. Ich denke am Ende läuft es immer wieder auf die 90-9-1 Regel hinaus.
Hier schön erklärt: http://www.90-9-1.com/
Nicht nur Sender sind Teil einer Gemeinschaft. Es braucht immer auch Empfänger. Wie im richtigen Leben: Schwatzen alle gleichzeitig, hört keiner zu.
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@kurzweil
meine worte. :-) Ich sag immer, zu jedem Tweetup sollte man jeweils noch Leute einladen die zuhören.
90-9-1-Regel stimmt sicher. Qualität der Beiträge kommt vor Quantität. Die Creator leiden oft darunter, dass sie für ihre Arbeit ein Feedback erwarten, dass in der gewünschten Form dann doch nicht kommt. Die Likes sind für mich eine oberflächliche Komunikation, die ich eigentlich nur für Katzenkontent verwende, für tiefergehendes schreibe ich lieber einen Komentar, der etwas mehr ausholt.
Gehen wir mal davon aus, dass die Summe aller Interaktionen aufgrund der verfügbaren Zeit etwa gleich bleibt, obwohl ich bei Twitter in kürzerer Zeit mit viel mehr Leuten in Kontakt treten kann. Für mich steigt auf jeden Fall die Qualität, weil ich aus einer viel grösseren Zahl gezielter auswählen kann, obschon das Rauschen beträchtlich ist. Der Dorfchor schliesst wahrscheinlich niemanden aus, der falsch singt, sonst ist man schnell alleine; bei Social Media blockt und entfollowed man ziemlich gefahrlos. Falls in der Twitter-Gemeinschaft tatsächlich überdurchschnittlich viele engagierte Zeitgenossen sind, kann ich durch die Teilnahme an diesem Netzwerk tendenziell mehr bewirken, als wenn ich nur meine Nachbarn fragen würde. Der Einfluss misst sich daher auch nicht nur an der Anzahl der Follower oder der Zahl der Retweets sondern an der Fähigkeit, das eigene Netzwerk zu aktivieren: http://twitter.com/mheldstab/status/20573638559
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