Permalink

4

Alprausch

Nachdem mein Vater ja im letzten Jahr und im Frühling dieses Jahres als Kutscher in Pontresina gewirkt hat ist er nun diesen Sommer per Zufall zum Senn auf einer Walliser Alp mit 85 Kühen geworden. Eine anstrengende Arbeit, wenn man jeden Tag 2 mal 85 Kühe zu melken hat und mit dem Hunter S. Thompson der Gonzo-Kuhhirten nicht gerade die optimale Unterstützung hat.

Ich durfte meine Eltern 3 mal auf der Alp besuchen und habe bei den 2 letzten Besuchen jeweils ein wenig mithelfen dürfen. Abgesehen von der schönen Landschaft und dem schönen Wetter ist mir vorallem aufgefallen wie seriell man doch auch heute noch arbeiten kann. Anstatt 100 E-Mails im Kopf zu haben die man noch beantworten sollte hat man auf der Alp einfach einiges zu tun und man weiss genau dass man einfach eins nach dem anderen tun muss. Ich will jetzt hier nicht auf Details eingehen die ich in dieser kurzen Zeit erfahren habe.

Ich leite euch aber gerne weiter zu Ute Braun weiter, die seit 20 Jahren jeweils den Sommer auf einer Alp in den Fribourger Alpen verbringt. Sie hat nämlich das Buch Alpsommer: Mein neues Leben als Hirtin geschrieben in welchem ich schon kurz mal gelesen habe.

Diese Woche wurde auf Radio DRS auch die Sendung Wortort auf der Alp bei Ute Braun gesendet. Ein halbstündiger Bericht über die Entdeckung der Einfachheit. (Podcast bei iTunes)

Eine interessante Welt und Anstoss zum Nachdenken über das was wir tun und wie wir es tun. Hier noch meine abenteuerlichen Bilder von der Alp Galm.

4 Kommentare

  1. ich verbrachte auch schon mal 5 wochen auf der alp tschingelfeld. 5 wochen, in denen ich damals viiiiiel studiert und mich mit mir selbst befasst habe.
    muss ich mal bei gelegenheit wiederholen.

  2. ja, und wie!
    morgens bei mondschein mit pferdegespann und hund auf die alpweide die kühe zusammentrommeln. melken und dann um 9 endlich zmorge. anschliessend käsen oder käsepflege. dann diverse arbeiten und abends wieder auf die weiden.
    hart wars, aber dennoch sehr schön.

Jetzt kommentieren: