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Komm zum Punkt Thilo!

Ich habe freundlicherweise ein Rezensionsexemplar von Komm zum Punkt! Das Rhetorik-Buch mit der Anti-Laber-Formel erhalten. Das Buch hat mich sofort interessiert, da ich ja selber in vielen geschäftlichen Diskussionen, Verhandlungen und Präsentationen ja immer wieder Informationen abgeben muss.

Dabei habe ich mich auch schon selber ertappt dass ich manchmal Fehler in der Kommunikation mache oder einfach generell zu sehr in meiner Fachwelt bin und von zuviel Vorkenntnissen ausgehe.

Ich habe das Buch die letzten Tage nun überflogen und bin in vielen Punkten einverstanden. Eigentlich muss ich aber auch sagen dass das ganze Buch sehr langfädig geschrieben ist. Man hat immer ein wenig das Gefühl dass Thilo eben selber beim schreiben auch nicht zum Punkt kommt.

Die Anti-Laber Tipps sind aber sehr gut gemacht und wären als eigenständiges kleines Büchlein eine Publikation wert. Ich würde so ein Büchlein vielleicht in meinem Reisegepäck mitführen und wie bei den 50 Erfolgsmodellen ab und zu darin rumschmöckern.

Zum Inhalt
Thilo Baum gibt sehr viele Beispiele wieso es Sinn macht sich kurz und verständlich zu halten und wieso das nicht immer einfach ist. So schreibt er dieses Zitat auf, das je nachdem von Voltaire, Johann Wolfgang Goethe oder Karl Marx zugesprochen wird:

Ich schreibe dir einen langen Brief, weil ich keine Zeit habe, einen kurzen Brief zu schreiben

Mir gefällt dieses Zitat, da es so schön auch den heutigen Zeitgeist von Twitter.com aufzeigt. Die Reduktion auf das wesentliche. Ansonsten hat das Buch wirklich gute Tipps. Über die Zeit, von der man jeden Tag weniger hat, darüber wie man Leute unterbrechen kann und dass man nur Dinge sagen soll die man wirklich weiss. Etwas, das ich in den letzten Jahren gelernt habe.

Das Buch hat sehr viele praktische Tipps und Erinnert einem an viele Floskeln und überflüssige Redewendungen die sowohl Texte als auch Präsentationen nur schwer verständlich machen. So der Anti-Laber Tipp 52:

Verschonen sie die Menschen mit Redensarten. Redensarten sind kein Ausdruck sprachlicher Gewandheit, sondern Ausdruck sprachlicher Hilflosigkeit

Thilo Baum versucht in seinem Buch vorallem darzustellen dass es besser ist wenn man überzeugt, authentisch und mit eigenen Worten vorträgt als dass man eine perfekte Präsentationstechnik hat die man in Seminaren einstudiert hat und in der ganzen Perfektion der Mensch untergeht. Ganz meine Meinung, denn Geschäfte werden vorwiegend von Mensch zu Mensch abgeschlossen.

Damit komme ich zum Punkt: Das Buch richtet sich an alle die weniger reden aber mehr sagen wollen. Viel Spass beim Lesen.

Profil Thilo Baum

1 Kommentar

  1. Mir gefällt dieses Zitat, da es so schön auch den heutigen Zeitgeist von Twitter.com aufzeigt. Die Reduktion auf das wesentliche.

    Also, ich weiss nicht, ob Twitter ein so strahlendes Beispiel für die Reduktion aufs Wesentliche ist. Immerhin twittern die meisten, indem sie eine andere Tätigkeit unterbrechen, sich also schon durch den Twitter an sich unterbrechen und eher verzetteln denn beschränken. Und die 140 Zeichen Twitter sind nun mal leider meistens auch nicht gerade wesentlich…

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