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Journalismus 2.0

Da wollte ich schon lange mal diese Kolumne aus der aktuellen Ausgabe von Journalisten.ch veröffentlichen, in der ich mich zum Fenster hinausgelehnt habe und mittlerweile auch als erster nur Blogger eine Mitgliedschaft bei Impressum.ch beantragt habe. Ich will so einen geilen Presseausweis mit dem man dann überall und jederzeit sich ausweisen kann und richtig professionell aussieht. Ob die eigentlich auch diese Schildchen für ans Auto verkaufen? Gibts da wohl einen Membershop?

5 Kommentare

  1. Hey Leumund

    Ganz kurz nur. Habe deine Kolumne in „journalisten.ch“ entdeckt. Habe leider nicht viel Zeit. Deshalb strukturiere ich meinen Kommentar durch.

    1.)
    http://www.leumund.ch/journalisten > Funktioniert nicht [404 – page not found]! War aber so beschrieben im Fachmagazin „journalisten.ch“ (Nr. 3 / Juni 2006). Schade. Dafür steht ja jetzt — unerwarteterweise — hier unter „www.relab.ch/2006/07/04/journalismus-20/“ etwas Gescheites.

    2.)
    Auch ich bin einer dieser wenigen schrecklichen und nichtbloggenden Journis (oder Medienschaffenden oder Prosumer oder Schreibenden; wie auch immer), welche es heute noch gibt. Allerdings war ich 2001 und 2002 aktiv daran beteiligt, dass „Menschen wie die Blogger“ heute überhaupt in die Tasten hauen können. Denn ich programmierte Content Management Systeme. Und diese CMS haben sich … in der ein oder anderen Form … ja zur heute erhältlichen Blog-Software weiterentwickelt. Denn, was steckt denn hinter einem Blog denn wirklich: Ein CMS, mit dem User/Anwender auf einfache Weise ihre Inhalte updaten und abfüllen können. Nur konnte ich durch die Medienwirtschafts-Weiterbildung seit mehr als 3 Jahren keine Freizeit-Projekte mehr durchziehen. Arbeiten und lernen, beides zusammen gibt einiges zu tun. Auf den Punkt gebracht: Es gibt eben auch „Journis“, welche programmieren. Es gibt sogar solche, welche „Bloggenden“ überhaupt ihre Blog-Aktivitäten ermöglicht haben!!! Ui … Ãœberraschung ;-))

    3.)
    Für all jene, die auf die Schnelle Presseausweise möchten: Es gibt im Internet zahlreiche kommerzielle Anlaufstellen dafür. Viele Menschen scheinen mit diesen All-In-One-Angeboten — Ausweis, PKW-Schild, Vergünstigungen, Registereintrag usw. in einem Paket — gutes Geld machen zu wollen. Beispiel-Werbung und Links, welche unter „www.leumund.ch/journalisten“ erscheinen (Google-Anzeigen auf Leumund.ch) sind:
    -> http://www.dv-p.de: Die Alternative für (nebenberufliche) Journalisten & Medienschaffende.
    -> http://www.dpv.org: Deutscher Presse Verband e.V. …
    -> und so weiter und so fort bis in alle Ewigkeiten.
    Schade nur, dass Links wie „www.impressum.ch“ oder „www.djv.de“ dabei nirgendwo auftauchen. Hier würde es zur Abwechslung nicht um finanzielle Schnellschuss-Ausweise gehen!

    4.)
    Seien wir ehrlich: Journalisten als solche hat es nie gegeben. Sie waren schon immer ein gemischtes Völklein. Es gibt nun einfach mal keine „Rasse“ der Journalisten! Neuerdings ist indessen — leider — ein Trend zur puren Akademisierung dieses Tätigkeitsfeldes feststellbar. Die meisten Journis haben einen Hochschulabschluss (Statistik dazu habe ich nicht zur Hand; diese müsste jedoch beim Berufsverband impressum einsehbar sein). Das finde ich schade! Schreiben dürfen sollten alle! Deshalb: Web 2.0 lebe hoch!

    5.)
    Und letztlich: Bei einem kurzen Blick auf: „www.IFJ.org“ (International Federation of Journalists) sieht man und frau die wahren Probleme, die alle Schreibenden, Prosumer, Medienproduzenten angehen: Den zunehmenden Druck auf Menschen, die sich frei äussern wollen. Egal, wo: Wenn Menschen eine Meinung oder eine Stimme nicht passt, wird diese einfach beseitigt. Mord und Totschlag ist hier ein Tagesgeschäft. Es ist nur mehr eine Frage der Zeit, bis in grösserem Ausmass auch Bloggende getötet und mundtot gemacht werden. Und dann … dann werden auch „diese“ sich einer grösseren Organisation anschliessen wollen. Das ist kein Scherz! Aber eben: Um getötet zu werden, muss man dann schon etwas mehr als nur oberflächlich dahinsäuseln.

    Gruess
    Philipp Schaffner

  2. Sehr geehrter Herr Philipp Schaffner
    Wehe sie haben Zeit zum schreiben, dann wäre dieser Kommentar sicher noch viel länger ausgefallen. Aber danke für das Feedback. Wie sie richtig bemerkt haben ist es mir aufgrund einer Geschäftsreise mit der geschriebenen URL danebengegangen. Aber jetzt funktioniert die Umleitung der angegebenen Adresse hierhin. Auch toll.

    Das sie das Bloggen erfunden haben finde ich wirklich toll. Dass hinter Blogs eigentlich vereinfachte CMS Systeme stecken ist tatsächlich so. Dazu kam dieses RSS Zeugs und mittlerweile wird das alles aggregiert und ist tausendmal verlinkt und wiederfindbar. Total gut. Was die Qualität angeht…

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  4. Pingback: DER VERWERTER - Der Leumund als Journalist und eine Utopie / Zukunft des Journalismus / Bloggens

  5. Na ja, vielleicht darf man das alles ja auch — manchmal — gar nicht so ernst nehmen und sehen.

    Mittlerweile produziert das CERN in Genf ja die ersten künstlichen Intelligenzen … welche mit dem LHC (Large Hadron Collider) ab 2008 oder so (keine Gewähr!) aktiv werden sollen. Und dann soll das Quanten-GRID das Web/Internet ersetzen.

    Wenn dann alle KI’s auch noch anfangen zu palavern … dann brauchts die Menschen ja gar nicht mehr! Super …

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