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Hallo 2013! Adieu Fräulein.

Habe diesen Monat erfahren, dass man ja in Restaurants den Serviertöchtern scheinbar nicht mehr Fräulein sagen darf. Nachdem ich diese Nachricht jetzt verarbeitet habe, konnte ich sogar in einer Diskussionsrunde mit einer Betroffenen feststellen, dass scheinbar Exgüse eine mehrheitsfähige Alternative ist.
dampfzentrale

Ich finde es zwar immer noch komisch, wenn ich mit Exgüse, Hallo oder vielleicht sogar eigenen, wilden Wortkreationen auf mich aufmerksam machen soll. Ich finde das Fräulein hatte so etwas edles, halt so eine Art modernes Burgfräulein.

Aber wenn die Fräuleins das nicht wollen, dann mach ich das auch nicht mehr. Und damit ich das gleich als tollen Vorsatz für 2013 nehme, werde ich allen Frauen und Fräuleins in deren Gesellschaft ich in mein altes Muster falle die Getränke bezahlen.

einstein

Was sind denn eure beliebtesten Worte um in einem vollen Restaurant auf euch aufmerksam zu machen? Wie sprecht ihr am liebsten das Servicepersonal an, mit welchen Worten habt ihr am meisten Erfolg?

10 Kommentare

  1. Würde es dem „Fräulein“ dienen, wenn es mit „Service“ angesprochen wird?
    Aber Achtung, es könnte plötzlich das ganze Personal am Tisch stehen..

  2. Ich finde „Service“ oder „Bedienung“ zwar sachlich korrekt, aber unpersönlich, befehlshaberisch und kein Ersatz für das nettgemeinte „Fräulein“.
    Ich rufe: „Madame“.
    Ist’s ein Herr, so rufe ich: „Monsieur“ oder schon mal „Herr Ober“.

  3. Habe bisher jeweils ‚Exgüse‘ oder ‚Entschuldigung‘ gebraucht. Wenn ich in einem Geschäft eine Verkäuferin auf mich aufmerksam machen möchte, brauche ich es auch. Es scheint mir eine ziemlich gängige Variante, um in Kontakt zu treten.

  4. Zahlen bitte!
    Ich überchume no äs Bier!
    Bitte bringen Sie mir eine Pfeffermühle!

    ..einfach einen Auftrag formulieren, oder?

    Entschuldigen will ich mich ganz bestimmt nicht, als zahlender Kunde. So in etwa: Es tut mir leid, dass ich hier bin und etwas bestellen möchte und wenn es ihnen genehm ist und sie meine Dreistigkeit, etwas zu bestellen, verzeihen, dann würde ich gerne eine Bestellung aufgeben. Natürlich nur wenn sie mich von dieser Schuld ent-schuldigen.

    Liebe Schweizer, lasst uns endlich unsere Sprache „klären“ und von den vielen Äxgüsi’s, Entschuldigungen und Sorry’s entrümpeln.

  5. Zahlen bitte!
    das Fräulein gibt es ja schon seit ewigkeiten nicht mehr.
    in guten restaurants, bei gutem personal ergibt sich die kommunikation, ja sowieso von selbst.

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