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Der Fitbit One im Vergleich mit dem Nike+ FuelBand

Nachdem ich jetzt schon seit 10 Monaten meine Aktivität mit dem FuelBand von Nike erfasse, habe ich mir letzte Woche auch mal einen Fitbit One zugelegt um eine Vergleichsgrösse zu haben.

Links das FuelBand, rechts der Fitbit One mit Zubehör

Ein Vergleich war notwendig, da ich das Gefühl habe, dass mein FuelBand schon seit einigen Wochen Monaten nicht mehr richtig funktioniert. Einerseits bemerke ich das an ausserdurchschnittlich tiefen Werten, aber auch an der überdurchschnittlichen Batterielaufzeit. Das FuelBand läuft ohne zu Laden locker mehrere Wochen. Da ist was nicht normal, und ich sollte das FuelBand wohl mal zur Garantiereparatur einsenden.

Das Fuelband scheint nicht mehr zu zählen, oder ich bin einfach sehr faul geworden.

Anyway, ich habe mir den Fitbit One bestellt, um mir auch einmal diesen Tracker anzuschauen. Wie das FuelBand kommuniziert der Fitbit One über den neuen Bluetooth 4.0 Low Energy Standard. Das Gerät schickt im Gegensatz zum FuelBand sogar ganz ohne meine Zutun von Zeit zu Zeit die Daten direkt an mein Handy. Dadurch sind die Daten im Online Portal und auf der App meistens schon aktuell.

Tragekomfort

Während ich mein FuelBand am Arm trage, ist der Fitbit One zwar kleiner und mit dem mitgelieferten Zubehör könnte ich ihn am Gürtel tragen. Ich finde das in etwa gleich doof, wie wenn man sein Smartphone am Gürtel trägt, deshalb kommt der Fitbit einfach in den Hosensack. Dabei kann es aber schnell mal passieren, dass bei einem Hosenwechsel der Fitbit One nicht mitkommt, oder das man Abends den Fitbit vergisst. Hier muss ich ganz klar dem FuelBand einen Punkt geben. Einmal angewöhnt, trägt man das FuelBand wie eine Uhr.

Datenauswertung

Im ersten Vergleich mit dem FuelBand fällt beim Fitbit sofort auf, dass man die Aktivitäten besser aufgeschlüsselt präsentiert bekommt. Ich sehe jeden Tag, wieviele Schritte ich gegangen bin, wieviele Stockwerke ich erklommen habe und welche ich Distanz etwa zurückgelegt habe. Dazu werden auch die Aktivitäten ausgewertet. Hier mal ein normaler Arbeitstag im Vergleich zum heutigen Sonntag:

Viel Sitzen beim Arbeiten

Aktiv am Sonntag

Diese Charts einmal zu sehen ist ganz interesant. Man wird sich wie schon beim FuelBand wieder mehr bewusst, wieviel Zeit wir doch eigentlich nur rumsitzen. Auch hier ist der Nutzen für einen Sportler geringer, auch wenn er zusätzlichen Aktivitäten bei Fitbit auch manuell erfassen kann. So kann ich zum Beispiel meine wöchentliche Schwimmrunde problemlos mit dem Fitbit erfassen.

Fit im Schlaf

Eine weitere Spielerei des Fitbit One ist das aufzeichnen meiner Schlafgewohnheiten. Dafür muss ich vor dem Einschlafen den Fitbit in ein spezielles Armband einführen und dann für zwei Sekunden die Taste drücken. Damit startet die Schlafaufzeichnung. Am morgen bekomme ich dann präsentiert wie lange ich geschlafen habe, und wieviele Male ich aufgewacht bin.

Leider kann ich nun nicht beurteilen, ob eine Schlafeffizienz von 91% gut oder schlecht ist und ob 17 Male aufwachen nicht doch etwas anstrengend ist. Hier wäre sicher interessant, Vergleichswerte zu bekommen.

Fitbit One vs. Nike FuelBand

Das Fazit im Vergleich zwischen meinem FuelBand und dem neuen Fitbit One ist relativ schnell gezogen. Das FuelBand ist meiner Meinung nach vom Tragen her viel angenehmer und auch entsprechend gut konstruiert. Im Gegensatz zum Fitbit One wird kein Zubehör benötigt um das FuelBand zu laden oder synchronisieren. Beim Fitbit benötigt man einen Bluetooth USB Stecker und ein spezielles Ladekabel.

Dafür punktet der Fitbit One bei der Funktionalität. Durch die Erfassung von Stockwerken wird man süchtig nach Treppen (haha, das war ein Witz) und bekommt eine genauere Auswertung seiner Aktivitäten. Das Unentschieden entscheidet der Fitbit One im Endeffekt dann doch noch für sich, da es heute immer noch schwierig ist, das FuelBand überhaupt bestellen zu können. Den Fitbit One kann man bei Amazon.de für 99.- Euro bestellen.

12 Kommentare

  1. ….das ist echt, echt sehr merkwürdig, was mann da treibt und wahrscheinlich in vollem ernst. längst wusste ich schon, dass es vor allem bei männern gut ankommt, eine 24-stunden blutdruck-ekg-was auch immer-messung anzuordnen.
    ich kann nur sagen, hey man dein körper ist voll mit sensoren, feedbackmechanismen und regulationssystemen ausgestattet. ein richtiges highendprodukt vom feinsten.
    dieser unser körper merkt, wenn er genug geschlafen, wenn genug stockwerke be-wältigt und schritte gegangen sind.
    vertrau mir, unser aller körper hat sich seit ein paar tausend jährchen bewährt, trotz der hirnrissigen sabotageakten, die vor allem die männlichen artgenossen zu zelebrieren scheinen.
    am ende verpasst man noch den eigenen herzinfarkt und ist unbemerkt, doch wohldokumentiert in die ewigen jagdgründe eingegangen…..

    es grüsst
    patrizia

  2. Hallo Patrizia
    Du hast natürlich recht mit deinem Kommentar. Unser Körper ist das beste Trackingsystem und all die elektronischen Gerätchen bergen die Gefahr, dass man nicht mehr auf seine eigenen Körpersignale hört. Ging mir diesen Sommer so, als ich mal konsequent mit dem FuelBand eine bestimmte Anzahl Punkte erreichen wollte und dann vollkommen ausgepowert war. Ich habe im Dezember einen Vortrag in Zürich über „quantified self“ und solche Gadgets und da muss ich mich ja ein wenig umsehen. :-)

  3. guten abend christian
    quantified self ein solcher titel kann sich nur der mind und sein wunderbarer kollege das ego ausdenken. das selbst zu quantifizieren, wohlan dann messieurs messt mal alles aus. vielleicht ist das
    nächste krankheitsbild, dass sich da am horizont zusammenballt eine galoppierende hypochondriasis gepaart mit einem horror vacui und einer datagluttony
    wo sind nur die zeiten des eleganten müssigangs geblieben?
    naja, das gute am ganzen ist, das den ärzten und therapeuten die arbeit nicht ausgehen wird……..
    dann mal einen guten vortrag, damit möglichst viele menschen, sich um den weihnachtsbaum, während der festtage noch quantifyen können.
    ps es ist völlig normal mehrmals aufzuwachen ohne, das mensch es merkt, genial nicht.
    es gehört zur gesunden ’schlafarchitektur‘ wie es so wunderbar heisst, dazu.

    patrizia

  4. Hallo Christian,

    Den Fitbit One habe ich mir im Netz auch schon angesehen. Ich denke ein solch kleines Gadget könnte mich zu mehr Bewegung anspornen. Im Internet gibt es jedoch viele negative Kommentare von Personen aus dem deutschsprachigen Raum, die das Fehlen von „deutschen“ Nahrungsmittel in der DB bemängeln. Könntest Du dazu was sagen? Wie ist die Übersetzung generell?

    Merci und dran bleiben!

    Gruss
    Simon

  5. sorry simon
    hätte das gadget die macht, dich nachhaltig und anhaltend zu mehr bewegung zu bringen, wau! fast schon ein perpetuum mobile, der traum aller konstrukteure….wir hätten da ein superding. willst du dich bewegen, steh auf und geh…alles andere kurbelt höchstens die wirtschaft an und produziert sinnloses um vermeintliche sinngebung zu produzieren.
    es grüsst einmal mehr
    patrizia

  6. @Patrizia
    Ich denke diese Trackertools sind genauso wie Schrittzähler gute Tools um Menschen bewusst zu machen, wieviel sie sich bewegt haben. Nicht alle haben einen natürlichen Drang dazu, bzw. haben ihren Körper zu lange vernachlässigt. Für mich war zum Beispiel mit dem FuelBand interessant zu sehen, wieviel es braucht um nach einem Home Office Tag noch zu genug Bewegung zu kommen, und anderseits zu merken, wieviel man auf einem Businesstrip eigentlich auf Flughäfen etc. rumläuft. Also einfach zynisch sein geht nicht. Sorry.

    @Simon
    Also im Webportal steht dauernd was, dass in naher Zukunft auch „deutsche Lebensmittel“ zur Verfügung stehen. Ansonsten habe ich keine Probleme mit den Übersetzungen.

  7. wenn du unter zynisch verstehst, dass es beissend und spöttisch ist dann bin ich gerne eine kynikerin.
    wie haltbar die argutmentation ist, es könnte von nutzen sein, wo es doch vor allem darum geht unnötiges an den mann zu bringen, ohne daran zu denken, was es beinhaltet solche gadget in die welt zu stellen, das muss ein jeder mit sich ausmachen. gründe zum einsetzen werden immer gefunden werden. gute gründe gibt es immer, ob es die richtigen, passenden sind, sei dahingestellt?
    falls es zynisch ist das back to basics, body und zum self, dass frau, mann nur drinnen und nicht draussen finden – noch besser zulassen – kann und zu pflegen et voilà messieurs faites vos choix. dass mit einfachheit und klarheit sich nichts verdienen lässt ist mir klar. ausser, dass alles etwas einfacher, klarer und auch heiterer werden kann……
    kynaikiki patrizia

  8. Hallo Christian, ich kann dich beruhigen, 17 mal pro Nacht wach sein ist absolut normal und liegt sogar noch unter dem Durchschnitt. Die Zeitspanne in der du in der Nacht wach bist ist jedoch so kurz, dass dein Hirn dies gar nicht registriert und du dies deshalb auch nicht als anstrengend empfindest. Schön ist auch zu sehen ist, wie du gegen morgen nicht mehr richtig in den Tiefschlaf fällst und in viel kürzeren Abständen wach bist. Dein Körper ist also so ab 06.30 Uhr bereit zum aufstehen. :D
    Solche Geräte nutze ich bei Kunden, welche das Gefühl haben, jede nacht nur 2-3 Stunden Schlafen zu können. Meistens zeigt die Auswertung jedoch ganz andere Zahlen an. :D

    Viel Spass noch damit und auch beim Auswerten deines Schlafes. Wer seinen Schlaf versteht kann das Leben entspannter angehen.
    Liebe Grüsse – Beno

  9. Ich habe mein Fuelband jetzt seit 3 Monaten und es funktioniert bisher einwandfrei.
    Und JA, es motiviert mich zu mehr Bewegung. Nicht im großen Stil, aber z.B. dazu, auf dem Nachhauseweg ein kleine Extra-Runde um den Block einzulegen, um meine angestrebten 3.000 Punkte vollzukriegen. Oder auch am Sonntag mal vom Sofa aufzustehen, um meine beiden Fuelband-Freunde in der Wochenaktivität zu schlagen ;-)

  10. Ein Fitbit Flex kann mit einem Aktivitäts- und Schlafarmband auch am Arm getragen werden und stört überhaupt nicht. Ich benutze ihn seit etwa 4 Wochen und bin äusserst zufrieden. Die Lebensmitteldatenbank ist mittlerweile auch für Deutschland erhältlich. In der Schweiz muss ich noch viele Nahrungsmittel selber erfassen, somit kann ich aber eine für mich angepasste Datenbank erstellen.

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